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	<title>Forum Unternehmensentwicklung</title>
	<link>https://forum.rainer-windisch.de/</link>
	<description>Herzlich Willkommen beim Forum Unternehmensentwicklung!!!
In diesem Forum finden Sie verschiedene Artikel zu Aspekten wirksamer Unternehmensentwicklung. Diese Aspekte m&#252;ssen professionell bearbeitet werden, soll die Entwicklung ressourcenschonend, schnell und nachhaltig sein. Sie haben die M&#246;glichkeit, die Artikel als pdf herunterzuladen und hier im Forum zu kommentieren. Inhaltliche Erg&#228;nzungen/ Klarstellungen etc. werden halbj&#228;hrlich in die Artikel eingearbeitet.
Ich freue mich auf einen bereichernden Austausch und w&#252;nsche weiterhin viel Wirksamkeit!</description>
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		<title>Forum Unternehmensentwicklung</title>
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		<title>Pl&#228;doyer f&#252;r das zukunftsf&#228;hige Unternehmen</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/pladoyer-fur-das-zukunftsfahige</link>
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		<dc:date>2016-11-01T16:01:55Z</dc:date>
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		<dc:creator>Rainer Windisch</dc:creator>



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&lt;p&gt;Rainer Windisch im Gespr&#228;ch mit der Thales-Akademie Das folgende Gespr&#228;ch mit der Thales-Akademie wurde urspr&#252;nglich in der agora42-Ausgabe 04/2016 abgedruckt, die noch bis Anfang Dezember 2016 an gut sortierten Kiosken erh&#228;ltlich ist. &lt;br class='autobr' /&gt; Thales-Akademie &#8212; Sie sind sowohl Unternehmer als auch Berater f&#252;r Pers&#246;nlichkeits- und Unternehmensentwicklung. In welcher der beiden Rollensehen Sie sich selbst vorrangig? &lt;br class='autobr' /&gt;
Rainer Windisch &#8212; Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Die Antwort lautet letztlich, (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Rainer Windisch im Gespr&#228;ch mit der Thales-Akademie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Das folgende Gespr&#228;ch mit der &lt;a href=&#034;http://www.thales-akademie.de&#034; class='spip_out' rel='external'&gt;Thales-Akademie&lt;/a&gt; wurde urspr&#252;nglich in der agora42-Ausgabe 04/2016 abgedruckt, die noch bis Anfang Dezember 2016 an gut sortierten Kiosken erh&#228;ltlich ist.&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Thales-Akademie &#8212; Sie sind sowohl Unternehmer als auch Berater f&#252;r Pers&#246;nlichkeits- und Unternehmensentwicklung. In welcher der beiden Rollensehen Sie sich selbst vorrangig?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rainer Windisch &#8212; &lt;/strong&gt; Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Die Antwort lautet letztlich, dass ich mich gleicherma&#223;en in beiden Rollen sehe. Denn wenn ich ein wirklich guter Berater sein will, muss ich wie ein Unternehmer denken und entscheiden k&#246;nnen. Und wenn ich ein guter Unternehmer sein will, muss ich die Haltung eines Beraters einnehmen k&#246;nnen, indem ich nicht nur in meiner Organisation arbeite, sondern auch an meiner Organisation. Ich muss immer wieder einen Blick vonau&#223;en auf das Unternehmen und meine Rolle in dieser sozialen Organisation werfen k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Inwiefern pr&#228;gt dieser &#8222;Doppelblick&#8220; Ihre Beratungsarbeit?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er pr&#228;gt mein ganzes Selbstverst&#228;ndnis, denn ich wollte als Berater nie einer dieser Methoden-Gurus sein, sondern ein Partner von Unternehmern und F&#252;hrungskr&#228;ften, der mit ihnen auf gleicher Augenh&#246;he arbeitet. Daher haben mich mittelst&#228;ndische Unternehmen immer besonders gereizt, denn dort laufe ich durch die Hallen und merke, dass es hier nicht prim&#228;r um Unternehmens-politik, sondern um Wertsch&#246;pfung geht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Ich glaube daher auch, dass die Zukunft der Unternehmensberatung nicht bei gro&#223;en Beratungskonzernen liegt, sondern bei kleineren, spezialisierten und gut vernetzten Beratungen. Das fordern gerade die mittelst&#228;ndischen Unternehmen zunehmend ein. Dabei tritt die Frage in den Vordergrund, wie ich als Berater gemeinsam mit dem Unternehmer eine &#8222;Dramaturgie&#8220; erarbeite, mit der sich die gesamte Organisation zu einem wirklich lebendigen Organismus entwickelt. Und das ist etwas ganz anderes, als zum x-ten Mal dieses oder jenes Management-Tool oder IT-Tool in ein Unternehmen einzuf&#252;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gibt es ein durchgehendes Thema, das Ihre Beratungsarbeit durchzieht und das immer wieder angefragt wird?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, und zwar, den unterschiedlichen F&#252;hrungsebenen und allen Mitarbeitern deutlich zu machen, dass sie ein pr&#228;gender Teil der Organisation sind. Mir geht es darum, f&#252;r alle erlebbar zu machen, dass sie einen gro&#223;en Teil ihres Lebens an diesem Ort verbringen und ihn folglich nach ihren Wertvorstellungen gestalten k&#246;nnen &#8211; und auch sollten. Es geht darum, das Unternehmen als ein komplexes, wertegebundenes &#214;kosystem lebendig werden zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unternehmen bestimmen heute wie kaum eine andere soziale Organisationsform unsere Gesellschaft, obwohl sie historisch noch erstaunlich jung sind. Trotzdem haben sich Unternehmen mit Blick auf ihre Produkte, Gr&#246;&#223;e, Rechtsformen und auch ihr Selbstverst&#228;ndnis sehr unterschiedlich entwickelt. Vielen Menschen f&#228;llt es daher heute schwer zu sagen, was das verbindende Band zwischen den zahllosen Unternehmensvarianten eigentlich ist. Was verbindet all diese unterschiedlichen Konstrukte aus Ihrer Sicht noch?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich erlebe diese Unterschiede gar nicht so drastisch. Alle Unternehmen verbindet, dass sie hierarchisch gedacht sind &#8211; auch wenn bei einem Unternehmen Schuhe und beim anderen Autos herauskommen. Wenn man von einer zu gro&#223;en Heterogenit&#228;t unternehmerischer Organisationsformen ausginge, w&#252;rden die ganzen Managementkonzepte auch gar nicht unternehmens&#252;bergreifend funktionieren. Die Struktur der allermeisten Unternehmen ist also standardisiert. Das k&#246;nnen wir sogar an uns selbst ablesen: Jeder wei&#223;, was ein &#8222;Chef &#8220; oder ein &#8222;CEO&#8220; ist. Deren Rolle ist je nach Unternehmen zwar unterschiedlich definiert, aber letztlich sind das nur Nuancen. Und weil die Unternehmen hierarchisch strukturiert sind, h&#228;ngt es stark von der F&#252;hrungsspitze, also dem Inhaber oder dem Vorstand ab, ob es ein gutes Unternehmen ist. Denn nur von ihnen kann eine gewisse Ethik oder ein Verst&#228;ndnis der guten Unternehmensf&#252;hrung ausgehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das deckt sich mit unserer Erfahrung, dass die F&#252;hrungskr&#228;fte die obersten Kulturverantwortlichen eines Unternehmens sind. Allerdings ergibt sich hieraus auch ein Spannungsfeld, wenn man bedenkt, dass hierarchische Formen der Unternehmensf&#252;hrung immer mehr infrage gestellt werden &#8211; sowohl durch die Mitarbeiter als auch durch die Geschwindigkeit, mit der sich M&#228;rkte und Gesch&#228;ftsmodelle ver&#228;ndern. Wie gehen wir mit dieser Infragestellung am besten um?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich glaube tats&#228;chlich, dass starre Hierarchie-Modelle &#252;berholt sind. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir auf diese Weise eine hohe Produktivit&#228;t geschaffen, und solange vor allem Informationen geb&#252;ndelt und verwertet werden mussten, war das hierarchische Modell auch angemessen. Heute hingegen, da Informationen immer und &#252;berall verf&#252;gbar sind und zunehmend von Maschinen verwertet werden, funktioniert das Hierarchiemodell immer weniger &#8211; und es l&#228;sst sich gegen&#252;ber den Mitarbeitenden auch immer weniger legitimieren. Stattdessen wird es in zukunftsf&#228;higen Unternehmen immer mehr darum gehen, R&#228;ume zu gestalten, in denen sich Intelligenz entfalten kann. Informationen sind dabei eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung mehr. Das Unternehmen muss also ein Erm&#246;glichungsraum sein, in dem Intelligenz sinnstiftend produktiv werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was bedeutet das f&#252;r den Unternehmer oder angestellten Manager?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dieser Einsicht wird sie oder er sich ganz andere Fragen stellen m&#252;ssen. Etwa: Wie schaffen wir es, dass die Mitarbeiter das Unternehmen als Lebenswelt erfahren, zu der sie einen sinnstiftenden Beitrag leisten wollen? Wie lassen sich die Grenzen im Unternehmen so weit verfl&#252;ssigen, dass es sich schnell den neuen Anforderungen anpassen kann, die durch die Echtzeit-Informationen des Internets und ver&#228;nderte Marktbedingungen entstehen? Wie gelingt es mir, mich als Teil des &#214;kosystems Unternehmen zu erleben, zu dem auch ich meinen Beitrag leisten m&#246;chte? Ich bin &#252;berzeugt, dass die Herausforderung eines zukunftsf&#228;higen Unternehmertums darin liegt, sozusagen co-evolution&#228;r bei sich selbst &#8222;im Kopf &#8220; und im Unternehmen Erm&#246;glichungsr&#228;ume zu schaffen, in denen sich Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu mir kommen daher auch nicht die F&#252;hrungsverantwortlichen, die an die Zukunftsf&#228;higkeit starrer Hierarchien glauben, sondern vor allem die &#8222;early adapters&#8220;, also diejenigen, die erkennen, dass &#252;bermorgen nicht mehr weit weg ist. Derzeit treibt sehr viele F&#252;hrungskr&#228;fte die Frage um, was die &#8222;Fabrik 4.0&#8220; eigentlich f&#252;r das Management bedeutet. Im Moment wissen wir nur zwei Dinge: Die Internationalisierung wird bleiben, und die Digitalisierung wird zunehmen &#8211; auch das Management-know-how betreffend. Denn das Ziel dieser Entwicklungen besteht ja letztlich darin, dass eine Fabrik sich selbst steuert. Damit entstehen ganz neue Fragen, denen ich derzeit mit mehreren Gesch&#228;ftsf&#252;hrern nachgehe: Welches Rollenverst&#228;ndnis wird die F&#252;hrungskraft der Zukunft leiten? Was bedeutet es f&#252;r die Unternehmen, dass neue Menschen mit anderen Wertesystemen hinein kommen? Wie binden wir diese Mitarbeiter mit ihrer Kreativit&#228;t und Intelligenz an das Unternehmen? Brauchen wir noch Hierarchien, und wenn nein: Wie k&#246;nnte ein anderes Organisationsmodell aussehen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;F&#252;r mittelst&#228;ndische Unternehmen, die h&#228;ufig aus einer familiengepr&#228;gten, patriarchalischen Tradition kommen, ist der Abschied von alten Hierarchie-Modellen oft eine besondere Herausforderung. Wie kann ein solcher Weg dennoch gelingen?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hauptproblem auf dem Weg zu einem weniger hierarchischen Unternehmen besteht darin, dass sich Eigent&#252;merunternehmer, aber auch viele angestellte Manager oft zu stark mit ihrer Funktion identifizieren. Wenn dann eine Umstrukturierung und damit eine m&#246;gliche Beschneidung des eigenen Terrains ansteht, wird das f&#252;r sie zu einer Identit&#228;tsfrage &#8211; obwohl es n&#252;chtern betrachtet absolut sinnvoll ist, dass unterschiedliche Bereichsverantwortungen beispielsweise in eine Prozessverantwortung &#252;bergehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Es geht darum, dass wir wegkommen von der Fixierung auf Funktionen, die zu eng am Ego kleben und stattdessen hinkommen zu einem flexiblen Rollenverst&#228;ndnis. Wenn ich dort angekommen bin, kann ich eine Rolle auch mal abgeben und sagen &#8222;Hey, ich hab noch drei oder vier andere Rollen&#8220;, oder ich kann mich fragen: &#8222;Wo gibt es Handlungsbedarf, der mit einer bestimmten Rolle bedient werden m&#252;sste?&#8220; In zukunftsf&#228;higen Organisationen werden Rollen, die keinen Sinn mehr machen, weil sie beispielsweise digitalisiert wurden, selbstverst&#228;ndlich aufgegeben. So werden auch neue Rollen geschaffen, die es fr&#252;her nicht gab. Ich rede daher ganz bewusst nicht von &#8222;Stellen&#8220;, sondern von viel fluider gedachten Rollen und Verantwortungsfeldern. Das ist ein Riesenschritt, und er hat zwangsl&#228;ufig auch ein neues Organisationsverst&#228;ndnis zur Folge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Kultur, die in einem Unternehmen herrscht, zeigt sich bei aufmerksamer Beobachtung erstaunlich schnell: durch die Art, wie Vorgesetzte mit Mitarbeitern umgehen, wie Kollegen einander begegnen, durch die kleinen Begegnungen und Gesten der Menschen. Wie &#8222;ermitteln&#8220; Sie die Kultur eines Unternehmens?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich mache keine Analysen, sondern laufe einfach durch. Ich schaue etwa, wie transparent die Menschen mit Zahlen umgehen oder setze mich ins Management Meeting, um zu sehen, wie hier geredet wird, welche Begrifflichkeiten und Metaphern benutzt werden. Reden die F&#252;hrungskr&#228;fte eher im milit&#228;rischen Jargon wie etwa &#8222;Wir m&#252;ssen unsere Stellung am Markt verteidigen&#8220;? Anschlie&#223;end schreibe ich ein Diskussionspapier, auf dem ich zusammentrage, was ich wahrgenommen habe. Das schicke ich den Verantwortlichen, und dar&#252;ber kommen wir in den Dialog. Aus diesem Kern entwickelt sich die Dramaturgie der Zusammenarbeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sind alle in dieser Weise ansprechbar, oder haben Sie auch schon F&#228;lle erlebt, in denen die Verantwortlichen einen solchen Weg nicht mitgehen wollten?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber klar! Sie m&#252;ssen bedenken: Wovon wir hier reden, hat nichts mit Sozialromantik zu tun. Denn auf diesem Weg werden Menschen mit ihren St&#228;rken und Schw&#228;chen transparent. Und dabei wird schnell klar, wer diesen Weg mitgehen will &#8211; und auch kann. Es ist oft so, dass in diesem Prozess ein Drittel der F&#252;hrungskr&#228;fte geht oder gegangen wird, weil sie mauern oder weiter ihre politischen Spielchen spielen. Das spreche ich bei den Gro&#223;veranstaltungen mit allen Mitarbeitern auch an und sage: &#8222;Ihr habt nun alle die gleiche Chance. Arbeitet an euch und an der Organisation. Ihr seid alle eingeladen, den Weg mit zu gehen. Wer den Weg nicht mitgeht will, der ist frei zu gehen.&#8220; Und dann gibt's auch Aufl&#246;sungsvertr&#228;ge. Aber das ist nichts prinzipiell Schlechtes, sondern Teil eines ehrlichen organischen Prozesses. Denn auch wenn das jetzt provokant klingt: In jedem Organismus gibt es einen Verdauungs- und Ausscheidungstrakt. Kein Organismus ist in der Lage zu funktionieren, wenn er alles h&#228;lt, was in ihn hineinkommt. Er pr&#252;ft immer wieder: Was macht noch Sinn? Was ist noch Teil des Gesamtorganismus? Wer unterst&#252;tzt das Ganze auf gute Weise?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Welchen Stellenwert haben Umsatz-, Gewinn- und Verlustzahlen in diesem Ver&#228;nderungsprozess, der immerhin das Selbstverst&#228;ndnis einer ganzen Organisation und der in ihr wirkenden Menschen betrifft?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zahlen werden bei solch einem Organisationsverst&#228;ndnis lediglich zu einem Anker f&#252;r ehrliche Gespr&#228;che &#8211; und gerade nicht zu unerbittlichen Kennziffern, die kontrolliert und daher allzu oft auch manipuliert werden. So entsteht ein neuer Umgang mit Zahlen. Es wird f&#252;r alle wichtig zu begreifen: Wir tragen gemeinsam Verantwortung. Nicht nur f&#252;r die 2000 Leute, die hier arbeiten, sondern auch f&#252;r die Familien, die hinten dranh&#228;ngen. Und aus dieser Verantwortung heraus machen wir die Zahlen ehrlich transparent. Auch wenn das bedeutet, dass eigene Unzul&#228;nglichkeiten sichtbar werden. Dann muss der Vorstand oder Gesch&#228;ftsf&#252;hrer aber auch umgekehrt seiner Verantwortung nachkommen und den Mitarbeitern beispielsweise Einzelcoaching erm&#246;glichen, damit sie herausfinden k&#246;nnen: Was ist mein Anteil an einem bestimmten Problem, wo kann ich noch besser werden, und was lag einfach nicht in meiner Hand?&lt;br class='autobr' /&gt;
Oder ich biete ein Gruppen-Coaching an. Das ist ein hierarchiefreier Raum, in dem jeder ein aktuelles Thema vorstellt, bei dem sie oder er nicht weiter wei&#223;. Anschlie&#223;end wird gemeinsam entschieden, welches Thema wir uns genauer anschauen. Von dem Moment an ist das Thema nicht mehr &#8222;sein&#8220; oder &#8222;ihr&#8220; Thema, sondern unser gemeinsames Thema, bei dessen L&#246;sung es um Team-Intelligenz geht: Zuerst sammeln wir die Auff&#228;lligkeiten des Problems. Anschlie&#223;end sammeln wir Hypothesen, worum es hier im Kern eigentlich geht, welches &#8222;Schauspiel&#8220; sich hier eigentlich abspielt: Ist es eine Trag&#246;die oder eher eine Kom&#246;die? Was ist die treibende Kraft dahinter? Welche H&#252;rden stehen der L&#246;sung im Weg? Im dritten Schritt entwickeln wir gemeinsam L&#246;sungsszenarien. Es ist wirklich erstaunlich, wie dankbar die betreffende Person, aber auch alle anderen nach diesen eineinhalb Stunden sind und wie ver&#228;ndert alle auseinander gehen. Hinter diesen &#8222;hierarchiefreien Zonen&#8220; steckt die Idee, R&#228;ume zu schaffen, in denen Fragen und Herausforderungen konkret und kollektiv erlebbar werden. Denn gerade &#252;ber Werte wie etwa Vertrauen, Transparenz und Offenheit lernen wir zwar auch aus B&#252;chern, vor allem aber &#252;ber konkrete eigene Erfahrungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie versuchen Sie selbst, solche Einsichten in Ihrer Rolle als Unternehmer umzusetzen? Spiegelt sich etwas hiervon im Gr&#252;nhof&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ja! Zum einen ist der Gr&#252;nhof f&#252;r uns eine hierarchiefreie Zone. Es gibt zwar zwei Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, aber das bedeutet nur, dass die beiden Rollen aus&#252;ben, mit denen sie Verantwortung auf gewissen Feldern &#252;bernehmen. Es bedeutet nichts f&#252;r den allt&#228;glichen Umgang miteinander. Wichtige Fragen werden offen diskutiert, alle relevanten Gesch&#228;ftszahlen sind transparent, es wird mit Methoden und IT-L&#246;sungen gearbeitet, die fluide Strukturen unterst&#252;tzen, und es gibt einen kontinuierlichen Pers&#246;nlichkeitsund Unternehmensentwicklungsprozess. Keiner hier glaubt, dass er oder sie fertig ist oder dass das Unternehmen fertig ist, sondern jeder ist daf&#252;r verantwortlich, sich selbst und das Unternehmen kontinuierlich weiter zu entwickeln.&lt;br class='manualbr' /&gt;Zum anderen sollen bei uns auch die R&#228;umlichkeiten das abbilden, was hier im Idealfall stattfindet &#8211; n&#228;mlich unfertige Exzellenz, ergebnisoffene Prozesse und zugleich Transparenz und Agilit&#228;t. Dieser Ansatz kommt vom Design Thinking, der besagt: Ein Raum muss zu der Art von Intelligenz passen, die in ihm stattfinden soll. Und umgekehrt pr&#228;gt auch der Raum durch seine Einrichtung die Art des Miteinanders, die in ihm entsteht.&lt;br class='manualbr' /&gt;F&#252;r uns ist ein Unternehmen in erster Linie ein Vehikel, um gemeinsam etwas Gutes und Sinnvolles in die Welt zu bringen. Dass mit dem Gr&#252;nhof Geld verdient wird, zeigt nur, dass wir im bestehenden wirtschaftlichen System anschlussf&#228;hig bleiben m&#252;ssen, um weiter zu existieren, aber es ist nicht das Ziel der Unternehmung. Und das ist etwas ganz anderes, als das Unternehmen als eine Art Maschine zu verstehen, die ich optimieren muss, um mit ihr m&#246;glichst hohe Gewinne zu erzielen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenn wir diesem Unternehmensverst&#228;ndnis folgen, dr&#228;ngt sich die Frage auf, was dann einen guten Unternehmer auszeichnet. Wie lautet hier Ihre Antwort?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste und wichtigste Kriterium ist Pr&#228;senz, also zum einen geistige Wachheit und Offenheit f&#252;r Einsichten, Ideen und andere Menschen. Der zweite Aspekt ist das Bed&#252;rfnis, etwas zu machen, also wirksam zu werden in der Welt und in dem Bewusstsein zu leben: Das m&#246;chte ich schaffen. Der dritte Aspekt ist Demut, und zwar als Grundhaltung gegen&#252;ber der ganzen Unternehmung. Damit meine ich aber nicht Selbstunsicherheit, sondern die Haltung: &#8222;Eigentlich wei&#223; ich gar nicht wirklich, wie es funktioniert, aber ich bringe meinen Anteil ein und vertraue darauf, dass es sich gut entwickelt.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Um eine These zu wagen: Gerade f&#252;r F&#252;hrungskr&#228;fte bedeutet &#8222;Demut&#8220; aber auch die Herausforderung, sich selbst als Diener der Organisation zu verstehen und die Grenzen der eigenen Bedeutung wahrzunehmen. Teilen Sie diese Einsch&#228;tzung?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, das sehe ich als ganz zentrales Moment. Auch deswegen, weil die F&#228;higkeit zur Demut gro&#223;en Einfluss auf den ersten Aspekt hat: Wer seine Demut verliert, verliert auch die Pr&#228;senz und Achtsamkeit, die f&#252;r die erfolgreiche Unternehmensf&#252;hrung immer notwendiger ist. Denn Menschen, die wissen, dass sie nicht alles k&#246;nnen, suchen sich gute Leute, die ihre eigenen Schw&#228;chen erg&#228;nzen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Nat&#252;rlich gibt es auch Gegenbeispiele, also von sich selbst endlos &#252;berzeugte, patriarchalische F&#252;hrungskr&#228;fte, die ihr Unternehmen im betriebswirtschaftlichen Sinn erfolgreich f&#252;hren. Aber das funktioniert nur so lange, wie das Gesch&#228;ftsmodell funktioniert, denn der Erfolg beruht nicht auf der Kultur des Unternehmens. Wenn sich dann die M&#228;rkte und Produktanforderungen ver&#228;ndern, geraten diese Firmen schnell in Schwierigkeiten, weil sie nicht die notwendige Ver&#228;nderungsf&#228;higkeit und Ver&#228;nderungsbereitschaft haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zur Demut geh&#246;rt auch die F&#228;higkeit, eigene Fehler einzugestehen. Welche Fehler haben Sie selbst als Unternehmer gemacht, obwohl Sie aus Ihrer Beratungserfahrung vielleicht wussten, dass es der falsche Weg ist?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich mit meinem Bruder die Immobilienfirma gegr&#252;ndet und aufgebaut habe, war es unser Ziel, denkmalgesch&#252;tzte H&#228;user &#246;konomisch wertbest&#228;ndig und &#246;kologisch nachhaltig zu entwickeln. Damit waren wir schnell sehr erfolgreich. Aber genau in dieser anf&#228;nglichen Wachstumsdynamik haben wir uns viel zu wenig Zeit genommen, um an der Unternehmung als ganzer zu arbeiten, anstatt immer nur den neuesten Auftrag zu beackern. Obwohl ich es immer predige, haben wir uns selbst damals keine Struktur auferlegt, um regelm&#228;&#223;ig &#252;ber die Werte und die Entwicklung des Unternehmens nachzudenken. Ich sage jedem, wie wichtig das ist &#8211; und habe mich damals selbst nicht daran gehalten. Andernfalls w&#228;re es zwischen uns sicher besser gelaufen, auch wenn ich meine Anteile fr&#252;her oder sp&#228;ter trotzdem verkauft h&#228;tte.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Haltungsorientierte F&#252;hrung in Krisenzeiten - &#8222;Ich f&#252;hre Dich und mich durch die Krise&#8220;</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/haltungsorientierte-fuhrung-in</link>
		<guid isPermaLink="true">http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/haltungsorientierte-fuhrung-in</guid>
		<dc:date>2016-06-24T07:58:19Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Dr. Regina Hauser</dc:creator>



		<description>
&lt;p&gt;&#8222;Um die Welt zu ruinieren, gen&#252;gt es, wenn jeder seine Pflicht tut&#8220; (Winston Churchill) &lt;br class='autobr' /&gt;
In der Rolle als verantwortliche F&#252;hrungskraft sind wir in einer Krise, die unsere Organisation als Ganzes auf existentielle Art und Weise betrifft, aber auch uns ganz unmittelbar mit unseren eigenen Lebensfragen konfrontiert. &lt;br class='autobr' /&gt;
Wenn wir als verantwortliche Manager souver&#228;n agieren wollen, mit dem Ziel vor Augen, die Organisation und die uns anvertrauten Menschen nachhaltig aus der Krise heraus zu f&#252;hren, (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;Um die Welt zu ruinieren,&lt;br class='autobr' /&gt;
gen&#252;gt es, wenn jeder seine&lt;br class='autobr' /&gt;
Pflicht tut&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
(Winston Churchill)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Rolle als verantwortliche F&#252;hrungskraft sind wir in einer Krise, die unsere Organisation als Ganzes auf existentielle Art und Weise betrifft, aber auch uns ganz unmittelbar mit unseren eigenen Lebensfragen konfrontiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir als verantwortliche Manager souver&#228;n agieren wollen, mit dem Ziel vor Augen, die Organisation und die uns anvertrauten Menschen nachhaltig aus der Krise heraus zu f&#252;hren, dann geht der Weg zwangsl&#228;ufig nach innen und erfordert eine hohe Bewusstheit im Umgang mit sich selbst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die hier vorliegende Selbstreflexion von mir als Managerin im Kontext einer Organisationskrise l&#228;dt dazu ein, den &#228;u&#223;eren Erfolgsfaktoren in der Bew&#228;ltigung von Krisensituationen die inneren Erfolgsfaktoren gegen&#252;ber zu stellen und dabei die drei wesentlichen Ebenen zu betrachten: die eigene Person, das verantwortlich agierende Team des Managements und die Organisation als Ganzes.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Lektion 1&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im Au&#223;en:&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Existenzgef&#228;hrdung der Organisation als Ausl&#246;ser&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Innen:&lt;br class='autobr' /&gt;
Die innere Krise annehmen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im R&#252;ckblick auf den Prozess gibt es einen Zeitpunkt Null, den Zeitpunkt der eigentlichen Intervention, als das scheinbar Unabwendbare zum ersten Mal ausgesprochen wurde. Im vorliegenden Fall ausgel&#246;st durch die drohende Schlie&#223;ung des Standorts &#8211; eine eigentlich bereits beschlossene Sache, es waren nur noch wenige Monate Zeit bis zur offiziellen Verk&#252;ndigung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus meiner pers&#246;nlichen Perspektive und in der Rolle der damals verantwortlichen Personalleiterin kann ich mich noch gut an diesen Zeitpunkt erinnern, und auch an die Frage des Gesch&#228;ftsf&#252;hrers &#8222;Haben Sie Lust, mit mir alles zu versuchen, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen?&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die inneren und &#228;u&#223;eren Welten &#252;berschlagen sich zu diesem Zeitpunkt in mir, ein Gef&#252;hl der Ohnmacht breitet sich aus, und vom ersten Moment an l&#228;sst sich ein Disput beobachten zwischen der mahnenden Stimme des Verstandes und der emotio nalen Ebene, die sich mit Vehemenz offenbart und sich Durchbruch verschaffen will.&lt;br class='autobr' /&gt;
Einerseits appelliert der Verstand an die Verantwortung in der Rolle und aus dieser Perspektive scheint die Entscheidung klar, die Verantwortung anzunehmen. Schlie&#223;lich geht es um Menschenschicksale, um eine gro&#223;e Zahl von Arbeitspl&#228;tzen, die unwiderruflich verloren gehen w&#252;rden und um viele Familien, deren materielle Existenz auf dem Spiel steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Indes, in dieses Gef&#252;hl der klaren Verantwortung mischen sich vehement Ohnmacht und Zweifel. Eine bereits in der Konzernzentrale getroffene Entscheidung, wie viel Sinn macht es da &#252;berhaupt zu k&#228;mpfen, wie kann das gehen, was sollen wir und ich da &#252;berhaupt ausrichten k&#246;nnen? Und es sind &#228;u&#223;erst unangenehme Gedanken an das Endszenario einer Standortschlie&#223;ung in der Rolle als Personalleiterin. Gedanken an die lange Zeit, bis der Schritt vollzogen ist, mit harter, unliebsamer Arbeit, mit Schmerzen, &#196;rger, Trauer und Leid, so habe ich mir die n&#228;chsten Jahre nicht&lt;br class='autobr' /&gt;
vorgestellt, mahnte mich die innere Stimme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Widerstand macht sich breit und auch das verhaftet Sein in der materiellen Welt. Dazu kommt noch eine emotionale Seite. Gerade habe ich mein Arbeitspensum ein wenig reduziert, um mehr Zeit f&#252;r unseren zweij&#228;hrigen Sohn zu haben. Nun soll es wieder zur&#252;ckzustecken hei&#223;en, die eigenen Bed&#252;rfnisse ignorieren, dem Wunsch, sich auch dem Muttersein hinzugeben, zu widersagen? Das macht traurig und hilflos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch ganz am Ende dieses inneren Wirbelsturms gibt es noch eine andere Ebene, dort wo die auten Stimmen, die Gedanken und Emotionen f&#252;r kurze Zeit zum Schweigen kommen, in der Stille, im bei sich selbst Sein, im Ersp&#252;ren, dessen, was wesentlich ist. Es ist so etwas wie ein innerer Ruf, das Gef&#252;hl, dass alles Sinn macht, dass der Platz und die Situation, in der ich mich gerade befinde, genauso f&#252;r mich gemeint sind, mir die Chance offerieren, weiter wesentlich zu werden und meiner Berufung, meiner Aufgabe, die weit mehr ist als Position und Rolle, zu folgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und an diesem inneren Ort vernehme ich ein deutliches Ja! Ein Ja, die Situation so anzunehmen, wie sie sich zeigt, dem Fluss des Lebens zu folgen und dies als eine Lern- und Entwicklungschance zu gestalten &#8211; f&#252;r meinen eigenen Weg und auch f&#252;r die, mit denen gemeinsam ich diesen Prozess gestalte, soweit mir das erlaubt und&lt;br class='autobr' /&gt;
m&#246;glich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies ist eine der ersten pers&#246;nlichen Erfahrungen und eine wesentliche Erkenntnis in dem Prozess: Nur wer selbst die Krise innerlich durchlebt und angenommen hat, kann sie im &#196;u&#223;eren gestalten und die darin verborgenen Chancen zum Leben bringen. So wird auf dem H&#246;hepunkt der inneren Krise ein Wendepunkt erlebbar, der mit einer lebensbejahenden und annehmenden Haltung einhergeht. Ein Moment der Pr&#228;senz in der Gegenwart, in dem sich auch die Angst und alle damit verbundenen Gef&#252;hle aufl&#246;sen und einer gro&#223;en, neuen Lebenskraft Raum geben.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Lektion 2&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im Au&#223;en:&lt;br class='autobr' /&gt;
Der Management-Diskurs als Plattform f&#252;r Begegnung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Innen:&lt;br class='autobr' /&gt;
Sich zeigen, damit der Andere sich erkennen kann&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dem Prozess der Einkehr bei sich selbst, folgte eine intensive Phase der Auseinandersetzung im Kreis der obersten F&#252;hrungsverantwortlichen. Dort, wo Unbestimmtheit und Unsicherheit den Prozess dominieren, liegt auch die Chance verborgen, die besondere Begegnungsqualit&#228;t des Dialogs miteinander zu entwickeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn die F&#228;higkeit, in dieser hoch komplexen, Problem behafteten und scheinbar ausweglosen Situation, L&#246;sungen zu entwickeln, ist vergleichbar mit dem Besuch eines DunkelMuseums. Es braucht eine andere Form der Wahrnehmungsf&#228;higkeit, eine F&#228;higkeit der Wahrnehmung dessen, was sich im Unbewussten und Verborgenen zeigt, ein hohes gegenseitiges Vertrauen, das beim gemeinsamen Gehen entsteht, eine Form der Kommunikation und Begegnung, die weit &#252;ber das hinaus geht, was gewohnte Praxis ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Diskussion als g&#228;ngiges Modell der Kommunikation auf Ebene des Managements, die dazu dient im Abw&#228;gen von Handlungsalternativen zu Entscheidungen zu kommen, greift hier zu kurz. Denn es geht nicht darum, die eigene Sicht der Dinge durchzusetzen und Argumente gegeneinander abzuw&#228;gen, da dies zun&#228;chst gar nicht m&#246;glich ist. Vielmehr lautet die Maxime, die Entwicklung eines m&#246;glichen Zukunftsszenarios als gemeinsamen Entstehungsprozess zu gestalten. Qualit&#228;ten, die aus einer Haltung der Achtsamkeit und des Zuh&#246;rens von innen heraus kommen, einer Haltung, die dem Anderen zugewandt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im wachsenden Vertrauen jenseits der gewohnten Management Routinen wird es m&#246;glich, sich selbst mit dem eigenen, inneren Prozess zu zeigen und sich aufeinander einzulassen. Dieses sich Zeigen ist wesentlich, damit der Andere nicht nur sein Gegen&#252;ber, sondern auch sich selbst klarer sehen und erkennen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Beispiel der Existenzkrise dieser Organisation hat das wesentlich dazu beigetragen, dass neben der Entwicklung inhaltlich neuer Ideen und einer nachhaltigen Strategie zur Bew&#228;ltigung der Krise, eine neue Form des Dialogs entstanden ist. Dieser war das Gef&#228;&#223;, das auch die Entwicklung der zeitlich und individuell unterschiedlichen inneren Prozesse der Einzelnen, zu einem gr&#246;&#223;eren, gemeinsamen Ganzen integriert hat. Ein Prozess, der wiederum dazu beitrug, dass am Ende dieser intensiven Phase der Auseinandersetzung und des Aushandelns alle miteinander auf Augenh&#246;he waren, was bis dahin noch nie gelungen war.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Lektion 3&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im Au&#223;en:&lt;br class='autobr' /&gt;
Commitment aller Beteiligten sicherstellen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Innen:&lt;br class='autobr' /&gt;
Klarheit in sich selbst finden&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Phase, ein echtes Commitment des obersten F&#252;hrungskreises sicherzustellen, war aus meiner Sicht der entscheidende Faktor, um am Ende die Krise abzuwenden und das Fundament zu bauen, auf dem der Standort in Richtung einer nachhaltigen Zukunftsf&#228;higkeit transformiert werden konnte. Daf&#252;r brauchte es sehr viel Raum und Zeit, die unter einer reinen Effizienz- und Ressourcen-Betrachtung, unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig&lt;br class='autobr' /&gt;
scheint, wenn man sie in Bezug zu der f&#252;r den Gesamtprozess zur Verf&#252;gung stehenden Zeit sieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von den ungef&#228;hr sechs Monaten, die blieben, um die Kehrtwende zu schaffen, hat sich das Managementteam etwa zwei Monate mit sich selbst besch&#228;ftigt. Hinzu kommt, dass diese Phase nicht immer effektiv war. Dinge, die in der einen F&#252;hrungsklausur beschlossen wurden, wurden in der n&#228;chsten bereits wieder in Frage gestellt, weil einzelne ins Z&#246;gern oder Zweifeln kamen, neue Fragen aufgeworfen wurden, und die F&#228;higkeit im Team, unter extrem hoher Unsicherheit und mit hohem Risiko zu agieren, noch nicht einge&#252;bt genug war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dar&#252;ber hinaus erforderte der Prozess ein hohes Ma&#223; an pers&#246;nlichem Commitment auf allen Ebenen: ein zeitlich ho- hes Engagement, oft bis in die sp&#228;ten Abendstunden hinein, die Bereitschaft, auch die eigenen inneren Themen, Sorgen, &#196;ngste, Widerst&#228;nde im Team zu besprechen, und auch das Commitment, selbst eigene materielle Zugest&#228;ndnisse zu&lt;br class='autobr' /&gt;
machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier keinerlei Kompromisse zuzulassen, und nach einem langen Teamprozess jeden in Vier-Augen-Gespr&#228;chen abzuholen, war ein kluger und nachhaltig wirksamer Zug des verantwortlichen Gesch&#228;ftsf&#252;hrers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sich das Wort darauf geben zu lassen, den Prozess verantwortlich bis zum Ende mitzugestalten und mitzutragen, und gleichzeitig die M&#246;glichkeit einzur&#228;umen, dies zu &#252;berdenken und zu Beginn des Prozesses, bevor das Team vor die Mitarbeiterschaft trat, noch aussteigen zu k&#246;nnen, hat zur gro&#223;en Klarheit bei jedem Einzelnen und auch beim Team als Ganzes beigetragen. Das Gef&#252;hl nach dieser Phase, sich blind aufeinander verlassen zu k&#246;nnen und in gemeinsamer, gegenseitiger Verantwortung zu agieren, war sehr ausgepr&#228;gt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit war nicht nur ein wesentlicher Baustein f&#252;r den Erfolg gelegt, vielmehr hat dies auch dazu beigetragen, dass in allen weiteren Phasen des Prozesses das Team sehr agil, flexibel und unternehmerisch handeln und entscheiden konnte, was die eigentlichen Erfolgsgr&#246;&#223;en in der Krisenbew&#228;ltigung waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig hat dieser Prozess, der f&#252;r die Mitarbeiter nicht erlebbar war und hinter verschlossenen T&#252;ren stattfand, zu einem hohen Ma&#223; an Glaubw&#252;rdigkeit gef&#252;hrt. Denn in dem Moment, als das Managementteam in einen Dialog mit den Mitarbeitern trat, war die Glaubw&#252;rdigkeit f&#252;r alle sp&#252;rbar und erlebbar, ohne dass dies nochmals explizit betont werden musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verl&#228;sslichkeit des Managements war Ausdruck einer Haltung, die aus dem gemeinsam und individuell Erlebten und Erfahrenen resultierte.&lt;br class='autobr' /&gt;
Diese Glaubw&#252;rdigkeit so uneingeschr&#228;nkt zu erfahren, war aus meiner Sicht der eigentliche Lohn f&#252;r den anstrengenden Prozess zuvor und f&#252;r die Bereitschaft, sich ganz eingelassen zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Lektion 4&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im Au&#223;en:&lt;br class='autobr' /&gt;
Symbolische F&#252;hrung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Innen:&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Kraft der Musterunterbrechung&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der intensiven Zeit eingehender Management-Klausuren und Reflexionen war es ein Meilenstein der besonderen Art, wie wir als F&#252;hrungsteam die erste Kommunikation mit allen Mitarbeitern gestaltet haben. Erst neulich habe ich eine fr&#252;here Kollegin getroffen. Im Gespr&#228;ch sagte sie: &#8222;Wei&#223;t Du, wenn Ihr damals die Informationsveranstaltung nicht genau in der Art und Weise gestaltet h&#228;ttet, ich bin mir sicher, das Ganze w&#228;re nicht so erfolgreich geworden.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Aussage hat mich sehr beeindruckt, und im Nachsp&#252;ren trifft sie auch aus meiner eigenen Perspektive den Kern. In unserem Team war schnell klar, dass wir diese erste Information jenseits der bisher gewohnten Routine gestalten wollten und mussten. Aber wie? Wir waren uns einig darin, dass in dem Moment, in dem wir den Saal betreten w&#252;rden, jeder sp&#252;ren sollte, jetzt ist etwas anders, jetzt bricht eine neue &#196;ra an. Nur wie gelingt es, einen solchen Anspruch umzusetzen? Und was sind im Nachhinein die Stellhebel gewesen, dass dies in der Wahrnehmung der Mitarbeiter tats&#228;chlich so erlebt wurde?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie so oft, w&#252;rden sich wahrscheinlich sehr unterschiedliche Antworten ergeben, w&#252;rde man den betroffenen F&#252;hrungskreis dazu befragen. In der eigenen Analyse gibt es einige Erfolgsfaktoren, die als Empfehlung in jedem Handbuch f&#252;r Kommunikation in Krisenzeiten stehen sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als erster Erfolgsfaktor ist hier vor allem die Pr&#228;senz des gesamten Managementteams zu nennen. Aus der bisherigen Routine regelm&#228;&#223;iger Informationen waren es die Mitarbeiter gewohnt, dass der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer und gegebenenfalls situativ ein oder zwei weitere Experten zu spezifischen Themen auf der B&#252;hne waren. Nun trat unser gesamtes Team geschlossen nebeneinander vor die Mitarbeiter. Ein symbolischer Akt, um das f&#252;r uns in diesem Prozess wichtigste Prinzip von &#8222;We are mutual accountable&#8220; (auf Deutsch etwa: wir stehen f&#252;reinander ein) zum Ausdruck zu bringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit meinten wir, in diesem Prozess ist der Fehler des einen auch der Fehler des anderen und wir sind gegenseitig f&#252;reinander verantwortlich und miteinander f&#252;r das Ergebnis, unabh&#228;ngig davon, wie es ausgeht. In diesem besonderen Moment als wir gemeinsam auf die B&#252;hne traten, h&#228;tte man unter den 1.000 Mitarbeitern eine Stecknadel fallen h&#246;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zweite Erfolgsfaktor liegt in der Ausgestaltung und Form der Kommunikation begr&#252;ndet, die wir gemeinsam entwickelt haben. Dies war ein Entstehungsprozess in st&#228;ndigem inhaltlichem Ringen um die richtige Botschaft, und um die Frage, welcher Inhalt bei den Mitarbeitern welche Resonanz ausl&#246;st. Sofern eine Person aus unserem Team einen Inhalt nicht mittragen konnte, wurde er wieder verworfen, und neu gedacht. Mehrere Wochen und viele Stunden war das F&#252;hrungsteam in diesen Prozess involviert, bis alle das Gef&#252;hl hatten, jetzt passt die Botschaft, der Inhalt, die Einfachheit der Sprache und die Form zu dem, was wir bewirken wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wichtig war es uns dabei vor allem, die Menschen nicht nur in ihrem Kopf, sondern auch in ihrem Herzen zu erreichen, und mit der Informationsveranstaltung den Beginn einer Haltungs&#228;nderung zu bewirken. Am Ende hatte jeder aus dem Team einen Inhalt, den er pr&#228;sentierte, und den er aus seiner Rolle und seiner pers&#246;nlichen Perspektive heraus vertreten wollte. Wir sprachen viel in emotionalen und visuell klaren Bildern, und mit so wenig Worten wie m&#246;glich. In diesem kritischen Prozess war es ein Schl&#252;sselfaktor, dass vor der offiziellen Information kein noch so kleines Ger&#252;cht und keinerlei Anlass f&#252;r eine allgemeine Verunsicherung nach au&#223;en drang. Wir konnten uns aufeinander verlassen, was uns erm&#246;glichte, uns auf den eigenen Prozess zu konzentrieren, und gleichzeitig sicherstellte, dass in der Organisation in der Zwischenzeit mit hoher Effizienz und Qualit&#228;t weiter gearbeitet wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei all diesen Empfehlungen f&#252;r das Handbuch zur Kommunikation in Krisenzeiten ist der entscheidende Erfolgsfaktor noch nicht genannt. Der einzige Faktor, der weder sichtbar noch nachahmbar ist, ist der Prozess, der aus dem Inneren heraus entstand, die Haltung n&#228;mlich, die sp&#252;rbar ist, auch wenn sie sich nicht in Worte fassen l&#228;sst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Haltung des F&#252;hrungsteams und jedes Einzelnen, die aus dem pers&#246;nlichen und gemeinsamen Entwicklungs- und Entstehungsprozesses entsprang, wurde letztlich der entscheidende Faktor f&#252;r nachhaltigen Erfolg. So gelang es, das Vertrauen der Mitarbeiter sowie deren Bereitschaft, die Herausforderungen zur Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft anzunehmen, zu gewinnen. Sie konnten aus der Opferrolle heraustreten und selbst Verantwortung &#252;bernehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Element der Management-Information war es &#252;berdies, Betroffene zu verantwortlich Handelnden zu machen. Dazu wurde ein Bild der Notwasserung auf dem Hudson River gezeigt, bei der es Chesley Sullenberger als Krisenpilot gelungen war, souver&#228;n und ohne einen Verletzten auf dem Fluss zu landen. Die Botschaft war, auch wenn ein guter Ausgang der Situation mit gro&#223;em Risiko verbunden ist, wir als F&#252;hrungsmannschaft sind absolut &#252;berzeugt, dass wir dies gemeinsam schaffen k&#246;nnen. Das Bild war untertitelt mit einem Zitat von Winston Churchill: &#8222;Um die Welt zu ruinieren, gen&#252;gt es, wenn jeder seine Pflicht tut.&#8220; Wir haben weit mehr als die Pflicht jedes Einzelnen verlangt, und auch bekommen. Die Botschaft war angekommen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Lektion 5&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im Au&#223;en:&lt;br class='autobr' /&gt;
Lebendige Kommunikation als Schl&#252;sselinstrument&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Innen:&lt;br class='autobr' /&gt;
N&#228;he herstellen und mit sich in Kontakt bleiben&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies war jedoch nur der Anfang eines gesamthaft langfristig angelegten Kommunikationsprozesses. Der Grundstein war gelegt, nun hie&#223; es unmittelbar zu agieren und am Ball zu bleiben, damit die Kommunikation mit den Mitarbeitern zu einem lebendigen, sich gegenseitig befruchtenden Prozess werden konnte. Den Dialog zu erm&#246;glichen und auch &#252;ber die steinigen und schwierigen Phasen hinweg am Leben zu halten, war die Maxime unseres Handelns. Zun&#228;chst ging es darum zu verstehen, was die Mitarbeiter aus unserer Management-Information mitgenommen hatten, was diese an Gedanken, Gef&#252;hlen und Fragen ausgel&#246;st hatte, welche Befindlichkeiten, &#196;ngste und Sorgen die Mitarbeiter im Nachgang&lt;br class='autobr' /&gt;
besch&#228;ftigten.&lt;br class='autobr' /&gt;
Um darauf angemessen eingehen zu k&#246;nnen und den Prozess im Wettlauf mit der Zeit, mit all der Anspannung, unter der die F&#252;hrungsmannschaft selbst stand, souver&#228;n steuern zu k&#246;nnen, wurde eine neu Form der Kommunikation eingef&#252;hrt. So sind jeweils zwei Mitglieder des F&#252;hrungsteams gemeinsam in die einzelnen Bereiche zu den Mitarbeitern gegangen, um in Kleingruppen eine Vertiefung im Dialog zu gew&#228;hrleisten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ging &#8211; vielleicht f&#252;r viele unbewusst &#8211; auch darum, die Haltung, die in der Erstinformation bereits sp&#252;rbar war, in den Dialog und das Bewusstsein der Mitarbeiter zu bringen. Die Haltung: &#8222;Wir sind da. Wir nehmen die Situation mit allem, was dazu geh&#246;rt, an. Wir stellen uns der Verantwortung f&#252;r unsere Mitarbeiter, unser Unternehmen, und die Familien. Wir f&#252;hren den Prozess und geben unser Bestes, bis entschieden ist, wo die Reise hingeht.&#8220; In Krisenzeiten muss die fehlende &#228;u&#223;ere Sicherheit ersetzt werden durch eine andere Form von Sicherheit: zu wissen und Vertrauen in die F&#252;hrung zu haben, dass ich als Mitarbeiter zum gegebenen Zeitpunkt zu den wichtigen Themen informiert werde und in einen wertsch&#228;tzenden&lt;br class='autobr' /&gt;
Dialog eingebunden bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Vertrauen, das auf dieser Grundlage entstand, gab den Mitarbeitern Raum, sich zu &#246;ffnen und sich in der eigenen Verletzlichkeit und Angreifbarkeit zu zeigen, mit allen Widerst&#228;nden, &#196;ngsten und N&#246;ten. Den Dialog mit den Mitarbeitern im F&#252;hrungs-Tandem zu f&#252;hren, war Ausdruck f&#252;r das in diesem Prozess zentrale Prinzip, sich gegenseitig verantwortlich zu f&#252;hlen. Auch war damit der Vorteil verbunden, dass die jeweils f&#252;r den Bereich verantwortliche F&#252;hrungskraft einen Sparringspartner an der Seite hatte, der aus einer anderen Rolle heraus agierte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit etwas mehr Distanz zu den Mitarbeitern als die eigene F&#252;hrungskraft, konnte er den Prozess unterst&#252;tzen, indem er eigene Sichtweisen erg&#228;nzte, einen Perspektivwechsel erm&#246;glichte und zu neuen Fragen anregte. Das Element des Feedbacks, als weiteren unverzichtbaren Teil lebendiger Kommunikation, spielte in diesem Prozess eine wesentliche Rolle. So geben sich die im Tandem agierenden F&#252;hrungskr&#228;fte gegenseitig Feedback, um ihr eigenes Selbstbild &#252;berpr&#252;fen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;N&#228;he herzustellen, war nicht nur im Kontakt mit den Mitarbeitern ein Schl&#252;sselelement. Die Zusammenarbeit mit allen wichtigen Stakeholdern, war ein weiterer kritischer Erfolgsfaktor im Prozess. Dies gilt insbesondere f&#252;r die Kooperation mit den Mitarbeitervertretern. Diese im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenh&#246;he zu gestalten mit hoher gegenseitiger Wertsch&#228;tzung und im Respekt der unterschiedlichen Rollen, war entscheidend f&#252;r einen weitestgehend reibungslosen Verlauf und eine nachhaltige Akzeptanz der Ergebnisse, die zwangsl&#228;ufig zu Einschr&#228;nkungen f&#252;r alle f&#252;hrten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Verst&#228;ndnis und die Haltung, in gemeinsamer Verantwortung f&#252;r das Unternehmen zu handeln und dennoch der Unterschiedlichkeit der Perspektiven Raum zu geben, waren tragende S&#228;ulen des Erfolgs.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Lektion 6&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im Au&#223;en:&lt;br class='autobr' /&gt;
Orientierung und Verl&#228;sslichkeit als Rollenvorbild geben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Innen:&lt;br class='autobr' /&gt;
Von den Anderen nicht mehr erwarten, als ich selbst zu geben bereit bin&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oft werden Krisen, die f&#252;r Unternehmen existentieller Natur sind, in einem Ungleichgewicht letztlich zu Lasten der Mitarbeiter ausgetragen. Entscheidungen, die vom Management zur Krisenbew&#228;ltigung getroffen werden, klammern die Managementebene von vorneherein aus. Unabh&#228;ngig davon, ob dies personelle Entscheidungen sind oder ob es um finanzielle Einschnitte geht, die Entscheider sehen sich oft selbst nicht als Teil des Problems.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ungleichheit, die damit das Macht- und Entscheidungsgef&#252;ge in der betroffenen Organisation systemisch untermauert, f&#252;hrt &#8211; sei es bewusst oder unbewusst &#8211; zu einer Aufteilung in Opfer- und T&#228;terrollen. Ein Prinzip, das der Bew&#228;ltigung einer Krise in gegenseitiger Verantwortung und Wertsch&#228;tzung, nicht entsprechen kann. Auch wenn die Misserfolgsfaktoren oft woanders gesucht werden, sind dies meist dem System immanente Fehler, die dann oft auch zum Scheitern im Krisenmanagement f&#252;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;hrung selbst als kritische Variable im Krisenprozess zu betrachten, die nicht nur den Ver&#228;nderungsprozess steuert und verantwortet, sondern sich selbst auch einer grundlegenden Ver&#228;nderung der &#228;u&#223;eren Rahmenbedingungen und des inneren Prozesses stellen muss, ist ein unabdingbarer Teil der Erfolgsgeschichte und sicher auch zugleich der anspruchsvollste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es erfordert Disziplin, sich als F&#252;hrungsteam neben der allt&#228;glichen Routine, regelm&#228;&#223;ige Auszeiten zu organisieren, um das eigene Denken und Handeln gemeinsam zu reflektieren, sich gegenseitig in der Wahrnehmung des eigenen Verhaltens zu spiegeln und die bevorstehenden Ma&#223;nahmen und Initiativen miteinander immer wieder kritisch unter die Lupe zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Referenzfall war es f&#252;r uns eine logische Konsequenz, aus dem gemeinsamen Prozess und der daraus gewonnenen Haltung, nur Dinge entscheiden und vertreten zu k&#246;nnen, die wir in der Konsequenz auch auf uns selbst anwendeten. Dies hat zu einer hohen Glaubw&#252;rdigkeit beigetragen, so dass wir die notwendigen materiellen Einschnitte machen konnten, die letztlich ma&#223;geblich f&#252;r die Zukunftsf&#228;higkeit der Organisation waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In keinem Fall wurde von den Mitarbeitern in Zweifel ge- zogen, dass wir hier uneingeschr&#228;nkt unseren Worten Taten folgen lie&#223;en und als Vorbild agierten. Dies war so etwas wie ein unausgesprochener, absolut verl&#228;sslicher Ehrenkodex. Die Achtung der Mitarbeiter zu gewinnen, war ein Teil des Erfolgs, die Achtung gegen&#252;ber sich selbst auch in politisch und wirtschaftlich turbulenten Zeiten zu bewahren, der jedoch weitaus h&#246;here Lohn.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Ausblick&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Nachhaltige Zukunftsf&#228;higkeit imAu&#223;en wie im Innen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was bedeutet dieses viel zitierte Schlagwort der Zukunftsf&#228;higkeit in den Augen von mir, die ich selbst Teil eines Prozesses war, in dem Zukunftsf&#228;higkeit nicht das Ziel, sondern vielmehr die Konsequenz aus dem Handeln entlang des Weges war. &#196;hnlich wie eine Organisationskultur nicht direkt beeinflussbar ist, sondern das Ergebnis aus einer Summe von Initiativen darstellt, ist auch die Zukunftsf&#228;higkeit einer Organisation Ausdruck eines lebendigen Prozesses des Miteinanders.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ausgehend von einem gemeinsamen strategischen Entstehungsprozess steht das Fundament einer zukunftsf&#228;higen Organisation auf zwei wesentlichen S&#228;ulen: einem F&#252;hrungsverst&#228;ndnis von gegenseitiger und gemeinsamer Verantwortung sowie einer lebendigen Kommunikation, getragen von einem fundierten Dialog zwischen F&#252;hrungskr&#228;ften und&lt;br class='autobr' /&gt;
Mitarbeitern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Dialog sollte so gestaltet sein, dass er alle Ebenen der Organisation durchdringt und ein Netzwerk entstehen l&#228;sst, das sich nicht in Hierarchien und Funktionen verf&#228;ngt, sondern die unterschiedlichsten Perspektiven in Verbindung zueinander bringt. Um Krisen zu bew&#228;ltigen und im Innen wie im Au&#223;en gest&#228;rkt daraus hervorzugehen, sollte dies die oberste Maxime eines verantwortlich handelnden F&#252;hrungsteams sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Frage, inwieweit eine F&#252;hrungskraft in der Lage ist, ihre Mitarbeiter souver&#228;n durch eine Krise zu f&#252;hren, h&#228;ngt auch wesentlich davon ab, wie sie sich selbst durch die Krise hindurch steuern kann. Dazu braucht es ein hohes Ma&#223; an Bewusstheit sowie die Bereitschaft, den da mit verbundenen eigenen Entwicklungs- und Ver&#228;nderungsprozess anzunehmen. Krisenzeiten verlangen von allen Beteiligten ein &#252;berdurchschnittliches Engagement und die Bereitschaft, sich selbst zur&#252;ckzunehmen und alle Energie auf das gemeinsame Ziel hin auszurichten. F&#252;hrungskr&#228;fte und Mitarbeiter tun gut daran, sich die daf&#252;r notwendigen Kompetenzen bereits in &#8222;ruhigeren&#8220; Zeiten anzueignen. Nur wer nachhaltig und vorausschauend&lt;br class='autobr' /&gt;
die eigene Zukunftsf&#228;higkeit im Auge beh&#228;lt, hat die Voraussetzungen daf&#252;r geschaffen, auch Krisen im umfassenden Sinne gesund zu &#252;berstehen und gest&#228;rkt daraus hervor zu gehen. Dies gilt f&#252;r Personen genauso&lt;br class='autobr' /&gt;
wie f&#252;r Organisationen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Regina Hauser&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;http://www.hauser-one.com&#034; class='spip_url spip_out auto' rel='nofollow external'&gt;www.hauser-one.com&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Zukunftsdialoge - F&#252;hrungskr&#228;fte und Future Fitness</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/zukunftsdialoge</link>
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		<dc:date>2012-05-02T20:11:09Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Beate Schwarz, Ute Thumm</dc:creator>



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&lt;p&gt;Eindr&#252;cke einer Reise zum Thema Zukunftsf&#228;higkeit von Ute Thumm und Beate Schwarz Zukunftsdialoge als Ausgangspunkt f&#252;r unsere Reise &#8222;Wir m&#252;ssen die Zukunft selbst entwickeln, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen&#8220;, so beschrieb schon Joseph Beuys vor mehr als 20 Jahren die gesellschaftliche Herausforderung vor der wir stehen. Doch wie k&#246;nnen wir Zukunft gestalten? Wie k&#246;nnen Unternehmen Zukunftsf&#228;higkeit aufbauen? Wie k&#246;nnen wir als Beraterinnen Menschen und Unternehmen dabei unterst&#252;tzen, (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Eindr&#252;cke einer Reise zum Thema Zukunftsf&#228;higkeit von Ute Thumm und Beate Schwarz&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Zukunftsdialoge als Ausgangspunkt f&#252;r unsere Reise&lt;/i&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
&#8222;Wir m&#252;ssen die Zukunft selbst entwickeln, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen&#8220;, so beschrieb schon Joseph Beuys vor mehr als 20 Jahren die gesellschaftliche Herausforderung vor der wir stehen. Doch wie k&#246;nnen wir Zukunft gestalten? Wie k&#246;nnen Unternehmen Zukunftsf&#228;higkeit aufbauen? Wie k&#246;nnen wir als Beraterinnen Menschen und Unternehmen dabei unterst&#252;tzen, Zukunftsf&#228;higkeit, also Future Fitness, systematisch zu entwickeln? Und wie passt das in ein unternehmerisches Umfeld, in dem Menschen mit ihrem Alltagsgesch&#228;ft mehr als ausgelastet sind?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um zu erkunden, was Menschen und Unternehmen diesbez&#252;glich tun, f&#252;hrten wir in Deutschland und &#214;sterreich mehr als zwanzig Zukunftsdialoge&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb1' class='spip_note' rel='appendix' title='Unsere Gespr&#228;che waren gepr&#228;gt von dem Dialogansatz nach David Bohm und (...)' id='nh1'&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; . Wir sprachen mit unterschiedlichsten Menschen in verantwortungsvollen Positionen aus ganz unterschiedlichen Branchen &#252;ber ihre ganz pers&#246;nliche Zukunftsf&#228;higkeit und wie sich das in ihrer F&#252;hrungsarbeit niederschl&#228;gt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unser erstes Fazit: Wer sich auf einen solchen Dialog einl&#228;sst, hat Zukunftsf&#228;higkeit, Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement auf dem Radar. Wir stellten fest, dass sich fast alle von uns Angesprochenen f&#252;r dieses Thema Zeit nahmen und somit seine Bedeutung kennen. Wir fanden aber auch, dass Zukunftsf&#228;higkeit sehr unterschiedlich gelebt und interpretiert wird. F&#252;r einige ist es eher eine pers&#246;nliche Haltung dem Leben gegen&#252;ber, andere sehen sie mehr als unternehmerische und gesellschaftliche Herausforderung und eine dritte Gruppe verbindet diese Ebenen in ihrem Selbstverst&#228;ndnis sehr bewusst miteinander. &lt;br class='autobr' /&gt;
Insgesamt gab es einen sehr offenen und engagierten Austausch.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Zukunftsf&#228;higkeit &#8211; Was will, was kann sie?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;When memories exceed dreams, the end is near.&#8221; NN&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch was ist mit Zukunftsf&#228;higkeit eigentlich gemeint? Zukunftsf&#228;hige Menschen oszillieren zwischen der Optimierung von Bestehendem und der F&#228;higkeit, Offenheit f&#252;r Neues bei sich und anderen aufzubauen. Um Neues zu kreieren, unterbrechen sie ihre Alltagsroutinen und nutzen kreative, sch&#246;pferische R&#228;ume. Sie l&#246;sen sich von der Idee der generellen Steuer- und Kontrollierbarkeit und entwickeln ein gr&#246;&#223;eres Verst&#228;ndnis f&#252;r die Zusammenh&#228;nge unserer Gesellschaft und deren Systeme. Sie werden nicht m&#252;de, die Gegenwart immer wieder mit einem frischen Blick zu betrachten, weil sie wissen, dass es darum geht, schwache Signale als Vorboten f&#252;r Ver&#228;nderungen zu erkennen und fr&#252;hzeitig f&#252;r Entscheidungen zu nutzen. Ihr Engagement steckt andere an und macht allen Beteiligten Lust auf eine gemeinsame Zukunft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Menschen, die &#8222;future fit&#8220; sind, verf&#252;gen &#252;ber ein Bewusstsein f&#252;r Sinn und Werte und richten sich innerlich klar aus. Wer inneren Halt hat, kommt mit der Unbest&#228;ndigkeit im &#196;u&#223;eren besser klar und kann zu seinem Nichtwissen stehen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Fest steht: Gelingt es Unternehmern, solche Menschen zu finden und diese Mechanismen in ihre Organisationen zu integrieren, ver&#228;ndert sich der Umgang mit Komplexit&#228;t und Geschwindigkeit und es werden neue und andere Formen strategischer Lern-und Leistungsf&#228;higkeit aufgebaut.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Die Dialoge&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wir begannen unsere Dialoge mit der Frage nach wichtigen Meilensteinen und Wendepunkten im bisherigen Werdegang unserer Gespr&#228;chspartner. Hierdurch wollten wir herausfinden, welche pr&#228;genden Erfahrungen zukunftssensibilisierte Menschen in ihrem Leben gemacht haben und welche Lebensphilosophie, welche Grundhaltung daraus entstanden ist. Wie fanden Folgendes:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Inneres Wachstum und Teilhabe am gr&#246;&#223;eren Ganzen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Betrachten zukunftssensibilisierte Menschen ihren eigenen Werdegang, stellen f&#252;r sie st&#228;ndiges Weiterlernen und Eingehen von Risiken unerl&#228;ssliche Mechanismen f&#252;r die eigene Entwicklung dar. &#8222;Man ist zu deutlich mehr f&#228;hig als man selbst glaubt. Ich muss mich in den Dienst einer Sache stellen. Was passiert in der Welt und welche Antwort braucht es von mir in meinem Wirkungsfeld?&#8220; So reflektiert beispielsweise ein Gesch&#228;ftsf&#252;hrer seine bisherige Entwicklung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Risikobereitschaft und die F&#228;higkeit, sich Neuem zuzuwenden&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dar&#252;ber hinaus zeigte sich in vielen Gespr&#228;chen, dass diese Menschen &#252;ber eine hohe F&#228;higkeit verf&#252;gen, sich Neuem und Unbekanntem zuzuwenden. Manche machten ihre Erziehung daf&#252;r verantwortlich, andere hatten diese Begeisterung und Leidenschaft im Laufe des Lebens entwickelt, auch in Verbindung mit der erfolgreichen Bew&#228;ltigung von Krisen und schwierigen Lebenssituationen. &#8222;Wenn etwas im Leben &#252;ber l&#228;ngere Zeit nicht passt, &#228;ndere es. Sei immer wieder bereit, neu zu beginnen.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Das Erkennen der Bed&#252;rfnisse von anderen (Mitarbeitern, Partnern etc.)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Koppelungsf&#228;higkeit und die Sensibilit&#228;t f&#252;r die Bed&#252;rfnisse verschiedener Stakeholder braucht feine Antennen sowie N&#228;he und Wertsch&#228;tzung f&#252;r Menschen. Von uns befragte F&#252;hrungskr&#228;fte leben diese Multiperspektivit&#228;t. &#8222;In den letzten Jahren habe ich viel dazugelernt, zu einer anderen Qualit&#228;t der Kommunikation zu kommen. Die L&#246;sung bei vielen Themen geht h&#228;ufig nur &#252;ber mehr und bessere Begegnungen.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Wie kommt Orientierung im Beruf, wie im Leben &#252;berhaupt zustande?	&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;Die gr&#246;&#223;te Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben &#228;ndern kannst, indem du deine Geisteshaltung &#228;nderst.&#8220; Albert Schweitzer&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir wollten auch herausfinden, welche Einstellungen Menschen pflegen, die sich f&#252;r zukunftsf&#228;hig halten. Hier gab es von verschiedenen Gespr&#228;chspartnern teils &#252;berlappende, teils erg&#228;nzende Aussagen. Folgende Aspekte waren von zentraler Bedeutung:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die innere Verankerung &#8211; Im Kontakt mit sich selbst sein&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier beeindruckte uns ein 70-j&#228;hriger Spezialist f&#252;r Innovation und Gestaltung. Ihm ist es ein Anliegen, sich den gro&#223;en Themen und Fragestellungen unserer Welt zu stellen und dabei doch achtsam im &#8222;Jetzt&#8220; zu bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Grundvertrauen ins Leben&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Vorstand res&#252;mierte dazu: &#8222;Wenn ich so zur&#252;ckblicke, hatte ich nie Zukunftsangst, auch wenn ich nicht sicher war, ob mir ein bestimmter Schritt gelingen w&#252;rde. Im Nachhinein macht alles Sinn und gab es immer Wege, auch wenn sie nicht immer direkt sichtbar waren.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die Vernetztheit des Lebens sehen und die Akzeptanz der Ver&#228;nderung pflegen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein wesentlicher Aspekt von Orientierung ist, sich best&#228;ndig zu trainieren, zukunftsf&#228;hig zu sein. &#8222;Das Leben als Ganzes zu verstehen ist ein Training. Ich trainiere meine Seele, das alles auszuhalten.&#8220; Wir schlie&#223;en daraus die F&#228;higkeit, im Wandlungsdruck beweglich zu bleiben, ohne durch die erlebte Beschleunigung sich selbst zu verlieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Das Aufgeben der Kontrollillusion, ohne die Aufgabe von Zielen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das braucht eine aufgekl&#228;rte Auseinandersetzung mit dem eigenen Wunsch nach Steuerung, Planung und Kontrolle. &#8222;Klarheit und Stabilit&#228;t bekomme ich nur, wenn ich im guten Kontakt mit mir, meiner inneren Quelle bin und nicht verhaftet in W&#252;nschen und Vorstellungen.&#8220; So das Statement eines Gesch&#228;ftsf&#252;hrers. Sich die Freude an den inneren Tiefen zu erhalten beschreibt ein Gespr&#228;chspartner so: &#8222;Da ist richtiger Boden, da kann viel passieren, da werde ich nicht so leicht weggeweht.&#8220; Die dahinterliegende Biografie ist keine Lebensromanze, sondern beschreibt einen weiten Weg, den diese Person gegangen ist und zu dem sie steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Gestaltungswille&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einer der Bankmanager betonte, wie wichtig es ihm ist, aus seinem inneren Selbstverst&#228;ndnis heraus zu handeln und f&#252;r seine Mitarbeiter als Mensch sp&#252;rbar zu sein. &#8222;Wer als F&#252;hrungskraft gestalten will, sollte f&#252;r sich klarhaben, welchen Beitrag er f&#252;r eine Kontrastwelt beitragen m&#246;chte&#8220;, gerade im Bankenbereich ein hochaktuelles Thema.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Ist die Entscheidungsfindung einem Paradigmenwechsel unterworfen?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in einer Verbindung mit dem Ganzen steht.&#8220; J. W. v. Goethe&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die n&#228;chsten von uns gestellten Fragen richteten sich dann in die Zukunft. Dort lie&#223;en wir uns von Claus Otto Scharmers Theory U&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb2' class='spip_note' rel='appendix' title='C.O. Scharmer geht in seinen Forschungen und in seinem Buch &#8222;Theory U. (...)' id='nh2'&gt;2&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; leiten. Kurz gesagt geht er davon aus, dass die Vergangenheit kein ausreichender Ratgeber mehr ist, um Entscheidungen zu treffen. Und er stellt die Frage, wie es gelingen kann, auf Basis der sich &#8222;anbahnenden Zukunft&#8220; nachhaltig gute Entscheidungen zu treffen, um unternehmerisch erfolgreich und f&#252;hrend zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die F&#228;higkeit, g&#228;ngige Konzepte zu hinterfragen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige unserer Gespr&#228;chspartner demonstrierten uns ihre Herangehensweise an wichtige zuk&#252;nftige Entscheidungen vor allem durch das Aufwerfen von Fragen: Ist das wirklich zurzeit ein gro&#223;er Paradigmenwechsel? Und wenn ja, wo sind die Treiber, was sind die gro&#223;en Hebel? Oder ist das, was wir derzeit erleben ein dem Leben implizites Geschehen, ein Entwicklungs- und Evolutionsdruck im menschlichen Bewusstsein, in Form von vielen kleinen und kleinsten Paradigmen? F&#246;rdert das nicht die Zunahme des pers&#246;nlichen Bewusstseins dem Leben gegen&#252;ber? Und wie w&#228;re es, wenn man als Arbeitnehmer, der sich bisher eher als passiver Dienstleister verstand, im Unternehmen zum aktiven Teilhaber wird und seine Lebens- und Entwicklungslust entfalten kann? &lt;br class='autobr' /&gt;
Interessant f&#252;r uns war auch, dass hier oftmals eine enge Verbindung zwischen der eigenen und der gesellschaftlichen Entwicklung hergestellt wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Selbstentwicklung und Teilhabe - Die Verantwortung f&#252;r sich und f&#252;r das Ganze sehen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spannend fanden wir auch die Sicht auf die Gesellschaft: Sie k&#246;nnte in Zukunft nicht mehr der Staat &#8222;da oben&#8220; sein, sondern aus all den Menschen bestehen, die den Staat als Wirkungsfeld sehen und sich einmischen, mitmischen. &#8222;Wir werden oder m&#252;ssen uns durch eigene Anstrengungen der gesamten Aspekte unserer Existenz auf diesem Planeten bewusster werden &#8211; aus eigener Erfahrung, aus eigenem Wissen, nicht aus zweiter Hand.&#8220; F&#252;r unsere Gespr&#228;chspartner bedeutet das, dass pers&#246;nliche Entwicklung zuk&#252;nftig ganz oben auf der Skala der Priorit&#228;ten steht. &#8222;Wenn wir dadurch mehr Sinn f&#252;r unser pers&#246;nliches Leben erfahren, k&#246;nnte das auch der Grundstein sein f&#252;r mehr gelebte und erlebte Verantwortung f&#252;r die Gemeinschaft und unseren Planeten.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Mitarbeiterentwicklung - mit einem neuen Mindset&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Entwicklung der Mitarbeiter stand bei vielen der von uns befragen F&#252;hrungskr&#228;fte weit oben auf der Priorit&#228;tenliste. Aber weniger in Form von klassischen Trainings und Seminaren, sondern mehr in Richtung Rollenflexibilit&#228;t, Perspektivwechsel, Co-Kreation, Umgang mit Extremen, Schwankungen und Unsicherheiten. Wer hier in Haltungsarbeit und geistige Gesundheit investiert, wird im Umgang mit Komplexit&#228;t und Geschwindigkeit klar im Vorteil sein. Eine Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin beschrieb das sehr pragmatisch: &#8222;Wir m&#252;ssen uns anpassen &#8211; dann, wenn sich uns ein Thema stellt. Menschen f&#252;r Herausforderungen zu begeistern, sie aus ihrem Komfortbereich herauszuf&#252;hren ist f&#252;r mich der Schl&#252;ssel f&#252;r k&#252;nftigen Erfolg.&#8220; Und eine Verlagsleiterin meint dazu: &#8222;Mir ist der Beitrag zu einer Debattierkultur und einer guten Diskursf&#228;higkeit wichtig. Es geht mir darum, das Verh&#228;ltnis von Wissen und Bildung voranzutreiben, um unser Land zukunftsf&#228;hig zu machen.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ressourcen- und Energieproduktivit&#228;t treiben den Paradigmenwechsel&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als pr&#228;gende Zukunftsthemen nannten unsere Gespr&#228;chspartner Gesundheit, Spiritualit&#228;t und Gemeinschaft. Sie sind damit in hoher &#220;bereinstimmung mit der Sichtweise des Zukunftsforschers Erik H&#228;ndeler&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb3' class='spip_note' rel='appendix' title='Erik H&#228;ndeler befasst sich seit Langem intensiv mit dem 6. Kondratieff. (...)' id='nh3'&gt;3&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; . &lt;br class='autobr' /&gt;
Auch das Thema Ressourcen- und Energiemanagement ist uns immer wieder in den Dialogen begegnet. Ein Gespr&#228;chspartner, Leiter im Bereich Forschung und Entwicklung, besch&#228;ftigt sich beispielsweise mit der Frage, ob wir es in 100 Jahren geschafft haben werden, Themen wie Bev&#246;lkerungswachstum und Energiemanagement zu l&#246;sen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bedingt durch die beiden Megatrends Demografie und Globalisierung f&#252;hrt in der n&#228;chsten Entwicklungswelle kein Weg an einer enormen Steigerung der Ressourcen- und Energieproduktivit&#228;t vorbei. Allein dieses Thema erfordert ein hohes Ma&#223; an Zusammenwirken von &#214;konomie, &#214;kologie und gesellschaftlichem Engagement.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die Weisheit von vielen nutzen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei all unseren Gespr&#228;chspartner zeigte sich eines: Sie kamen bei diesen gro&#223;en Themen immer wieder auf den Umgang mit den Menschen zur&#252;ck. Will ein Unternehmen f&#252;r die anstehenden Aufgaben L&#246;sungen finden, muss man die Menschen in den Organisationen in anderen Formen als den gewohnten zusammenbringen. Hier fallen Stichworte wie Crowdsourcing - also die Weisheit von Vielen - das Denken in Clustern, der Umgang mit disruptiven Entscheidungen und Dominoeffekten. Die Unternehmer sind sich bewusst, dass sie ihre Mitarbeiter daf&#252;r sensibilisieren m&#252;ssen, sich mit globalen Entwicklungen zu befassen. Sie selbst sind nachdenklich, was &#8222;organisches, ethisch vertretbares Wachstum&#8220; bedeutet.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Umgang mit Nichtwissen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;Sobald du dir traust, sobald wei&#223;t du zu leben.&#8220; J.W. v. Goethe&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie aber kommen Menschen mit diesen enormen Umw&#228;lzungen klar? Was k&#246;nnen Entscheider und Verantwortliche tun, wenn Ihnen Fragen gestellt werden, auf die sie ehrlicherweise gar keine Antwort wissen k&#246;nnen? In Coachings werden solche Situationen als &#8222;Teachable Moments&#8220;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb4' class='spip_note' rel='appendix' title='Wolfgang Looss erl&#228;utert in einigen seiner aktuellen Vortr&#228;ge die Bedeutung (...)' id='nh4'&gt;4&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; definiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Hohe Reflexionsf&#228;higkeit und &#8222;gepflegte&#8220; Sensibilit&#228;t&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei F&#228;higkeiten, die wir bei allen unseren Gespr&#228;chspartnern fanden, waren hohe Reflexionsf&#228;higkeit und bewusst gepflegte Sensibilit&#228;t die sie gezielt einsetzen, um Themen voran zu treiben.&lt;br class='autobr' /&gt;
&#8220;Krisen sch&#228;rften die Wahrnehmung meiner Innenwelten und allm&#228;hlich begann ich, die Verbindung zwischen innerer und &#228;u&#223;erer Existenz zu begreifen&#8220; so umschrieb es der Vorstand einer Bank. Er brachte damit seine gesteigerte Sensibilit&#228;t zum Ausdruck, d.h. sich anbahnende Ver&#228;nderungen im Au&#223;en vorbewusst in seinem Inneren zu sp&#252;ren und dem nachzugehen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Andere ziehen sich bewusst zur&#252;ck, wie der Inhaber eines Chemieunternehmens, der zur Reflexion in &#8222;seine&#8220; gro&#223;e Bibliothek geht, die er bereits als Student gerne genutzt hat, und dort auch den &#8222;Wochenputz&#8220; f&#252;r Geist und Seele pflegt. Ein anderer Gespr&#228;chspartner hatte das Bild des Bergsteigers f&#252;r sich gefunden. Wenn ein Bergsteiger im Basislager festsitzt und auf g&#252;nstige Wetterbedingungen f&#252;r die Besteigung eines 8000ers wartet, ist er zum Stillstand und zum Nachdenken verdammt. &#8222;Du kommst da nicht weg. Du musst in dich gehen und zu dir selbst finden, sonst h&#228;ltst du das nicht aus. Denn es n&#252;tzt dir nichts, wenn deine Motivation gr&#246;&#223;er als der Verstand ist.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Seine Kraftquellen kennen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine F&#252;hrungskraft verwendete in diesem Zusammenhang den Begriff der &#8222;Heimat&#8220;. Menschen brauchen pers&#246;nliche Bezugspunkte, Menschen, Abl&#228;ufe, Dinge im Leben, die Stabilit&#228;t geben und an denen sie sich ausrichten k&#246;nnen. F&#252;r ihn stellen die Familie und die Ehefrau dabei einen wichtigen Ruhepol und eine Kraftquelle dar. Da ist aber auch die F&#252;hrungskraft, die zugibt &#8222;Es ist schwierig, Orientierung zu geben, wenn man als Unternehmer harte Entscheidungen treffen und Mitarbeiter entlassen muss. F&#252;r mich war es eine Gratwanderung, mit meiner Angst umzugehen, authentisch zu sein und eine Antwort darauf zu finden, wie viel meiner Befindlichkeit in dieser schwierigen Situation ich wirklich zeigen darf und kann.&#8220; &lt;br class='autobr' /&gt;
Viele der von uns befragten F&#252;hrungskr&#228;fte nutzen solche intuitiven M&#246;glichkeiten der pers&#246;nlichen Reflexion.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Unser Fazit: Zukunftsf&#228;higkeit muss systematisch erarbeitet werden&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;Das Gehirn ist so, wie man es mit Begeisterung benutzt.&#8220; G. H&#252;ther&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was wir als Fazit dieser Dialoge f&#252;r unsere Arbeit mitnehmen ist: Es ist ermutigend zu sehen, wie sich Menschen in F&#252;hrungspositionen mit der Zukunftsf&#228;higkeit besch&#228;ftigen und auch wie sie diese f&#252;r sich zu interpretieren suchen - auf eine individuelle und intuitive Art. &lt;br class='autobr' /&gt;
Was dagegen fast durchg&#228;ngig fehlt, sind M&#246;glichkeiten, sich Zukunftsf&#228;higkeit, also Future Fitness, als Individuum und auch als Organisation systematisch zu erarbeiten und in den Alltag zu integrieren. Hier sehen wir im Coaching wie auch in der Beratung von Teams und Organisationen klare Handlungsfelder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zukunftsf&#228;higkeit im Alltag braucht einen umfassenderen und tiefer gehenden Diskurs, so wie ihn die Theory U und die CERES Roadmap&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb5' class='spip_note' rel='appendix' title='Die CERES-Roadmap for Sustainability stellt f&#252;r Unternehmen einen (...)' id='nh5'&gt;5&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; fordern. &lt;br class='autobr' /&gt;
In Change- und F&#252;hrungsentwicklungen muss die Zukunftsf&#228;higkeit einen festen Platz erhalten und vor allem durchg&#228;ngig mittrainiert und integriert werden.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt; &#8222;Co &#8211;Creation&#8220;&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt; Auf Organisationsebene hei&#223;t das zum Beispiel Anl&#228;sse und R&#228;ume f&#252;r &#252;bergreifendes Denken zu schaffen&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt;um die Weisheit von Vielen zu nutzen, wenn es darum geht mit Schwankungen und Extremen umzugehen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Flexibilit&#228;t und Perspektivwechsel zu trainieren&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Integrales Denken zu entfalten&lt;/li&gt;&lt;li&gt;und daf&#252;r zu sorgen, dass es einen kontinuierlichen Zufluss in den Alltag der Organisation aus diesen &#8222;Denkr&#228;umen&#8220; gibt.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Coachings mit &#8222;Teachable Moments&#8220; verbinden&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Coaching kann sehr hilfreich sein, um sein Handlungs- und Denkrepertoire systematisch zu erweitern und sich so umfassende M&#246;glichkeiten zu schaffen, die pers&#246;nliche Zukunftsf&#228;higkeit zu st&#228;rken. Menschen, die das in Coachings erfahren, sch&#228;tzen diese Form der Unterst&#252;tzung, denn das Intuitive kann durch die gemeinsame Reflexion anders benannt und st&#228;rker genutzt werden. Hier geh&#246;ren beispielsweise dazu:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; das Innehalten bewusst zu &#252;ben, die innere Orientierung zu st&#228;rken wenn das Au&#223;en unklar ist.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich an pers&#246;nlichen Werten und Prinzipien auszurichten&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Erfahrung und Intuition zu nutzen und miteinander zu verbinden&lt;/li&gt;&lt;li&gt; sowie Wachheit und Pr&#228;senz zu f&#246;rdern.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Gutes Coaching verbindet hier die individuelle, nach innen gerichtete Wahrnehmung und das innere Wachstum mit unternehmerischen und gesellschaftlichen Aspekten. Je &#8222;h&#246;her&#8220; jemand in der Verantwortung ist, umso mehr muss diese F&#252;hrungskraft f&#252;r Qualit&#228;tszeiten im Sinne ihrer Leadershipaufgabe sorgen. Wer im Zweiergespr&#228;ch mehr Klarheit zu seinen Themen erreicht, kann Themen neu und offener in sein berufliches Umfeld einbringen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Future Fitness h&#228;ngt von unseren Entscheidungen in der Gegenwart ab&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;In einem falschen Rahmen ist es schwer, sich richtig zu bewegen.&#8220; Angelika Kl&#246;ckner&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Uns ist es ein Anliegen, Menschen und Unternehmen deutlich zu machen, dass wir im Hinblick auf Zukunftsf&#228;higkeit keine Wahl haben. Je eher wir uns der Tatsache bewusst sind, desto fr&#252;her und besser k&#246;nnen wir unsere &#8222;Antennen&#8220; ausrichten - sowohl die pers&#246;nlichen als auch die organisatorischen. Coaching unterst&#252;tzt diesen Prozess, hilft Menschen und Unternehmen, ihren individuellen Weg in die Zukunft zu finden und ihn zu gehen. Zukunftsf&#228;higkeit etabliert sich nicht von allein. Sie braucht gemeinsame Denk- und Handlungsr&#228;ume, in denen die wirkkr&#228;ftigsten Menschen einer Organisation Zukunftsideen gemeinsam ausloten und verproben &#8211; dialogisch, mutig, aufrichtig. Findet Zukunftsf&#228;higkeit keinen Eingang in die t&#228;gliche Praxis, wird sie vom Alltagsgeschehen aufgefressen. &lt;br class='autobr' /&gt;
Unser Handeln heute bestimmt dar&#252;ber, welche Zukunft wir bekommen &#8211; eine, die wir wollen oder eine, die wir nicht wollen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id='nb1'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh1' class='spip_note' title='Anmerkungen 1' rev='appendix'&gt;1&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Unsere Gespr&#228;che waren gepr&#228;gt von dem Dialogansatz nach David Bohm und William Isaacs. Dadurch unterschieden sich die Gespr&#228;che deutlich von Interviews. Dialoge erfordern eine hohe Aufmerksamkeit und die F&#228;higkeit, sich pers&#246;nlich auf die Gespr&#228;chspartner einzulassen und sich inspirieren zu lassen vom Gegen&#252;ber und dessen Sicht auf Fragen und Themen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id='nb2'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh2' class='spip_note' title='Anmerkungen 2' rev='appendix'&gt;2&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;C.O. Scharmer geht in seinen Forschungen und in seinem Buch &#8222;Theory U. Leading from the Future as it emerges&#8220; der Spur nach, wie tief greifende Ver&#228;nderung in die Welt kommt &#8211; beim Einzelnen und in der Gesellschaft.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id='nb3'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh3' class='spip_note' title='Anmerkungen 3' rev='appendix'&gt;3&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Erik H&#228;ndeler befasst sich seit Langem intensiv mit dem 6. Kondratieff. Dieser besagt, dass Entwicklung in langen Wellen vor sich geht und wir uns im &#220;bergang zu einer neuen Welle befinden. Diese n&#228;chste Zeitphase wird gepr&#228;gt sein von den Themen Gesundheit, Spiritualit&#228;t und Gemeinschaft.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id='nb4'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh4' class='spip_note' title='Anmerkungen 4' rev='appendix'&gt;4&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Wolfgang Looss erl&#228;utert in einigen seiner aktuellen Vortr&#228;ge die Bedeutung der &#8222;Teachable Moments&#8220; im Coachingprozess von Top-Executives. Teachable Moments sind Momente des Nicht-Wissens, der Ratlosigkeit, des Nicht-Weiterkommens. Also keine angenehme Situation im Leben von m&#228;chtigen, entscheidungs- und erfolgsorientierten Menschen. Aus seiner Sicht ist es bedeutsam, dass man diese Momente nutzt, um mit den Coaching-Klienten erst mal zu schauen, was diese scheinbar ausweglosen Situationen mit diesen Menschen machen, wie sie mit scheinbar unl&#246;sbaren Situationen umgehen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div id='nb5'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh5' class='spip_note' title='Anmerkungen 5' rev='appendix'&gt;5&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Die CERES-Roadmap for Sustainability stellt f&#252;r Unternehmen einen umfassenden Leitfaden dar, der Nachhaltigkeit zu einem essenziellen Bestandteil von Strategie beinhaltet. Diese Roadmap macht anhand von 20 Kriterien greif- und messbar, wie wirtschaftliche, soziale , &#246;konomische und &#246;kologische Faktoren Teil der Performancebetrachtung eines Unternehmens werden k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Erfolgsfaktor 9 &#8211; Selbst die Entwicklung sein! (Teil 2)</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/erfolgsfaktor-9-selbst-die-14</link>
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		<dc:date>2011-12-19T15:54:29Z</dc:date>
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		<dc:creator>Rainer Windisch</dc:creator>



		<description>&lt;p&gt;Was braucht es zur F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit? Es braucht erst einmal die Erkenntnis, dass man auch in der Rolle als Unternehmer seine eigenen, ganz pers&#246;nlichen Muster lebt. Das unternehmerische Umfeld ist nur eine weitere B&#252;hne, auf der diese pers&#246;nlichen Muster (aus-)gelebt werden, wie auch das famili&#228;re Umfeld eine bestimmte B&#252;hne ist sowie die Beziehung zu den eigenen Kindern oder der Frau. Jedes Umfeld h&#228;lt dem Unternehmer unterschiedliche Einladungen vor, welche unterschiedliche Muster in der (...)&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Was braucht es zur F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es braucht erst einmal die Erkenntnis, dass man auch in der Rolle als Unternehmer seine eigenen, ganz pers&#246;nlichen Muster lebt. Das unternehmerische Umfeld ist nur eine weitere B&#252;hne, auf der diese pers&#246;nlichen Muster (aus-)gelebt werden, wie auch das famili&#228;re Umfeld eine bestimmte B&#252;hne ist sowie die Beziehung zu den eigenen Kindern oder der Frau&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb_2A_2A' class='spip_note' rel='appendix' title='Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich (...)' id='nh_2A_2A'&gt;**&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;. Jedes Umfeld h&#228;lt dem Unternehmer unterschiedliche Einladungen vor, welche unterschiedliche Muster in der Pers&#246;nlichkeit aktivieren oder eben nicht aktivieren. Die Erkenntnis muss sein: Ich, als Unternehmer, schaffe mir mit meinen ganz pers&#246;nlichen Mustern, mein ganz pers&#246;nliches Unternehmensumfeld, da es genau zu meinen Mustern passt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soweit so gut: Spannend wird es, wenn dem Unternehmer klar ist, dass er sein Unternehmen weiterentwickeln will und zwar nachhaltig. Noch spannender wird es, wenn dies nicht gelingt bzw. nicht so gelingt, wie beabsichtigt. Dann sollte er sich auf die Suche nach maladaptiven Mustern machen, immer gewahr, dass die als belastend erlebten Situationen das Ergebnis maladaptiver Muster sind. Ist ihm das auch klar, sollte er erst einmal an seinem Erlebensverm&#246;gen arbeiten. All zu oft hat der Unternehmer - durch das viele Funktionieren - eine ganz wichtige Grundkompetenz zur Pers&#246;nlichkeitsentwicklung verlernt, n&#228;mlich die Kompetenz, sensibel das eigene Erleben tats&#228;chlich unvoreingenommen wahrzunehmen. Ganz oft wird nicht beobachtet, sondern in einer irren Geschwindigkeit (weg-)interpretiert. Hier gilt es anzusetzen: Bei dem Willen innezuhalten, in sich hinein zu sp&#252;ren und uninterpretiert zu beobachten. Fortgeschrittene k&#246;nnen diese F&#228;higkeit sp&#228;ter &#228;u&#223;erst wirksam in Besprechungen einsetzen (skillful discussion bei Senge et al. 1995).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit wird zudem konsequent nach Informationen zu eigenen Entwicklungspotenzialen suchen gemeinsam mit ehrlichen Freunden, mit dem ehrlichen Partner und den eigenen Kindern &#8211; letztere sind absolute Experten im Aufsp&#252;ren von blinden Flecken oder Dr&#252;cken von Kn&#246;pfen. Hinter den Flecken und Kn&#246;pfen liegen die Entwicklungspotenziale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sind die ersten Schritte gegangen und ist die Selbsterkenntnis gereift, dass das eigene Unternehmen substantiell nur mit meiner eigenen Entwicklung wachsen kann, gilt es, einen Menschen im Umfeld ausfindig zu machen, der es wirklich ehrlich mit einem meint. Dieser kritisch-wohlwollende Gegen&#252;ber bekommt den Auftrag, dem eigenen &#8222;Unternehmerhirn&#8220; verborgene Muster transparent zu machen. Dieses Transparentmachen gelingt nicht in einem Gespr&#228;ch mit einem guten Freund. Ein intensives Gespr&#228;ch mag ohne Zweifel erhellend und nutzbringend sein. Der Freund wird jedoch nicht die notwendige Distanz und oft auch Professionalit&#228;t besitzen, tats&#228;chlich Irritationen f&#252;r das &#8222;Unternehmerhirn&#8220; zu erzeugen. Ganz zu schweigen davon, dass ein Freund emotional frei genug sein wird, um eine Menge von Selbsterkenntnis f&#246;rdernden Methoden wirkungsvoll anwenden zu k&#246;nnen, welche auf der Basis von einer Unmenge an Erfahrungswerten und auch Theorien entwickelt wurden. Diesen Methoden ist gemeinsam, dass sie ihre tiefgreifende Wirkung nur erzielen, wenn ein selbstreflexiver und selbsttragender Rahmen geschaffen ist. Dazu braucht es Ungest&#246;rtheit, einen gemeinsam erschaffenen Geist der Selbstexploration und eine gesunde Distanz, welche frei von gegenseitigen Verstrickungen ist. Dies ist in einem Freundschaftsverh&#228;ltnis nicht zu erreichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu geh&#246;rt auch eine Regelm&#228;&#223;igkeit der Reflexionstermine und zwar parallel zum Prozess der Unternehmensentwicklung. Denn die Unternehmensentwicklung ist die B&#252;hne auf der die Unternehmer-Muster u.a. zum Tragen kommen und hinsichtlich ihres Beitrags zur Unternehmensentwicklung reflektiert und bewusst gemacht geh&#246;ren. In solch einem Rahmen werden sich durch R&#252;ckspiegelungen (verbaler und nonverbaler Art) Irritationen f&#252;r das &#8222;Unternehmerhirn&#8220; ergeben, welche die Voraussetzung sind, die Unternehmerwelt neuartig und oftmals fruchtbarer zu interpretieren. Es geht letztendlich darum, das System &#8222;Unternehmerhirn&#8220; auf eine h&#246;here Komplexit&#228;tsstufe zu heben, so dass z.B. Widerst&#228;nde nicht nur zwanghaft mit der &#8222;Machtbrille&#8220; interpretiert werden m&#252;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was Sie dann als Unternehmer leisten, ist genau das, was in Ihrem Unternehmen auch geleistet werden sollte: Zu erkennen, welches die &#252;berkommenen &#220;berzeugungen sind, welche wie selbstverst&#228;ndlich akzeptiert werden. Sie leisten das, was Ihr Unternehmen auch leisten sollte, n&#228;mlich selbstkritisch hinzuschauen, wo uminterpretiert wird, um die eigenen Unzul&#228;nglichkeiten nicht zu sehen. Und Sie schaffen es, eigene Selbst&#252;berzeugungen zu hinterfragen und ggf. auszutauschen, so wie es in Ihrem Unternehmen auch gelingen sollte, Selbstverst&#228;ndlichkeiten auch in der Personalbesetzung kritisch zu hinterfragen, herauszufordern, weiter zu entwickeln und im Zweifelsfall zu ersetzen. Sie sind konsequent entwicklungsorientiert im Sinne der Weiterentwicklung als System Mensch und das Gleiche gilt es, parallel mit dem System Unternehmen zu tun &#8211; mit der gleichen Wertsch&#228;tzung, Konsequenz und Freude an substantiellem Fortkommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Wechselspiel sollte nicht defizitorientiert sein. Damit ist nicht gemeint, dass der Unternehmer nicht konsequent und selbstkritisch hinschauen sollte, wie sich die aktuelle Situation darstellt. Die (Be-)Wertung der Beobachtungsmomente ist aber wichtig. Sucht er bei sich oder dem Umfeld nach Schuld, wird er Widerstand erzeugen, im Innen wie im Au&#223;en. Kommt es dennoch zu Entwicklungsbem&#252;hungen, dann eher motiviert durch Anpassung und weniger durch Lust an Weiterentwicklung. Und Anpassung braucht immer Energie, um unter Kontrolle zu bleiben - Lebensenergie, welche gebunden ist durch Ansagen, etwas nicht mehr tun zu d&#252;rfen, weil es die eigene kopflastige &#220;berzeugung vorschreibt, oder der Chef. Diese Entwicklung wird niemals selbsttragend sein, so dass R&#252;ckf&#228;lle im Innen wie im Au&#223;en vorprogrammiert und sehr verst&#228;ndlich sind. Doch was nun, wo doch die meisten von uns seit Kindesbeinen - nicht zuletzt im schulischen Umfeld - vor allem eine Leistung gelernt haben: Anpassungsleistung?!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachhaltige Pers&#246;nlichkeitsentwicklung ist potenzialorientiert. Zu dem unverstellten Blick auf die eigenen Schw&#228;chen gilt es, die eigenen St&#228;rken zu entdecken: Es geht darum zu entdecken, was einem wirklich mitgegeben wurde - pr&#228;ziser: Es geht darum, die eigenen Talente zu entdecken, auch die verborgenen, weg geschobenen, nicht trainierten und dadurch brachliegenden. Es geht darum, die Talente zu entdecken und sie zu St&#228;rken zu entwickeln, indem zu den Talenten Erfahrungswissen gesammelt wird, so dass in der Kombination von Talent und Wissen eine wirkliche St&#228;rke entstehen kann. Es geht darum, zu sich zu stehen und nicht seine Aufmerksamkeit, seine Lebensenergie auf (eingeredete) Erwartungen zu richten. Es geht nicht darum, das leisten zu wollen, was Andere von einem verlangen. Es geht auch nicht um die &#8222;einsame Insel&#8220;. Es geht darum, fair mit sich umzugehen &#8211; n&#228;mlich nicht nur die Fehler und Unzul&#228;nglichkeiten zu sehen, sondern neugierig zu sein, welche Talente einem geschenkt wurden und sich zu erlauben, diese auch zu aktivieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht auch darum zu erkennen, wer in meinem Umfeld ein wirkliches, ehrliches Interesse an mir als Mensch hat. Es geht darum zu erkennen, wo meine sozialen Ressourcen sind: Menschen, die mich ehrlich unterst&#252;tzen wollen in meinem Streben nach Weiterentwicklung; Menschen, die neugierig zuh&#246;ren k&#246;nnen; Menschen, die sich auf mich einlassen k&#246;nnen, die mich befruchten und mir Kraft geben &#8211; dies sind sicher nicht Menschen, welche schnell dabei sind, das Thema an sich zu rei&#223;en, um von sich erz&#228;hlen zu k&#246;nnen; Es sind sicher nicht Menschen, welche &#252;ber Dritte reden anstatt, sich selbst zu zeigen; Es sind sicher nicht Menschen, welche im Kontakt immer das Kalk&#252;l mitlaufen lassen, was der Gegen&#252;ber f&#252;r das eigene Fortkommen bewirken kann &#8211; Es sind Menschen, welche in Kontakt gehen und den Kontakt halten k&#246;nnen, selbst in schwierigen Situationen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um sich der eigenen St&#228;rken gewahr zu werden, nimmt die Unternehmerpers&#246;nlichkeit sich mindestens einmal j&#228;hrlich eine Auszeit nur mit sich selbst. Diese Zeit verbringt sie dann nicht auf dem Fahrrad oder beim Bergwandern &#252;ber hohe P&#228;sse. Sie wird nichts leisten, sondern versuchen, das Funktionieren, das Leisten f&#252;r zwei Tage auszusetzen, um nur sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen &#8211; nicht &#8222;Tun&#8220; sondern &#8222;Sein&#8220;. In diesem Bewusstsein wird sie in sich hineinsp&#252;ren und sich den Fragen z.B. des &#8222;journalings&#8220; (siehe Anhang) stellen. Sie wird in den Dialog mit sich selbst gehen und gespannt sein, was f&#252;r ein Zukunftsbild sich im M&#246;glichkeitsraum (siehe Artikel 3) entwickelt. Das Zukunftsbild ist dann mehr ein Bild, wie der Unternehmer in der Welt sein m&#246;chte, wie er mit der Welt in Beziehung stehen m&#246;chte, was er beitragen m&#246;chte und wie er sich belohnen m&#246;chte. Das Bild wird keine Anh&#228;ufung von materiellen G&#252;tern sein. Dieses Zukunftsbild, gespiegelt an der aktuellen Situation, erzeugt dann die kreative Spannung, welche den Antrieb zu einem selbsttragenden Pers&#246;nlichkeitsentwicklungsprozess liefert (siehe Abb.: Selbststeuernder Regelkreis der Pers&#246;nlichkeitsentwicklung).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur Klarheit &#252;ber die aktuelle eigene Situation und die intrinsische Vision erzeugt kreative Spannung!!!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_89 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH351/Artikel_9_2_Seite_3_1-0e655.png?1536589308' width='500' height='351' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei einer solchen Ann&#228;herung an empfundene Defizite, stellt sich nicht nur der Impuls nach Verteidigung, Scham oder Schuld ein; bei solch einem Herangehen, stellt sich nach diesen (nat&#252;rlichen) Widerstandssymptomen Dankbarkeit ein, &#252;berhaupt auf diese Defizite aufmerksam geworden zu sein - denn: Wenn die Defizite dem &#8222;Unternehmerhirn&#8220; nicht aufgefallen w&#228;ren, w&#252;rden diese Defizit noch Jahre und Jahrzehnte daf&#252;r sorgen, dass Beziehungen, Kontakt und Wirksamkeit nicht gelingen und der Unternehmer immer wieder die gleichen - oft schmerzhaften - Situationen erleben darf, ohne zu verstehen, was da eigentliche wirklich vorgeht. Das Sch&#246;ne an den eigenen maladaptiven Mustern ist n&#228;mlich, dass sie einem treu bleiben &#8211; mindestens ein ganzes Leben lang. Sie geben einem immer wieder die M&#246;glichkeit zu wachsen, wenn sie auftauchen. Werden sie nicht angenommen, dann verschwinden sie wieder. Nicht weil sie gel&#246;st sind, sondern weil der Unternehmer die Umgebung, die Beziehung ge&#228;ndert hat, so dass die Einladungen nicht mehr vorhanden sind &#8211; bis zum n&#228;chsten Mal. Bei solch einem Herangehen, werden scheinbare Defizit zu willkommenen Wegweisern, welche einem den Weg zu weiterer Reife und Wirksamkeit aufzeigen &#8211; man muss sie nur erkennen und an sich herankommen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Bem&#252;hen ist eingebettet in die Lebenswelt als Unternehmer. Es ist in diesem Kontext erforderlich, dass sich der Unternehmer immer wieder fragt, was sein Beitrag f&#252;r die aktuelle Entwicklungsphase seines Unternehmens ist. Und es ist auch erforderlich, dass der Unternehmer mit der gleichen Konsequenz immer wieder diese Frage an die Entscheider stellt &#8222;Welchen Beitrag muss unser Unternehmen bei der aktuellen Entwicklung des Marktumfelds leisten?&#8220;. H&#246;rt der Unternehmer auf, diese Frage konsequent zu stellen, wird er selbstgef&#228;llig, sodass dann mit ihm auch das Unternehmen unweigerlich beginnen wird, Selbstgef&#228;lligkeit zu atmen &#8211; Der Grund, weshalb Erfolge im heute, oftmals die Probleme von morgen generieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten sind getragen: Getragen durch die Lust an substantieller Weiterentwicklung. F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten sind auch getragen durch Vertrauen: Durch das Vertrauen in die eigene Kompetenz und in die Kompetenz des Gegen&#252;ber, selbst in schwierigsten Situationen die richtige Schl&#252;sselfrage zu finden. F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten suchen nach Schl&#252;sselfragen, nicht nach der schnellen L&#246;sung. In herausfordernden Situationen liegt die Antwort meist nicht direkt auf der Hand, da sie generiert w&#228;re durch das bestehende Denksystem, welches ja gerade an seine L&#246;sungsgrenzen (Komplexit&#228;tsverarbeitungsgrenzen) kommt. Die schnelle Antwort ist oft ein Weglaufen, ein Wegsehen, ein &#8222;quick fix&#8220; (Senge et al., 1995), welche dann zwar kurzfristige Besserung erzeugt, aber mittel- und langfristig noch negativere Konsequenzen nach sich zieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Herausforderung ist, den oftmals krisenhaften Zwischenzustand auszuhalten und eben nicht gleich nach (schnellen) L&#246;sungen zu suchen. Die Herausforderung ist, die Suche solange aufrecht zu erhalten bis die richtige Schl&#252;sselfrage emergiert durch die Leitfrage &#8211; &#8222;Welches ist die Schl&#252;sselfrage, welche es in dieser Situation wirklich zu beantworten gilt?&#8220;. Das Finden der richtigen Schl&#252;sselfrage geht oftmals einher mit einem &#8222;Aha&#8220;-Erlebnis in dem Sinne, dass das &#8222;Unternehmerhirn&#8220; pl&#246;tzlich versteht: &#8222;Aha, um das geht es also!!!&#8220; &#8211; &#8222;Das gilt es zu lernen!!!&#8220; &#8211; Wissenschaftlicher ausgedr&#252;ckt, geht das Finden von der richtigen Schl&#252;sselfrage mit der positiven Reaktion eines somatischen Markers (Dam&#225;sio, 1994) einher. Dieses &#8222;Aha&#8220;-Erlebnis durchdringt beim Finden auch eine gesamte Gruppe, welche gemeinsam pr&#228;sent ist. Es ist der Gruppe pl&#246;tzlich klar, um was es eigentlich geht. Die Schl&#252;sselfrage fokussiert dann Intelligenz. Von der Schl&#252;sselfrage ausgehend, wird die Suche nach der richtigen L&#246;sung konsequent begonnen, die Wirksamkeit der gefundenen L&#246;sungen kritisch &#252;berpr&#252;ft und bei Bedarf revidiert, bis wirksame Antworten gefunden sind.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Der Unternehmer sollte ein Bild von der gesunden Weiterentwicklung eines Unternehmens haben&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Unternehmensentwicklung ist ein komplexes Unterfangen. In komplexen Situationen helfen Modelle, welche die Komplexit&#228;t reduzieren und Handlungsoptionen aufzeigen. In der Unternehmensentwicklung hat sich das Graves-Modell als sinnvoller Bezugsrahmen bew&#228;hrt (Graves, 2005). Das Modell erlaubt es, die Wertestufe eines Unternehmens zu bestimmen, auf welcher dieses funktioniert (siehe auch Artikel 8; Tabelle: Sinnvolle Schl&#252;sselfragen f&#252;r die Unternehmensentwicklung in Bezug auf die Entwicklungsphase und die Wertestufe).&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_90 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/png/Artikel_9_2_Seite_5_1.png' title='PNG - 30.8 kB' type=&#034;image/png&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L480xH211/Artikel_9_2_Seite_5_1-bc7be-fe833.png?1536589307' width='480' height='211' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-90 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;Zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Keine Wertestufe hat an sich eine h&#246;here Wertigkeit gegen&#252;ber einer anderen. Es ist notwendig, eine h&#246;here Wertestufe anzustreben, wenn sich die Komplexit&#228;t des Umfelds erh&#246;ht hat: Je h&#246;her die Wertestufe, desto h&#246;her deren Potenzial mit komplexeren Umgebungen umzugehen. Da sich allerdings Komplexit&#228;t immer auf weniger komplexen Strukturen aufbaut, sagt das Modell auch, dass h&#246;here Werte auf weniger hohen Werten aufgebaut werden sollten. Auf der Basis von dieser Aussage, erlaubt das Modell es auch zu entscheiden, welche Ans&#228;tze aktuell Sinn machen, eingef&#252;hrt zu werden und welche eben nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Die folgende Abbildung zeigt einen &#220;berblick &#252;ber bekannte Management-Ans&#228;tze zugeordnet zu den entsprechenden Wertestufen.&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;span class='spip_document_87 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH574/Artikel_9_2_Seite_6-807f1.png?1536589309' width='500' height='574' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Ansatz sollte durch die jeweilige Wertestufe getragen werden. Nat&#252;rlich kann man z.B. &#8218;leanmanagement'-Methoden einf&#252;hren und es wird sich eine gewisse Wirkung einstellen. Die Methoden werden aber solange nicht zu einer Selbstverst&#228;ndlichkeit im Unternehmen, solange die Methoden nicht durch das Werteverst&#228;ndnis der Mitarbeiter getragen werden. Die Methoden bed&#252;rfen der Aufsicht und all zu oft auch der Machtaus&#252;bung, damit sie &#252;berhaupt angewandt werden. Sie k&#246;nnen ihre Wirkung nicht voll entfalten, weil immer wieder z.B. vereinbarte Prozesse nicht eingehalten werden oder Machtspielchen gespielt werden anstatt den Wertsch&#246;pfungsprozess kontinuierlich zu verbessern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies ist auch der Grund weshalb viele Matrix-Organisationen auf dem Papier sch&#246;n aussehen, aber im Unternehmensalltag nicht wirklich funktionieren. Als Konzept gut durchdacht, wird die Matrix-Organisation nicht im tagt&#228;glichen Tun gelebt, da die notwendigen Werte im Unternehmen nicht vorhanden sind. Eine Matrix-Organisation bedarf zumindest der Werte-Stufe &#8218;Gemeinschaft' (Dem Wert, dass man zu Teamintelligenz beitragen m&#246;chte und diese auch braucht). Um diese Wertestufe in einem Unternehmen stabil halten zu k&#246;nnen, sollte dieses schon konsequente Kundenorientierung (Wertestufe Leistung), konsequente Prozessorientierung (Wertestufe Ordnung) und konsequente Trennung von Funktion und Person (Wertestufe Macht) atmen. Durch diese Brille betrachtet, ist es kein Wunder, dass kaum eine Matrix-Organisation tats&#228;chlich gelebt wird &#8211; ein sch&#246;nes kognitives Modell, aber leider nicht anwendbar, da meistens zu anspruchsvoll hinsichtlich der ben&#246;tigten Wertestufe. &lt;br class='autobr' /&gt;
Mit dem Verkaufen von richtigen Ans&#228;tzen zur falschen Zeit verdient eine riesige Horde an Unternehmensberatern eine riesige Summe an Geld. Der Unternehmer sollte die richtigen Ans&#228;tze zur richtigen Zeit im Unternehmern einf&#252;hren, d.h. die Ans&#228;tze ins Unternehmen tragen, welche die aktuelle Wertestufe stabilisieren bzw. den Sprung auf die n&#228;chste Wertestufe einl&#228;uten, forcieren und schlie&#223;lich wiederum stabilisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Werden allerdings Ans&#228;tze eingef&#252;hrt, welche einer Wertestufe bed&#252;rfen, die noch nicht im Unternehmen verankert ist, kann die Einf&#252;hrung noch so professionell gestaltet sein und der Ansatz an sich noch so ausgereift sein, es wird mittel- und langfristig verschwendetes Kapital bedeuten, da der Ansatz zwangsl&#228;ufig unterlaufen und damit unwirksam wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Unternehmer, welcher an seiner Pers&#246;nlichkeit arbeitet und die Ans&#228;tze zur Unternehmensentwicklung an der aktuellen Wertestufe seines Unternehmens orientiert, wird die eingesetzten Ressourcen nachhaltig einsetzen. Alle anderen verbrauchen Ressourcen bei allzu oft katastrophal geringer Wirkung &#8211; Schade um das Geld, um die Nerven, die Lebenszeit des Unternehmers und der Mitarbeiter und schade f&#252;r das Unternehmen!!!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;* In Anlehnung an:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Ant&#243;nio R. Dam&#225;sio (1994) Descartes`Irrtum. F&#252;hlen, Denken und das menschliche Gehirn. List.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Clare W. Graves (2005) The never ending quest. Eclet Publishing.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; John P. Kotter (1996) Leading Change. Harvard Business Press.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; C. Otto Scharmer (2009) Theaorie U. Von der Zukunft her f&#252;hren. Persencing als soziale Technik. Carl-Auer.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Peter Senge et al. (1995) The fifth discipline fieldbook. Strategies and tools for building a learning organization. Nickolas Breadly Publishing.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Frederic Vester (2004; S. 157ff.) Die Kunst vernetzt zu denken. Ideen und Werkzeuge f&#252;r einen neuen Umgang mit Komplexit&#228;t. dtv.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Anhang: Awareness&#252;bung von C. Otto Scharmer (In Anlehnung an Ute Thumm; &lt;a href=&#034;http://www.thumm-partner.de&#034; class='spip_url spip_out auto' rel='nofollow external'&gt;http://www.thumm-partner.de&lt;/a&gt;)&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt; &lt;strong&gt;Wichtig: Es Schreiben lassen, d.h. kein bewusstes Nachdenken &#252;ber die Frage, sondern einfach los schreiben und gespannt sein, was aus der &#8222;Feder flie&#223;t&#8220;!!!! &lt;/strong&gt; &lt;/i&gt; &lt;br class='autobr' /&gt;
(ca. 1,5 Minuten pro Frage); Die Fragen sind im Du-Format formuliert, da die Fragen direkt ansprechen sollen.&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Was geht zu Ende? Wo m&#246;chtest du loslassen? Wo stimmen alte Verhaltensmuster nicht mehr? Wo st&#246;&#223;t du an deine Grenzen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Quellen der Frustration: Nur wenn uns etwas wichtig ist, sind wir frustriert. Die Quellen deines Widerstandes: Drei wichtige Quellen (=&gt; die Stimme des Urteilens, Zynismus und Angst) haben gro&#223;e Macht &#252;ber uns, wenn wir sie nicht bemerken. &lt;br class='autobr' /&gt;
Identifiziere 2 Situationen aus den letzten Tagen, wo du zu schnell abgebrochen hast (weil du verurteilt hast, zynisch warst oder Angst aufkam).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Deine wichtigsten Energiequellen: Was liebst du wirklich? Was ber&#252;hrt dich wirklich? Was gibt dir Kraft und Energie? Situationen in deinem Leben, in denen sich dein Herz &#246;ffnet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Gehe in die Vogelperspektive: Versuche dich von oben anzuschauen. Blicke auf das gr&#246;&#223;ere Bild! Was versuchst du in der jetzigen Phase deines beruflichen und privaten Weges eigentlich wirklich zu tun?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Bleibe in der Vogelperspektive und schaue auf den gemeinsamen Weg (nicht auf den eigenen). Versuche dir klar zu machen, auf welchem Weg du mit anderen zusammen bist? Es k&#246;nnte eine Organisation sein oder ein Netzwerk oder eine Gruppe oder eine Bewegung&#8230;&lt;br class='autobr' /&gt;
Was ist es, was wir gemeinsam loslassen m&#252;ssen und was m&#252;ssen wir neu lernen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Stelle dir die letzten wenigen Momente deines Lebens vor, kurz bevor es Zeit ist zu gehen. Schau von diesem Zeitpunkt zur&#252;ck auf dein gesamtes Leben. Was m&#246;chtest du wahrnehmen in diesem Moment? Welchen Fu&#223;abdruck m&#246;chtest du auf dieser Erde hinterlassen haben? Was sollen die Menschen von dir erz&#228;hlen, bzw. an was sollen diese Menschen denken, wenn sie sp&#228;ter an dich denken?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Von diesem Zustand kurz vor deinem Tod, schaue zur&#252;ck auf deine aktuelle Situation, als ob du eine andere Person w&#228;rst. Nun versuche, dieser Person mit deinem gesamten Potenzial zu helfen. Welchen Rat w&#252;rdest du dieser Person geben? F&#252;hle und nehme wahr, was dieser Rat beinhaltet &#8211; und schreibe den Rat auf.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Komm zum Hier und Jetzt zur&#252;ck und schaue nun auf die n&#228;chsten drei Jahre. Wie sieht deine Zukunft aus: pers&#246;nlich, beruflich, gesellschaftlich? Je konkreter desto besser. &lt;br class='autobr' /&gt;
Wenn du dich wirklich 100% entscheiden w&#252;rdest, was sind die alten Dinge, die du loslassen solltest? Die alte H&#252;lle, welche abfallen muss von dir, damit die Dinge, die du gesehen hast, Wirklichkeit werden k&#246;nnen? Was musst du loslassen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Was w&#228;ren die ersten Ideen, um deinen Plan zu verwirklichen, um das Neue in die Welt zu bringen? Beschreibe ein bis zwei Prototypen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wer sind die 5 Menschen in deinem Leben, die dir am meisten helfen k&#246;nnten, diese Sache in die Welt zu bringen? Wer ist das bei dir? Es k&#246;nnten nahestehende Personen sein oder Personen, die du noch gar nicht kennst. Wer sind diese Personen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Wenn du ernst machst mit dem, was du beschrieben hast, was w&#228;re in den n&#228;chsten drei Tagen zu tun? Wen w&#252;rdest du heute noch anrufen oder eine Mail schicken, mit wem w&#252;rdest du eine Verabredung treffen? Was wirst du tun: heute, morgen und &#252;bermorgen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Auch sinnvoll: Nachdem das Emergierte geschrieben ist, setze dich mit einem wohlwollend-kritischen Gegen&#252;ber zusammen und tausche deine Erkenntnisse aus. Der Gegen&#252;ber soll zuh&#246;ren, &lt;strong&gt;einfach nur pr&#228;sent sein&lt;/strong&gt;.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id='nb_2A_2A'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh_2A_2A' class='spip_note' title='Anmerkungen _2A_2A' rev='appendix'&gt;**&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich bitte es so zu verstehen, dass gleicherma&#223;en das weibliche Geschlecht angesprochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Erfolgsfaktor 9 &#8211; Selbst die Entwicklung sein! (Teil 1)</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/erfolgsfaktor-9-selbst-die-entwicklung-sein-teil-1</link>
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		<dc:date>2011-11-22T11:54:12Z</dc:date>
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		<dc:creator>Rainer Windisch</dc:creator>



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&lt;p&gt;Der Unternehmer, der eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens anstrebt, muss sich selbst als wichtiger Teil der Entwicklung betrachten. Auch wenn der Unternehmer &#8222;quer einsteigt&#8220; und ein Selbstverst&#228;ndnis mitbringt, welches auf einer h&#246;heren Wertestufe basiert aus das, welches das Unternehmen aktuell pr&#228;gt, wird der Unternehmer (wenn er wirksam ist) an den Punkt kommen, an dem das Unternehmen die gleiche Wertestufe atmet wie er selbst. Sp&#228;testens ab diesem Zeitpunkt wird der Unternehmer zum (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;
&lt;p&gt;Der Unternehmer&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb_2A_2A' class='spip_note' rel='appendix' title='Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich (...)' id='nh_2A_2A'&gt;**&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, der eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens anstrebt, muss sich selbst als wichtiger Teil der Entwicklung betrachten. Auch wenn der Unternehmer &#8222;quer einsteigt&#8220; und ein Selbstverst&#228;ndnis mitbringt, welches auf einer h&#246;heren Wertestufe basiert aus das, welches das Unternehmen aktuell pr&#228;gt, wird der Unternehmer (wenn er wirksam ist) an den Punkt kommen, an dem das Unternehmen die gleiche Wertestufe atmet wie er selbst. Sp&#228;testens ab diesem Zeitpunkt wird der Unternehmer zum Problem f&#252;r die Weiterentwicklung des Unternehmens, wenn er sein Denken und Handeln nicht konsequent hinterfragt und weiterentwickelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle sind schon etliche Unternehmer gescheitert &#8211; Wieso sollen sie ihr Denken und Handeln kritisch hinterfragen, wo genau dieses Denken und Handeln doch augenscheinlich wirksam und erfolgreich war? Genau diese Frage stellen sich nat&#252;rlich auch Gr&#252;nder, welche ihr Unternehmen doch offensichtlich erfolgreich gemacht haben und nun nicht sehen k&#246;nnen, wieso sie selbst jetzt das Problem f&#252;r die erfolgreiche Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens sein sollen: Die Pr&#228;missen und &#220;berzeugungen, welche ihr Unternehmen erfolgreich gemacht haben, sollen nun &#252;berholt sein?! &#8211; Eine tiefe Einsicht, falls sie gelingt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ist immer getragen vom Willen des Unternehmers zur Weiterentwicklung. Der Unternehmer muss von dem Gedanken beseelt sein, sich selbst und mit ihm sein Unternehmen erfolgreich zu machen. Dauerhafter Erfolg gelingt nur, wenn immer wieder kritisch hinterfragt wird, ob die eigenen Wahrnehmungen und Schl&#252;sse tats&#228;chlich die Umgebung nutzbringend interpretieren lassen, oder ob man nur einer sch&#246;nen, aber gef&#228;hrlichen Selbstgef&#228;lligkeit aufsitzt. Die Selbstgef&#228;lligkeit des Unternehmers (der Unternehmensspitze) ist immer der Grund f&#252;r die Selbstgef&#228;lligkeit, welche sich im Unternehmen ausbreitet. Ein selbstgef&#228;lliger Unternehmer ist die gr&#246;&#223;te Gefahr f&#252;r die Lebendigkeit und Zukunftsf&#228;higkeit eines Unternehmens. Die im ersten Artikel eingef&#252;hrt Graphik von J.P. Kotter (1996) auf den Unternehmer &#252;bertragen, w&#252;rde etwa wie folgt aussehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_78 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH338/Artikel_9_S_2-a5b51.png?1536680714' width='500' height='338' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit Selbstgef&#228;lligkeit ist hier nicht das Selbstbewusstsein gemeint, erfolgreich gewesen zu sein. Mit Selbstgef&#228;lligkeit ist das Verhaften an alten Strukturen und &#220;berzeugungen gemeint - der zwanghafte Versuch, komplexere Probleme mit bew&#228;hrten L&#246;sungsans&#228;tzen zu bew&#228;ltigen. Mit Selbstgef&#228;lligkeit ist die &#220;berzeugung gemeint, dass nicht ich das Problem bin, sondern all die Anderen, welche nicht verstehen (wollen, k&#246;nnen) vorauf es ankommt. Selbstgef&#228;lligkeit ist die Furcht, sich selbst konsequent in Frage zu stellen, ob als Unternehmer oder als Unternehmen. Um diese Fragen nicht stellen zu m&#252;ssen, deutet das &#8222;Unternehmerhirn&#8220; kritische Signale konsequent so um, dass das Selbst als Ursache nicht erkannt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Verzerrungstendenzen werden noch durch das direkte Umfeld befeuert: Aufgrund seiner hierarchischen Macht wird das Umfeld dem Unternehmer gegen&#252;ber n&#228;mlich nicht gerade offen und direkt sein. Das Umfeld wird selbstbezogen politisch r&#252;ckmelden, zumal nicht selten schon einschl&#228;gige, negative Erfahrungen mit dem Unternehmer gemacht wurden, wenn man den Finger in die Wunde legt. So fest verankert wie in manchen Unternehmen die Selbstgef&#228;lligkeit ist, so fest verankert ist diese Selbstgef&#228;lligkeit nicht selten im &#8222;Unternehmerhirn&#8220;, wenn die eigene Wertestufe nicht mehr tr&#228;gt und: So konsequent, wie eindeutige Informationen hinsichtlich des drohenden Misserfolges vom Unternehmen umgedeutet werden, so konsequent blind k&#246;nnen dann Unternehmer hinsichtlich ihrer maladaptiven Bewertungskategorien sein.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Tiefe der Selbstreflexionsf&#228;higkeit als Gradmesser f&#252;r die Tiefe der Unternehmensentwicklung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Als hierarchisches Machtzentrum wird der Unternehmer immer im Rahmen eines Entwicklungsprozesses instrumentalisiert &#8211; als gutes oder als schlechtes Beispiel. Dieser Wirkung muss er sich bewusst sein. Will er als Beispiel f&#252;r konsequente Entwicklung gelten, muss er - f&#252;r das Umfeld sichtbar - seine Annahmen und Denkmuster kritisch hinterfragen (lassen), ob diese dem angestrebten Wertesprung entsprechen. Tut er das nicht, wird die Unternehmensentwicklung nicht die notwendige Tiefe und Nachhaltigkeit erreichen, welche immer beabsichtigt ist und so selten erreicht wird. Die Tiefe der Selbstreflexionsf&#228;higkeit eines Unternehmers korreliert mit der Tiefe der Ver&#228;nderung, welche dieser in einem Unternehmen bewirken kann &#8211; warum ist das so?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die F&#228;higkeit zur tiefen Selbstreflexion setzt ehrliches Hinh&#246;ren voraus. Ehrliches Hinh&#246;ren wiederum erzeugt ein Feld der Wertsch&#228;tzung und des ehrlichen Kontaktes mit dem Gegen&#252;ber. Dieses Feld ist dann Voraussetzung f&#252;r das Schaffen von angstfreien R&#228;umen, in denen alles thematisiert werden kann &#8211; auch tief verankerte Kulturmuster, &#8222;heilige K&#252;he&#8220; und &#252;berkommene L&#246;sungsstrategien. Angstfreie R&#228;ume sind die Voraussetzung, dass Teamintelligenz entsteht, dass ehrlich gemeinsam gedacht wird, dass kritische Themen im Raum kreisen k&#246;nnen, ohne dass sich ein Beteiligter pers&#246;nlich angegriffen f&#252;hlt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angstfreie R&#228;ume sind erforderlich, damit Unterschiedlichkeit bei den Teilnehmern wirklich wertgesch&#228;tzt werden kann und Unterschiedlichkeit auch tats&#228;chlich gesucht wird, um die bestm&#246;gliche L&#246;sung f&#252;r komplexe Probleme im Rahmen der Unternehmensentwicklung zu finden. Doch wie oft sieht die Diskussionskultur in Managementmeetings ganz anders aus! &#8211; Kein wirkliches Zuh&#246;ren, sondern Austausch von Standpunkten; kein wirkliches Mitschwingen mit dem Thema, sondern viel so oft Gefangensein in der eigenen Befindlichkeit, um dann viel Zeit damit zu vertun, die individuelle Sicht zu verteidigen und den Gegen&#252;ber zu widerlegen, anstatt gemeinsam zu denken: Kein Wunder also, dass so viele Unternehmensentwicklungen so wenig nachhaltig, sprich tiefgreifend sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich spreche nicht von der Notwendigkeit einer &#8222;Couch&#8220; oder Psychotherapie. Ich spreche hier von dem klaren Bewusstsein des Unternehmers, dass er Teil des Systems ist und nachhaltige Entwicklung nicht delegieren kann. Ich spreche hier von der notwendigen Bereitschaft, sich selbst mit dem Unternehmen auf den Weg zu machen und nicht der flachen Hoffnung nachzuh&#228;ngen, dass man ein Unternehmen wie ein Produkt formen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Unternehmer ist Teil des Systems. Unternehmensentwicklung kann der Unternehmer nicht an irgendeine Abteilung delegieren und sich selbst au&#223;en vor lassen &#8211; genauer: Er kann die operative Gestaltung des Entwicklungsprozesses delegieren, er muss die strategischen Grundlagen f&#252;r den Entwicklungsprozess mit ausgesuchten &#8218;stakeholdern' des Unternehmens diskutieren und verabschieden, er kann und muss Fachexperten hinzuziehen, um z.B. &#8222;benchmarks&#8220; zu erstellen oder Fachexpertisen einzukaufen. Er kann sich selbst aber nicht au&#223;en vor lassen, wenn es um die Reflexionsf&#228;higkeit und den Entwicklungswillen des Unternehmens geht. Er ist hier Modell und wird mit seiner Reflexionsf&#228;higkeit den Ma&#223;stab setzen, welcher das Unternehmen beseelen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Unternehmer, der wertsch&#228;tzend kritisch mit sich selbst umgehen kann, kann auch wertsch&#228;tzend kritisch mit dem Gegen&#252;ber umgehen. Die Art und Weise, wie der Unternehmer mit kritischen Situationen umgeht, ist der sichtbare Ausdruck, wie er mit sich selbst umgeht. Die Stimme im Au&#223;en, ist die gleiche Stimme, welche der Unternehmer gegen sich selbst richtet. Ist diese Stimme von Bewertungen und Abwertungen durchzogen, ist diese Stimme Distanz schaffend, anstatt einladend und verbindend, dann wird er die gleiche Stimme h&#246;ren, wenn er seinen eigenen Ma&#223;st&#228;ben nicht entspricht, nicht gerichtet auf das Du sondern auf das Ich: Wertend statt wertsch&#228;tzend wird er mit sich ins Gericht gehen, Distanz schaffend zu den eigenen Bed&#252;rfnissen, anstatt genau hinzuh&#246;ren, was ihm im Moment wirklich wichtig ist. Solch eine Person wird zu keiner Pers&#246;nlichkeit, welche den Gegen&#252;ber in seinen Entwicklungsbann ziehen kann. Solch eine Person wird sich verteidigen m&#252;ssen im Au&#223;en wie im Innen, weil so eine Person nicht getragen wird im Au&#223;en wie im Innen, von dem tiefen Vertrauen, dass jegliche Herausforderung nur der Hinweise ist zur Weiterentwicklung und dass diese Herausforderung genau jetzt aufgekommen ist, weil es etwas zu lernen gibt.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Ist Macht wirksam, ist sie geschenkt!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In der Unternehmensentwicklung geht es immer auch um Macht: Um die Macht, &#252;berkommene Strukturen und Prozesse zu eliminieren, um die Macht, Entscheidungen zu treffen zu k&#246;nnen, welche dann von der Organisationen umgesetzt werden. Damit Macht wirksam ist, muss diese von den Organisationsmitgliedern auf den Unternehmer &#252;bertragen werden und der Unternehmer muss Mittel und Weg haben, um Machtentscheidungen in die Organisation zu kommunizieren. Menschen &#252;bertragen allerdings nur dann Macht, wenn sie das Gef&#252;hl haben, dass diese Macht nicht egozentrisch missbraucht wird. Ein turnaround-Manager wird nur soweit erfolgreich sein, wie es ihm gelingt, bei den Mitarbeitern die &#220;berzeugung zu generieren, dass die notwendigen harten Einschnitte im Sinne des Gesamtunternehmens erfolgen. Wenn diese &#220;berzeugung bei den Mitarbeitern vorhanden ist, dann greifen die h&#228;rtesten Ma&#223;nahmen und Umstrukturierungen relativ schnell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gelingt es nicht, diese &#220;berzeugung zu erschaffen, dann k&#246;nnen selbst kleinste Ver&#228;nderungen einen unverh&#228;ltnism&#228;&#223;igen Steuerungsaufwand erforderlich machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bekommen die Mitarbeiter also ein gegenteiliges Gef&#252;hl, dann entziehen sie der Person die geliehene Macht. Dies zeigt sich im Unternehmensalltag durch Passivit&#228;t in unterschiedlichster Ausformung (siehe Passivit&#228;tskonzept). In solchen Situationen greift ein tiefes Grundmuster der Erfolgsgeschichte der Menschheit: Intuitives Sp&#252;ren, ob die geliehene Macht der Gesamtheit dient. Wenn dies nicht der Fall ist, wird erst implizit, dann verschw&#246;rend und schlie&#223;lich aktiv der Machthaber entmachtet. Dieses genetisch verankerte Gesp&#252;r hat seit Jahrtausenden dazu gef&#252;hrt, dass genau jene Gruppen &#252;berlebt haben, welche nicht blind ihrem &#8222;F&#252;hrer&#8220; gefolgt sind, sondern in kritischen Situationen ihre Teamintelligenz genutzt haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Denn in zunehmend komplexeren Umwelten - was ohne Zweifel der Fall war, je mehr die Menschheit sich vernetzte und je weiter die Menschheit in unterschiedlichste Klimazonen vordrang - war die Teamintelligenz der individuellen Intelligenz gegen&#252;ber schon immer &#252;berlegen.&lt;br class='autobr' /&gt; Sobald die F&#252;hrungsspitze selbstgef&#228;llig wurde, d.h. sich nur noch um sich selbst drehte, setzte der Zerfall der Kultur ein, weil das Volk sp&#252;rte, dass man solch einer F&#252;hrung nicht folgen sollte. Das Volk war dann nicht mehr getragen von einer leitenden Idee, von einem tragenden Gedanken und verlief sich in Passivit&#228;t in unterschiedlichster Art und Weise. Diese Passivit&#228;t geht immer vom Kopf aus, ob vom Kopf eines Menschen, vom Kopf einer Gruppe, vom Kopf eines Unternehmens oder vom Kopf einer Kultur, weil der Leitgedanke verloren geht, welcher Intelligenz und Mut fokussiert und verbindet.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_82 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/png/Artikel_9_Seite_5.png' title='Passivit&#228;tskonzept' type=&#034;image/png&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L480xH340/Artikel_9_Seite_5-4a669-31d15.png?1536608627' width='480' height='340' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='crayon document-titre-82 spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Passivit&#228;tskonzept&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-82 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unternehmensentwicklung braucht F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten an der Spitze - keine F&#252;hrungskr&#228;fte&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Menschen haben nach G. H&#252;ther (2008) zwei Grundbed&#252;rfnisse: das Bed&#252;rfnis &#8218;Zu wachsen' und das Bed&#252;rfnis &#8218;Dazu zu geh&#246;ren'. Eine F&#252;hrungskraft, welche nicht wirklich zuh&#246;rt, sondern ihr eigenes Ding macht, wird beim Gegen&#252;ber nicht den Eindruck erzeugen, dass er wachsen kann. Eine F&#252;hrungskraft, welche nicht wirklich pr&#228;sent ist, sondern auf der Basis alter, maladaptiver Muster agiert, wird beim Gegen&#252;ber nicht das Gef&#252;hl erzeugen, als einzigartiges Individuum angenommen zu sein. Sind diese beiden Grundbed&#252;rfnisse nicht befriedigt, wird es zu keiner Entwicklung kommen. Nur im Wechselspiel von Sicherheit und Neugierde entsteht Vorw&#228;rtsbewegung, entsteht der notwendige Mut, Neues und Ungewohntes auszuprobieren, entsteht die intrinsisch motivierte Lust, sich weiter zu entwickeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit wird zuh&#246;ren wollen, weil sie wei&#223;, dass spannende neue Ideen immer in der Schnittmenge zwischen zwei oder mehreren Gehirnen entstehen, wenn diese hochkonzentriert im Moment sind und sich gemeinsam Gedanken machen: Denn bahnbrechenden Ideen entstehen nicht in den Tiefen der eigenen Hirnwindungen, sondern nur im Dialog mit dem Umfeld. Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit wird &#252;ber die ehrliche Wertsch&#228;tzung der Andersartigkeit des Gegen&#252;bers, bei ihm das Gef&#252;hl des &#8218;Dazugeh&#246;rens/ Angenommenwerdens' erzeugen und damit die Basis f&#252;r Offenheit und Ehrlichkeit schaffen. Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit kann offenes und ehrliches Feedback geben, da sie selbst auch mit eignem Feedback offen und wertsch&#228;tzend umgehen kann. Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit ist nicht nett &#8211; eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit ist ehrlich!!!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit wird klar und konsequent kommunizieren, immer mit der Schwingung in der Stimme gepaart, dass es nicht um Zerst&#246;rung oder Abwertung geht, sondern um Wachstum und Weiterentwicklung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Mit diesem Geist wird eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit auch konsequent Menschen um sich versammeln, welche im gemeinsamen Dialog, fachlich wie menschlich, f&#228;hig sein werden, das Unternehmen weiter zu entwickeln. Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit wird keine Kompromisse eingehen, bei sich selbst und bei dem Anderen ehrlich hinschauen, hinh&#246;ren, hinf&#252;hlen und auf dieser Basis, im Sinne der Verantwortung f&#252;r das Gesamtunternehmen auch unangenehme Entscheidungen treffen und verargumentieren k&#246;nnen. Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit wird fair R&#252;ckmeldung geben und Personalentscheidungen treffen, welche der gemeinsamen Sache dienen, immer konzentriert auf den Zweck des Unternehmens und diesem verpflichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8218;Was ist der Sinn meines Lebens?' und &#8218;Was ist meine Aufgabe in der Welt?'. Diese Fragen erm&#246;glicht es der F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit, mit alten Regeln zu brechen und sich neue zu schaffen &#8211; &#8222;Es dreht sich nicht alles nur um mich und ich m&#246;chte einen Beitrag zu etwas Gr&#246;&#223;erem leisten.&#8220; Solch eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit hat ein Gef&#252;hl f&#252;r das System als Ganzes. Sie ist sich bewusst, dass alles mit allem verbunden ist. Diese Fragen versetzen die F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit in die Lage, bestehende Paradigmen zu hinterfragen und neue zu entdecken und zu entwickeln. Solch eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit sucht nach einem bedeutungsvollen Leben und orientiert sich nicht mehr so sehr an materiellen Werten. Sie stellt ihre Aktivit&#228;ten in den Dienst einer h&#246;heren Sache (D. Zohar, 2011). Diese h&#246;here Sache wird bei einer F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit ihren Beitrag an ihrem Unternehmen umfassen und vor allem auch den Beitrag, welchen das Unternehmen selbst in dieser Welt schafft - denn das Unternehmen ist ja das &#8222;Vehikel&#8220; mit dem die F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit Wirkung in dieser Welt erzeugt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;hrungskr&#228;fte hingegen gebrauchen hierarchische Machtmittel, weil sie die geliehene Macht verwirkt bzw. gar nicht erhalten haben. Sie agieren oft hilflos und sind &#252;berrascht, dass wohlgemeinte Ans&#228;tze nicht die erw&#252;nschte Wirkung entfalten, weil sie nur unzul&#228;nglich umgesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;hrungskr&#228;fte werden dann auch oft zu &#8222;Kontrollfreaks&#8220;, weil sie implizit sp&#252;ren, dass ihre Entscheidungen unterlaufen werden, wodurch dann der Impuls entsteht, &#252;ber Kontrolle die Steuerbarkeit des Unternehmens/ der Abteilung im Griff zu behalten. F&#252;hrungskr&#228;fte scharen eine ausgesuchte Menge an &#8222;Gleichtickenden&#8220; um sich. Mit ihnen beklagen sie dann gebetsm&#252;hlenhaft die Unf&#228;higkeit der Anderen, bzw. die Unwilligkeit der Mitarbeiter, Verantwortung zu &#252;bernehmen. F&#252;hrungskr&#228;fte sehen dabei nicht, dass sie selbst das schlechteste Modell f&#252;r Verantwortungs&#252;bernahme sind: Sie haben nicht einmal den Mut, Verantwortung f&#252;r ihre eigene Pers&#246;nlichkeitsentwicklung zu &#252;bernehmen, geschweige denn den Mut mal ehrlich hinzuschauen, um dem eigenen Entwicklungsbedarf auf die Schliche zu kommen. Sie sind daf&#252;r ein exzellentes Modell f&#252;r Selbstgef&#228;lligkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_83 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH244/Artikel_9_Seite_7-fe675.png?1536680715' width='500' height='244' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
F&#252;hrungskraft vs. F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Was braucht es zur F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Siehe: &lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/erfolgsfaktor-9-selbst-die-14' class='spip_in'&gt;Selbst die Entwicklung sein! (Teil 2)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Anlehnung an&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt;Gerald H&#252;ther (2008) Wie man sein Gehirn optimal nutzt &lt;br class='autobr' /&gt;
(CD Kongress in Heidelberg &#8222;Die Kraft von Imaginationen und Visionen&#8220;)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;John P. Kotter (1996) Leading Change. Harvard Business Press.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Danah Zohar (2011) in: Wir &#8211; Menschen im Wandel. Januar 2011; S.18 &#8211; S.19.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id='nb_2A_2A'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh_2A_2A' class='spip_note' title='Anmerkungen _2A_2A' rev='appendix'&gt;**&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich bitte es so zu verstehen, dass gleicherma&#223;en das weibliche Geschlecht angesprochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Erfolgsfaktor 8: Verankerung des Neuen in der Unternehmenskultur</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/erfolgsfaktor-8-verankerung-des-neuen-in-der-unternehmenskultur</link>
		<guid isPermaLink="true">http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/erfolgsfaktor-8-verankerung-des-neuen-in-der-unternehmenskultur</guid>
		<dc:date>2011-07-27T19:58:42Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Rainer Windisch</dc:creator>



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&lt;p&gt;Der Erfolg einer Ver&#228;nderung ist immer nur so stabil, wie er tats&#228;chlich verankert wurde. Ver&#228;nderungen sind erst dann im Unternehmen richtig verankert, wenn sie zu etwas ganz Selbstverst&#228;ndlichem geworden, dem Unternehmensorganismus sozusagen ins Blut gegangen sind. Solange sich neue Verhaltensweisen nicht von sozialen Normen und gemeinsamen Wertvorstellungen abgesichert finden, sind sie bei nachlassendem Ver&#228;nderungsdruck der Gefahr ausgesetzt, verf&#228;lscht oder ver&#228;chtlich gemacht zu werden. (...)&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;
&lt;p&gt;Der Erfolg einer Ver&#228;nderung ist immer nur so stabil, wie er tats&#228;chlich verankert wurde. Ver&#228;nderungen sind erst dann im Unternehmen richtig verankert, wenn sie zu etwas ganz Selbstverst&#228;ndlichem geworden, dem Unternehmensorganismus sozusagen ins Blut gegangen sind. Solange sich neue Verhaltensweisen nicht von sozialen Normen und gemeinsamen Wertvorstellungen abgesichert finden, sind sie bei nachlassendem Ver&#228;nderungsdruck der Gefahr ausgesetzt, verf&#228;lscht oder ver&#228;chtlich gemacht zu werden. Hier ein paar Fragen, welche es zu stellen gilt, wenn der Sprung von der Wertestufe Ordnung auf die Wertestufe Leistung auf Verankerung hin &#252;berpr&#252;ft werden soll:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Wird in Besprechungen auch ohne die urspr&#252;nglichen Repr&#228;sentanten der Unternehmensentwicklung konsequent im Sinne des Kundennutzens argumentiert und entschieden?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Welcher &#8222;Geist&#8220; tritt zu Tage, wenn abends nach zwei, drei Bieren an der Theke gestanden wird? &#8211; Der Geist, welcher Verantwortung bei anderen sucht und auf Regelorientierung basiert oder jener Geist, der sich am Kundennutzen orientiert und Selbstverantwortung annimmt?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Werden ordnungspolitische Modelle selbstverst&#228;ndlich verstanden und leistungsorientierte Modelle ebenso?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Werden aufgrund von Eigeninitiative Regeln auf Kundennutzen hin hinterfragt und optimiert oder wird nur aufgrund von Anweisung dar&#252;ber nachgedacht?&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die Verankerung der Ver&#228;nderung auf dem erzielten Niveau ist der Fokus dieser Phase des Entwicklungsprozesses. Wenn dies gelungen ist, wird der Sprung auf die n&#228;chste Wertestufe von einer tragf&#228;higen Basis aus stattfinden k&#246;nnen: Wenn Strukturen und Prozesse (Wertestufe Ordnung) immer wieder unterlaufen werden durch Machthaber (Wertestufe Macht), braucht man sich nicht aufmachen, Leanmanagement (Wertestufe Leistung) einzuf&#252;hren. Die Entwicklungsbem&#252;hungen werden niemals nachhaltig sein. Statt den Sieg zu verk&#252;nden (siehe Erfolgsfaktor 7) gilt es vielmehr, die neue Welt auf dem erreichten Niveau zu stabilisieren und damit eine solide Grundlage zu schaffen, von der aus der n&#228;chste Komplexit&#228;tssprung, Wachstumssprung, d.h. Wertesprung gelingen kann.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;F&#252;hrung als Modell&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In vielen F&#228;llen behindern die &#252;ber Jahrzehnte gewachsenen Werte eine nachhaltige Stabilisierung auf der neuen Wertestufe. Das ist keine Kritik an den Besch&#228;ftigten oder den F&#252;hrungskr&#228;ften, sondern Ergebnis der Funktionsweise des Unternehmens. Werte werden jedoch ma&#223;geblich durch F&#252;hrungskr&#228;fte gestaltet. Sie sind verantwortlich f&#252;r die Wahrnehmungs-, Anreiz- und Belohnungsmechanismen, sie pr&#228;gen Normen, Zeichen und Symbole. Sie sozialisieren neue Mitarbeiter&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb_2A_2A' class='spip_note' rel='appendix' title='Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich (...)' id='nh_2A_2A'&gt;**&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, &#8222;machen&#8220; sie passend zu der aktuell gelebten Wertestufe oder sorgen daf&#252;r, dass bei Nichtpassung keine Belohnung, keine Bef&#246;rderung erfolgt, d.h. dass sich durch den neuen Mitarbeiter keine Wirkung im Unternehmen entfalten kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So k&#246;nnen noch so viele F&#252;hrungsprinzipien dem neuen Mitarbeiter von der Personalentwicklung vorgestellt werden, noch so viele Handb&#252;cher &#252;bergeben werden, in denen die neue Wertestufe niedergeschrieben ist, wenn der neue Mitarbeiter einmal bei einer Besprechung mit F&#252;hrungskr&#228;ften eine nicht passende (vielleicht zu leistungsorientierte) Bemerkung macht und alle Beteiligten ihn daraufhin irritiert bis erschrocken anschauen, dann wird der neue Mitarbeiter durch diesen Vorfall gepr&#228;gt und nicht durch den Stapel an Papier, in dem die neue Wertestufe beschrieben ist.&lt;br class='autobr' /&gt;
Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und Wirksamkeit eines Entwicklungsprozesses unterstreicht Schein (1985) die Notwendigkeit, dass &#8211; wie er sie nennt - prim&#228;re und sekund&#228;re Mechanismen sich einander erg&#228;nzen m&#252;ssen. Prim&#228;re Mechanismen sind die unabdingbar wichtigen Mechanismen. Prim&#228;re Mechanismen sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Systematische Auswahl und Betonung der Vorg&#228;nge, denen die F&#252;hrung ihre besondere Aufmerksamkeit zuwendet,&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Art der Reaktion bei kritischen Ereignissen und in Krisensituationen,&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Gestaltung des Anreiz-, Bef&#246;rderungs- und Statussystems sowie&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Prinzipien bei der Auswahl neuer Mitarbeiter.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Sekund&#228;re Mechanismen zur Stabilisierung kultureller Werte sind im Wesentlichen formalisierte Regelungen. Zu den sekund&#228;ren Mechanismen sind vor allem zu z&#228;hlen:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Die Organisationsstruktur;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Das Berichtswesen sowie das System festgelegter Richtlinien und Regelungen sowie Satzungen und F&#252;hrungsgrunds&#228;tze;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Niedergeschriebene Rollen, Aufgaben, Abl&#228;ufe;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Neu definierte Vision.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die sekund&#228;ren Mechanismen wirken nur dann, wenn sie in Einklang stehen mit den prim&#228;ren Mechanismen: &#034;... unmittelbar pr&#228;gende Werte manifestieren sich in erster Linie in dem, was die F&#252;hrung vorlebt und demonstriert, nicht in dem, was schriftlich festgehalten oder durch die Gestaltung von Systemen und Regelungen angestrebt wird (Schein, 1985).&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Meta-Steuerung als Top-Managementaufgabe&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Werte sind nur dann nachhaltig verankert, wenn dauerhaft wirksame Lernprozesse in Gang gesetzt werden k&#246;nnen. Das ist mit einem Vorgehen, das Stabilisieren der Werte direkt anstrebt, nicht zu realisieren: Werte k&#246;nnen durch laminierte Leits&#228;tze an den W&#228;nden eines Unternehmens nicht stabilisiert werden. Werte sind direkt nicht stabilisierbar. Werte m&#252;ssen immer und immer wieder ausgehandelt werden: Es muss auf einer Meta-Ebene beobachtet, gedacht, gearbeitet und wieder beobachtet werden. Es m&#252;ssen Prozesse in Gang gesetzt werden, welche jegliche Struktur, jeglichen Prozess, jegliche Besprechung, d.h. jegliche Manifestationen in geschriebener oder kommunikativer Form im Unternehmenskontext dahingehend hinterfragt, welche Werte eben durch diese Manifestation manifest werden. Mit diesem Verst&#228;ndnis gilt es, die prim&#228;ren und sekund&#228;ren Mechanismen hinsichtlich ihrer Passung zu der zu stabilisierenden Unternehmensentwicklung zu hinterfragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soll das Unternehmen z.B. auf der Wertestufe Leistung stabilisiert werden, muss das Management Prozesse in Gang setzen, welche dazu f&#252;hren, dass nach und nach das gesamte Unternehmen seine Aufmerksamkeit auf wertsch&#246;pfungsrelevante Themen lenkt und diese Themen aktiv im Sinne des Kunden angeht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu geh&#246;ren u.a.:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Regelm&#228;&#223;ige Kundenbefragungen;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Erfolgskriterien f&#252;r jedes System (wie Besprechungen, Projekte, Prozesse etc.) definieren und controllen, was erlaubt, die Entwicklung des Wertesystems zu verfolgen. Es sollte Teil des &#8222;normalen&#8220; Controllings sein;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ver&#246;ffentlichung der erfolgskritischen Kennzahlen intern, um Diskussionen und Weiterentwicklungen anzusto&#223;en;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Kompromissloses Streben nach Transparenz &#8211; gerade auch bzgl. weicher Kriterien.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die dadurch entstehende Transparenz muss genutzt werden, um Blindleistungen zu minimieren, wobei im Bewusstsein sein muss, dass Schuldzuweisung Blindleistung ist: Kein Kunde ist gewillt einen Cent daf&#252;r zu bezahlen, dass Manager, Mitarbeiter, Abteilungen etc. Schuldige suchen. Kunden erwarten, dass bei Unzul&#228;nglichkeiten konsequent nach L&#246;sungen gesucht wird und zwar im Sinne des Kunden. Erst wenn solch ein Selbstverst&#228;ndnis im Unternehmen &#8222;atmet&#8220;, ist die Wertestufe Leistung stabilisiert.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Art der Reaktion bei kritischen Ereignissen und in Krisensituationen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Krisensituationen sind immer Stresssituationen, in denen die Selbststeuerung eines Systems versagt und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass auf alte Muster zur&#252;ckgegriffen wird. Krisensituationen sind demnach immer Nagelproben, ob die gewollten Werte verankert sind. Greift eine F&#252;hrungskraft in Krisensituationen auf Macht-Strategien zur&#252;ck, anstatt auf Probleml&#246;sungsprozesse zu vertrauen, ist dies ein deutliches Zeichen f&#252;r das Unternehmen, dass die angestrebte Wertestufe Ordnung nicht verankert ist. Soll die Unternehmensentwicklung auf der Wertestufe Leistung stabilisiert werden, werden aber in Krisensituationen wieder ohne Ende ordnungspolitische Bedenken in endlosen Besprechungen angef&#252;hrt, ohne zu einer gemeinsam getragenen im Sinne des Kunden getroffenen Entscheidung zu kommen, dann &#8222;atmet&#8220; dieses Unternehmen noch ordnungspolitisch und wenig leistungsorientiert. Bei einem R&#252;ckfall gilt es allerdings auch zu bedenken, dass es kaum eine Sucht-Entw&#246;hnung gibt ohne R&#252;ckfall in Krisensituationen. Das Loslassen von alten Mustern hat viel mit Sucht-Entw&#246;hnung zu tun - nicht mit der Sucht nach Drogen, aber mit der Sucht nach vormals bew&#228;hrten L&#246;sungsstrategien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gerade in Krisensituationen gilt es demnach achtsam zu sein. Achtsamkeit ist hier die Heuristik der Wahl. Der erfolgreiche Gesch&#228;ftsf&#252;hrer agiert gerade in Krisensituationen h&#246;chst bewusst und stellt sich die Frage, ob die gew&#228;hlte L&#246;sungsstrategie dem zu stabilisierten Unternehmen entspricht.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_34 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/jpg/Fehler8_Wertestufe.jpg' title='Zusammenhang von Wertestufe und L&#246;sungsstrategie' type=&#034;image/jpeg&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L480xH215/Fehler8_Wertestufe-7f97e-e7d78.jpg?1536609380' width='480' height='215' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='crayon document-titre-34 spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Zusammenhang von Wertestufe und L&#246;sungsstrategie&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-34 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;David J. Snowden und Mary E. Boone (2007) diskutieren in diesem Zusammenhang das Cynefin-Modell. Grundaussage des Ansatzes ist es, dass erst wenn der Komplexit&#228;tsgrad eines kritischen Ereignisses verstanden ist, ist es m&#246;glich, eine ad&#228;quate L&#246;sungsstrategie auszuw&#228;hlen. Zur einfacheren Einsch&#228;tzung des Komplexit&#228;tsgrades unterscheidet das Cynefin-Modell vier Kategorien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_35 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L435xH317/Fehler8_Cynefin-Modell-97408.jpg?1536609380' width='435' height='317' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
Cynefin-Modell nach David J. Snowden &amp; Mary E. Boone (2007)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Cynefin Modell definiert f&#252;nf Komplexit&#228;tsebenen. Die ersten vier Ebenen sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Einfache Rahmenbedingungen, in denen das Verh&#228;ltnis zwischen Ursache und Wirkung f&#252;r alle auf der Hand liegt. Die L&#246;sungsstrategie der Wahl ist: Problem erkennen =&gt; Problem kategorisieren =&gt; bew&#228;hrte L&#246;sung &#8222;abfahren&#8220;. In diese Kategorie fallen Probleme, in denen bei Prozessabweichung die Gegenma&#223;nahmen auf der Hand liegen. Der Manager sollte &#8222;best practice&#8220; einfordern und die L&#246;sungsfindung und &#8211;anwendung dem Mitarbeiter &#252;berlassen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Schwierige Rahmenbedingungen, in denen das Verh&#228;ltnis zwischen Ursache und Wirkung nicht auf der Hand liegt, sondern eine Analyse und Expertenwissen erfordert. Die L&#246;sungsstrategie der Wahl ist: Erkennen des Problems =&gt; Analyse der Reaktionsm&#246;glichkeiten =&gt; Umsetzen der Experten-Empfehlung. &lt;br class='autobr' /&gt;
_&lt;br class='autobr' /&gt;
In diese Kategorie fallen Probleme f&#252;r dessen L&#246;sung eine hohes Ma&#223; an Fachknowhow notwendig ist wie z.B. Produktivit&#228;tsabfall bei einer Maschine. Der Manager sollte nach &#8222;good practice&#8220; streben und Expertenrunden einberufen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Komplexe Rahmenbedingungen , in dem das Verh&#228;ltnis zwischen Ursache und Wirkung nur im R&#252;ckblick empfunden werden kann, aber nicht im Voraus. Die L&#246;sungsstrategie der Wahl ist: Suchbewegung aufsetzen =&gt; Emergierende L&#246;sungen wertsch&#228;tzen =&gt; Ausgew&#228;hlte L&#246;sung umsetzen. Der Manager muss weg von einem &#8222;Command und Control-Styl&#8220;-Management hin zu Kontext-Management (siehe n&#228;chste Tabelle). Er steuert den Kontext nicht die Inhalte.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Chaotische Rahmenbedingungen, in denen es kein Verh&#228;ltnis zwischen Ursache und Wirkung gibt. Die L&#246;sungsstrategie der Wahl ist: Agieren =&gt; Strukturieren =&gt; Managen. In diese Kategorie fallen unvorhergesehene, &#228;u&#223;erst zeitkritische Krisensituationen wie pl&#246;tzliche Angriffe oder schwere Unf&#228;lle. Der Manager muss sofort agieren und versuchen, das Problem in eine der anderen Kategorien zu transferieren, um wieder managen zu k&#246;nnen. Neben der Notwendigkeit sofort zu reagieren sind die Rahmenbedingungen ideal, um grunds&#228;tzliche Ver&#228;nderungen im Unternehmen anzustreben. Das Momentum des Chaos sollte genutzt werden, um wirklich Neues auszuprobieren.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;David J. Snowden und Mary E. Boone beschreiben noch eine weitere Kategorie, die Kategorie Unklarheit. Diese Situation ist dadurch gekennzeichnet, dass es &#228;u&#223;erst schwer f&#228;llt, die Rahmenbedingungen des Problems einer der zuvor definierten vier Kategorien zuzuordnen. Die L&#246;sungsstrategie der Wahl ist, die Situation in einzelne Teilbereiche aufzuteilen und diese dann den vorgeschlagenen vier Kategorien zuzuordnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der &#252;berwiegende Teil an F&#252;hrungskr&#228;ften unterstellt implizit, dass es bei einem kritischen Ereignis eine richtige L&#246;sung gibt. Diese Manager sind bei einfachen und komplizierten Problemstellungen erfolgreich. Sind die Umgebungsfaktoren allerdings komplex bis chaotisch, verf&#252;gen diese Manager &#252;ber keine geeigneten L&#246;sungsstrategien geschweige denn Erfahrungswissen, um solche Rahmenbedingungen souver&#228;n zu managen. Eine umfassende Unternehmensentwicklung ist aber eine komplexe bis chaotische Aufgabe. Bei unprofessionellem Krisenmanagement wird die fehlende &#8222;Unternehmensentwickler-Kompetenz&#8220; auf Managementebene zu massiven Krisen f&#252;hren und damit zu der Gefahr, ungeeignete L&#246;sungsmuster anzuwenden &#8211; das Ergebnis: Ein R&#252;ckfall des Unternehmens auf die alte Wertestufe, d.h. letztendlich ein Verharren des Unternehmens auf jener Komplexit&#228;ts-/ Wertestufe, auf welcher der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer schon immer f&#228;hig war zu managen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wirksame Manager hingegen arbeiten hart an sich selbst, damit sie f&#228;hig werden, ihr eigenes Handeln den unterschiedlichen kritischen Ereignissen und Krisensituationen anzupassen. Sie halten inne und w&#228;hlen gerade in der ersten Phase der scheinbaren Stabilit&#228;t mit Achtsamkeit ihr L&#246;sungshandeln.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_36 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/jpg/Fehler8_Leitfaden.jpg' title='Entscheidungen in unterschiedlichsten Kontexten: Ein Leitfaden f&#252;r Manager (D.J. Snowden &amp;#38; M.E. Boone, 2007)' type=&#034;image/jpeg&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L435xH480/Fehler8_Leitfaden-a30f8-ef394.jpg?1536609380' width='435' height='480' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='crayon document-titre-36 spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Entscheidungen in unterschiedlichsten Kontexten: Ein Leitfaden f&#252;r Manager (D.J. Snowden &amp; M.E. Boone, 2007)&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-36 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken und dann evtl. zoomen
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Gestaltung des Bef&#246;rderungs-, Anreiz- und Statussystems&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Entwicklung der Pers&#246;nlichkeit muss der Rahmen f&#252;r Bef&#246;rderung, Definition von entsprechenden Anreizen und die Ausstattung mit Statussymbolen beim Management sein, soll eine neue Wertestufe nachhaltig stabilisiert werden. Basis einer wirksamen Pers&#246;nlichkeitsentwicklung ist immer eine ehrliche Feedback-Kultur.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit steuert, anstatt zu rudern und erzielt Erfolg durch andere anstatt durch eigenes unreflektiertes, operatives Handeln. Sie zeigt eine hohe Eigenreflexion hinsichtlich der Selbst- und Fremdsteuerungskompetenz und ist gewillt, sich in diesen Lernfeldern weiterzuentwickeln. Regelm&#228;&#223;ige Mitarbeiterbefragungen f&#252;hren zur Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Mitarbeitenden die F&#252;hrung einsch&#228;tzen und f&#246;rdert die Kommunikation zwischen den hierarchischen Ebenen, denn: F&#252;hrung sollte als Dienstleistung am Mitarbeiter verstanden werden, welche einen Rahmen zu schaffen hat, damit der tats&#228;chlich Wertsch&#246;pfende m&#246;glichst seine Talente im Sinne des Kunden einsetzen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wirksame, der angestrebten Wertestufe entsprechende (!), F&#252;hrungskr&#228;ftefortbildung muss mit dem Tenor durchgef&#252;hrt werden, dass Methoden &#8222;nur&#8220; Methoden sind, welche ihre Wirkung erst entfalten, wenn die Methoden auf der Basis der richtigen Einstellung angewendet werden. Kein Wissen &#252;ber eine Methode macht eine wirksame F&#252;hrungspers&#246;nlichkeit aus. Nur das best&#228;ndige, selbstkritische Aneignen von Erfahrungswissen wird eine wirksame Pers&#246;nlichkeit ausbilden. Solche F&#252;hrungspers&#246;nlichkeiten sind dann Modell f&#252;r konsequenten Lern- und Weiterentwicklungswillen. Die Personalentwicklung muss damit an der Unternehmensstrategie ausgerichtet sein, durchg&#228;ngige und abgestimmt PE-Methoden bereitstellen und selbst als Personalentwicklung gewillt sein, ein Modell f&#252;r Kundenorientierung darzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_37 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/jpg/Fehler8_Personalmanagement.jpg' title='Reifegrad Personalmanagement: HCM Consult: Claudia Maurer' type=&#034;image/jpeg&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L480xH302/Fehler8_Personalmanagement-820fe-fd560.jpg?1536609380' width='480' height='302' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='crayon document-titre-37 spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Reifegrad Personalmanagement: HCM Consult: Claudia Maurer&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-37 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Die Personalabteilung gestaltet das Bef&#246;rderungs-, Anreiz- und Statussystem mit und muss deshalb Treiber und kritischer Gesch&#228;ftspartner bei der Wertestabilisierung sein.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Nachwuchsregelung auf der Top-Managementebene und Unternehmensentwicklung als Langfristma&#223;nahme&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Weitertragen der Ver&#228;nderung durch die folgende F&#252;hrungsgeneration muss gesichert sein. Es gilt Vorkehrungen zu treffen, damit die folgende Generation von Top-Managern die neuen Vorgehensweisen und Einstellungen auch wirklich vorlebt und verk&#246;rpert. Eine einzige schlechte Nachfolgeregelung an der Spitze eines Unternehmens kann gef&#228;hrden, was in zehn Jahren harter Arbeit erreicht wurde. Unzul&#228;ngliche Nachfolger k&#246;nnen ins Amt kommen, wenn der Aufsichtsrat nicht voll in die Bestrebungen zur Erneuerung einbezogen war. Wenn der scheidende Chef ein Vork&#228;mpfer der Ver&#228;nderung war, sein Nachfolger diese zwar nicht gerade ablehnt, aber auch nicht besonders bef&#252;rwortet, kann dies verheerende Folgen f&#252;r die Nachhaltigkeit haben. Der scheidende Gesch&#228;ftsf&#252;hrer mag glauben, die erfolgte Entwicklung w&#252;rden Nachfolger nicht mehr r&#252;ckg&#228;ngig machen k&#246;nnen: Dies ist jedoch ein Irrtum!!! Ein neuer Gesch&#228;ftsf&#252;hrer, welcher auf einer niederen Wertestufe agiert, wird dazu f&#252;hren, dass schon nach zwei Jahren in dem Unternehmen die Zeichen verschwinden, an denen der Erneuerungsprozess manifest geworden war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Geist, welcher ein erfolgreiches Ver&#228;nderungsprojekt beseelt hat, wird nie einfach in der Zukunft fortbestehen. Ein Unternehmen steht immer in einer Beziehung zu seiner Umwelt - und: Beziehungen m&#252;ssen aktiv gestaltet und am Leben gehalten werden. Beziehungen leben nicht von sich selbst heraus, dann w&#228;ren sie Muster und nicht mehr lebendig. Es gilt, immer selbstkritisch zu bleiben, selbst wenn ein Unternehmen die Ver&#228;nderung atmet. Es bleibt immer wichtig, sich neuen Ans&#228;tzen zu &#246;ffnen, Ver&#228;nderungen in der Umwelt zu antizipieren und sich entsprechend anzupassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist schwierig, denn das menschliche Denken basiert auf Gewohnheitsmustern. Und hier gilt es immer im Blick zu haben, dass allzu oft die Erfolge von heute, die Probleme von morgen sind &#8211; warum? Weil Erfolge selbstgef&#228;llig machen, Verlernen erschweren und weil Erfolg Sicherheit vermittelt, die es nicht gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um sich von Denkgewohnheiten zu distanzieren, braucht es Zeit und Energie. Was aber ist der Nutzen einer solchen grundlegenden Haltung, die nicht nur emotionale Kosten verursacht? Der Nutzen ist der Auftrag, den jeder Top-Manager &#252;bernommen hat, als er seinen Vertrag unterschrieben hat und wof&#252;r er monatlich sein Gehalt bekommt: Sein Unternehmen lebensf&#228;hig zu erhalten. Dies unterstreicht eine Studie, bei der erfolgreiche mit weniger erfolgreichen Firmen &#252;ber einen Zeitraum von elf Jahren verglichen wurde.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_38 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/jpg/K_2_fehler8_empirische_Langzeitstudie.jpg' title='JPEG - 89.9 kB' type=&#034;image/jpeg&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L480xH285/K_2_fehler8_empirische_Langzeitstudie-c4597-6fba2.jpg?1536609380' width='480' height='285' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-38 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;Lern- und Anpassungsf&#228;higkeit von Unternehmen (&#8222;adaptive Kultur&#8220;) korreliert positiv mit Erfolgskennzahlen und &#8211;faktoren. Lern- und Anpassungsf&#228;higkeit sichert langfristig einen &#252;berdurchschnittlichen Erfolg. Kotter und Heskett (1992) haben zudem gezeigt, dass in einem Unternehmen der Wandel von einer unadaptiven hin zu einer adaptiven Kultur ausschlie&#223;lich von Personen an der Unternehmensspitze initiiert und stabilisiert werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachhaltig erfolgreiche Top-Manager fragen sich deshalb immer und immer wieder:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Wird in Diskussionen deutlich, dass es darum geht, den Ressourcenverbrauch f&#252;r die Erstellung des angestrebten Mehrwertes m&#246;glichst gering zu halten?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Sind das &#8222;Leading&#8220; und das &#8222;Management&#8220; im Sinne von Kotter (1996) ausgewogen und wirksam?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ist den Mitarbeitern die Verbindung zwischen dem eigenen Verhalten und dem Unternehmenserfolg klar?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Sind Steuerungs- und Reflexionssysteme etabliert, welche das Unternehmen kontinuierlich mit Entwicklungsherausforderungen versorgen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Besteht eine Kultur des Lernens, ein Anspruch, das Beste f&#252;r alle Interessengruppen (inklusive der nat&#252;rlichen Umwelt) zu erreichen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Erf&#252;llt die Organisation tats&#228;chlich noch ihren urspr&#252;nglichen Zweck, bzw. wird das Unternehmen seinem Existenzgrund gerecht?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ist der Verbrauch von nat&#252;rlichen und menschlichen Ressourcen so organisiert, dass dieses Gut in eine maximale Wertsch&#246;pfung f&#252;r den Kunden transferiert wird?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Tr&#228;gt das Unternehmen dazu bei, dass auch k&#252;nftige Generationen ein sinnerf&#252;lltes Leben auf diesem Planten f&#252;hren k&#246;nnen?&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die letzte Schl&#252;sselfrage zielt auf die h&#246;chste Wertestufe (Nachhaltigkeit) ab, womit auch gleichzeitig die h&#246;chste Komplexit&#228;tsstufe erreicht w&#228;re. Auf dieser Stufe w&#228;re es dem Unternehmer gelungen, sein Unternehmen so zu organisieren, dass es komplett in das &#246;kologische System integriert w&#228;re, d.h. keinerlei Abfall/ Gewalt produzieren w&#252;rde, gegebene Ressourcen potenzialorientiert nutzen w&#252;rde und dabei, durch das Verbinden der unterschiedlichsten Kompetenzen, ein qualitativ h&#246;herwertiges System (Produkt) produzieren w&#252;rde, welches das Leben auf diesem Planeten lebenswerter machen w&#252;rde. Dem Unternehmer w&#228;re es gelungen, einen Rahmen f&#252;r unterschiedlichste Talente zu schaffen. Dieser Rahmen w&#252;rde es den Talenten erlauben, sich im Sinne des gemeinsamen Wachstums zu verbinden, um selbststeuernd Mehrwert f&#252;r das Gemeinwohl zu erzeugen. Dabei w&#228;re das Unternehmen dem &#8222;cradle to cradle&#8220;-Ansatz (M. Braungart &amp; W. McDonough, 2009) verpflichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis dahin bedarf es in den Unternehmen noch etlicher nachhaltiger Unternehmensentwicklungen. Diese k&#246;nnen vom Unternehmer aber nicht durch Zeitpl&#228;ne beschleunigt werden, da die Wirksamkeit einer Unternehmensentwicklung nicht in einem simplen oder komplizierten Kontext zu etablieren ist, sondern in einem komplexen und immer auch chaotischen. Die Unternehmensentwicklung kann &#8211; die Beachtung der Erfolgsfaktoren vorausgesetzt - nur &#252;ber die ganz pers&#246;nliche Reflexionstiefe des Unternehmers beschleunigt werden. Die Tiefe der Reflexion wird zum Emergieren von L&#246;sungs-Mustern beitragen, da das Unternehmerhirn nun mal ein Teil des L&#246;sungsfindungssystems, d.h. der Teamintelligenz ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erfolgreiche Unternehmen sind angemessene Antworten auf sinnvolle Schl&#252;sselfragen. Folgende Tabelle soll beim Finden von sinnvollen Schl&#252;sselfragen helfen.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_39 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/png/Bildschirmfoto_2011-07-25_um_17-17-01.png' title='Sinnvolle Schl&#252;sselfragen f&#252;r die Unternehmensentwicklung in Bezug auf die Entwicklungsphase und die Wertestufe' type=&#034;image/png&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L480xH334/Bildschirmfoto_2011-07-25_um_17-17-01-d0ca1-3af75.png?1536609380' width='480' height='334' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='crayon document-titre-39 spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Sinnvolle Schl&#252;sselfragen f&#252;r die Unternehmensentwicklung in Bezug auf die Entwicklungsphase und die Wertestufe&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-39 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;* In Anlehnung an:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Michael Braungart &amp; William McDonough (2009) Die n&#228;chste industrielle Revolution. Die Cradle to Cradle-Community. Europ&#228;ische Verlagsanstalt.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Clare W. Graves (2005). The never ending quest. Eclet Publishing.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; John P. Kotter (1996) Leading Change. Harvard Business Press.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; John P. Kotter &amp; James L. Heskett (1992) Corporate Culture and Performance. Free Press.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Edgar H. Schein (2003) Prozessberatung f&#252;r die Organisation der Zukunft. EHP.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Edgar H. Schein (1985) Organizational Culture and Leadership. A Dynamic View, San Francisco etc. (Jossey-Bass).&lt;/li&gt;&lt;li&gt; David J. Snowden &amp; Mary E. Boone (2007) &#034;A Leader's Framework for Decision Making&#034;. Harvard Business Review, November 2007, pp. 69&#8211;76.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; David J. Snowden erk&#228;rt das Cynefin-Modell: &lt;a href=&#034;http://www.youtube.com/watch?v=5mqNcs8mp74&#034; class='spip_url spip_out auto' rel='nofollow external'&gt;http://www.youtube.com/watch?v=5mqNcs8mp74&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id='nb_2A_2A'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh_2A_2A' class='spip_note' title='Anmerkungen _2A_2A' rev='appendix'&gt;**&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich bitte es so zu verstehen, dass gleicherma&#223;en das weibliche Geschlecht angesprochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Erfolgsfaktor 7: Glaubw&#252;rdigkeit der ersten Erfolge nutzen</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/fehler-7-siegesfeiern-zu-fruh</link>
		<guid isPermaLink="true">http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/fehler-7-siegesfeiern-zu-fruh</guid>
		<dc:date>2011-07-24T07:33:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Rainer Windisch</dc:creator>



		<description>
&lt;p&gt;Kurzfristige Projekterfolge m&#252;ssen geplant, kommuniziert und gefeiert werden. Kurzfristige Erfolge entfalten aber auch nur eine kurzfristige Verbesserung der Wettbewerbsf&#228;higkeit. Dem Manager, dem es um kurzfristige Erfolge geht, um danach das n&#228;chste Unternehmen zu leiten, mag dies ausreichen f&#252;r seinen Karrieresprung. Soll das Unternehmen hingegen langfristig wettbewerbsf&#228;hig sein, darf nicht in Zeitdimensionen von Monaten oder einem Jahr gedacht werden, sondern in Zeitdimensionen von Jahren (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;
Kurzfristige Projekterfolge m&#252;ssen geplant, kommuniziert und gefeiert werden. Kurzfristige Erfolge entfalten aber auch nur eine kurzfristige Verbesserung der Wettbewerbsf&#228;higkeit. Dem Manager&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb_2A_2A' class='spip_note' rel='appendix' title='Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich (...)' id='nh_2A_2A'&gt;**&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt;, dem es um kurzfristige Erfolge geht, um danach das n&#228;chste Unternehmen zu leiten, mag dies ausreichen f&#252;r seinen Karrieresprung. Soll das Unternehmen hingegen langfristig wettbewerbsf&#228;hig sein, darf nicht in Zeitdimensionen von Monaten oder einem Jahr gedacht werden, sondern in Zeitdimensionen von Jahren und Jahrzehnten. Echtes &#8218;Leadership' auf Gesch&#228;ftsf&#252;hrungsebene entspringt einer pers&#246;nlichen Vision &#8211; Einer Vision, die auf einer antizipierten Markt- und Wettbewerbsentwicklung gr&#252;ndet, auf welche sein Unternehmen reagieren muss, um langfristig &#252;berlebensf&#228;hig zu bleiben.
&lt;p&gt;Doch selbst wenn die grunds&#228;tzliche Haltung des Top-Managements stimmt und der langfristige Erfolg des Unternehmens die Antriebsfeder der Entwicklungsbem&#252;hungen ist, wird oft ein schwerwiegender handwerklicher Fehler gemacht: Nachdem eine gewisse Zeit harter Arbeit vergangen ist, ist das Top-Management versucht, den Sieg zu verk&#252;nden, sobald die ersten klar sichtbaren Leistungsverbesserungen vorliegen. Ein ganzer &#8222;Feldzug&#8220; vorschnell als gewonnen anzusehen, kann sich katastrophal auswirken. Vielmehr gilt es das erzeugte Momentum konsequent zu nutzen, um &#8222;offensichtlich dysfunktionale Granitw&#228;nde zu durchbrechen, welche man in vielen Organisationen findet (Kotter, 1996).&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer interessanten Untersuchung wurde bei au&#223;erordentlich erfolgreichen Unternehmensentwicklungen &#252;ber eine Spanne von sieben Jahren der Grad der Ver&#228;nderung j&#228;hrlich genau beziffert (Skala: 1 (niedrige Wirkung) bis 10 (hohe Wirkung)).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_31 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH285/Fehler7_Diagramm-b87bb.jpg?1536680715' width='500' height='285' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Wirkung von Ver&#228;nderungen &#252;ber die Jahre hinweg.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der gr&#246;&#223;te Fortschritt wurde im f&#252;nften Jahr erreicht, volle 36 Monate nach den ersten sichtbaren Erfolgen. Bis sich Ver&#228;nderungen durchgesetzt und sich in der Unternehmenskultur tief eingepr&#228;gt haben, k&#246;nnen f&#252;nf bis zehn Jahre vergehen. Vorher sind neue Vorgehensweisen noch instabil und ein R&#252;ckfall in alte Verhaltensmuster sehr wahrscheinlich. Wenn sich nach dem Verk&#252;nden von den ersten Erfolgen wieder Selbstgef&#228;lligkeit einstellt, werden die Traditionalisten zur&#252;ckkommen und zwar mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit und Macht.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Widerstand - Immer bereit zur Rehabilitation!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Irrationaler und politisch motivierter Widerstand gegen&#252;ber Ver&#228;nderung wird niemals komplett &#252;berwunden. Der Keim ist immer da, selbst wenn man sehr erfolgreich unterwegs war. Selbstbezogene Manager, welche &#228;u&#223;erst widerwillig mitmachen, wenn die Entwicklung auch ihren (Macht-)Bereich erfasst oder engstirnige Fachexperten, welche einfach nicht verstehen k&#246;nnen, dass Qualit&#228;t durch den Kunden definiert wird und nicht auf der Basis ihres pers&#246;nlichen Perfektionismus oder hartherzige Finanzer, welche die Einbeziehung von MitarbeiterInnen einfach l&#228;cherlich finden, ducken sich weg, agieren im Untergrund und sind oftmals kaum noch auszumachen. Anstelle sich zu &#228;ndern oder das Unternehmen zu verlassen, haben diese Menschen oftmals ein erstaunliches Beharrungsverm&#246;gen, auf ihre Chance zur Rehabilitation zu warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manchmal sind sie sogar aktiv dabei, Erfolgshymnen mitzusingen aus einem einfachen Grund: Der Organisation soll signalisiert werden, dass nun diese leidigen Ver&#228;nderungen ein Ende haben sollten, damit man endlich wieder zur Tagesordnung zur&#252;ckkehren kann. Der Tenor dieser Signale ist immer der Gleiche: &#8222;Leute, wir haben nun vieles geopfert und wir haben nun auch schon wirklich etwas erreicht.&#8220; &#8211; &#8222;Jetzt ist es aber wirklich Zeit, wieder an das eigentliche Gesch&#228;ft zu denken!!!&#8220; &#8211; oder: &#8222;Jetzt haben wir es aber wirklich mal verdient, eine Pause von diesen st&#228;ndigen Ver&#228;nderungen zu machen!!!&#8220; &#8211; und: Da die Hauptlast der bisherigen Entwicklung oftmals auf wenigen Leistungstr&#228;gern lag, sind diese auch noch anf&#228;llig f&#252;r solche Signale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &#8222;Eine kleine Ruhepause oder ein bisschen Stabilit&#228;t wird den Ver&#228;nderungsbem&#252;hungen keinen Schaden zuf&#252;gen&#8220;. So oder so &#228;hnlich lauten die impliziten Stimmen, welche dann hochkommen und genau dies ist dann oft der Anfang vom Ende der umfassenden Vitalisierung des Unternehmens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach geht die Initiative an die stark traditionsverhafteten Kr&#228;fte. Die Ver&#228;nderer lassen sich von ihrem Sieg &#252;berzeugen und verringern ihre Anstrengungen. Alsbald stockt der Entwicklungsprozess und die alten Gewohnheiten und Unarten schleichen sich wieder ein. Die aufgebaute Entwicklungsenergie verpufft in einer ungeheueren Geschwindigkeit. Die Dynamik dreht sich um und die &#8222;ewig Gestrigen&#8220; klopfen sich gegenseitig auf die Schultern und verk&#252;nden, dass sie es doch gewusst haben, dass alles nicht so konsequent kommen wird, wie einst angek&#252;ndigt &#8211; und: Bei der n&#228;chsten Ver&#228;nderungsanstrengung wird es noch viel schwieriger, die grunds&#228;tzlichen Muster und &#220;berzeugungen im Unternehmen aufzubrechen, da jene, welche von diesen profitieren, auf den letzten gescheiterten Versuch verweisen werden. Diese Dynamik kann die Entwicklungsf&#228;higkeit eines Unternehmens auf Jahre und manchmal Jahrzehnte hinweg blockieren.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Warum &#252;berhaupt an den Grundmustern der Unternehmung r&#252;tteln?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die meisten Unternehmen m&#252;ssen schneller, kosteng&#252;nstiger und konsequent kundenorientiert werden, um im Wettbewerb mittelfristig bestehen zu k&#246;nnen. Als eine Folge dieser Entwicklung werden die internen Abh&#228;ngigkeiten und Vernetzungen in den Unternehmen zunehmen, da gerade durch fehlende Abstimmung bzw. durch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nichtdenken und Nichthandeln in Wertsch&#246;pfungsprozessen enorme Blindleistungen und Doppelarbeiten erzeugt werden. Diese Abh&#228;ngigkeiten machen es meist unm&#246;glich, einzelne Bereiche isoliert nachhaltig weiterzuentwickeln oder mit Kotter (1996) &#8220;changing highly interdependent settings is extremely difficult because, ultimately, you have to change nearly everything.&#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So kann eine Mitarbeiterin noch so bem&#252;ht sein, ihren Arbeitsbereich an der Vision auszurichten. Wenn hinderliche Rahmenbedingungen sie darin ausbremsen, wird sie nur wenig Erfolg haben. Ihre Vorw&#228;rts-Energie wird sich bald in Frust und Sarkasmus verwandeln. Hinderliche Rahmenbedingungen, welche auf diese Mitarbeiterin tagt&#228;glich einwirken, k&#246;nnten sein:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Zweifelhaft engagierte Vorgesetzte;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &#220;berkommene Unternehmensstrukturen und &#8211;prozesse;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ein Leistungsbewertungssystem, welches &#252;berkommenes Verhalten und die falschen Leute belohnt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &#220;berkommene Gewohnheiten einzelner, aber wichtiger informeller F&#252;hrer;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die gelebten Teamregeln im direkten Umfeld;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Und am allerwichtigsten: Der best&#228;ndige Strom an Anfragen und Erwartungen von Kolleginnen und Kollegen, welche in der alten Welt verharren.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Diese Rahmenbedingungen waren schon in der Phase &#8222;H&#252;rden aus dem Weg r&#228;umen&#8220; im Fokus. In dieser Phase muss es nun an die &#8222;heiligen K&#252;he&#8220; gehen. Der Fokus ist der gleiche, der Tiefgang und die Konsequenz ist der Unterschied.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Erfolgreiche F&#252;hrung hin zu nachhaltigem Wettbewerbsvorteil&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Statt Siege zu verk&#252;nden, nutzen F&#252;hrungskr&#228;fte erfolgreicher Erneuerungsvorhaben die aus den ersten Erfolgen resultierende Glaubw&#252;rdigkeit, um noch gr&#246;&#223;ere Probleme anzugehen. Sie nehmen sich Systeme und Strukturen vor, die zu der neuen Vision nicht passen, bisher aber noch nicht angegangen und ver&#228;ndert wurden. Sorgf&#228;ltig achten sie darauf, wer bef&#246;rdert oder neu eingestellt wird und wie Besch&#228;ftigte weiter entwickelt werden. Sie gehen dar&#252;ber hinaus, was bislang getan wurde:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Das Restrukturierungsprojekt wird nun angepackt, was bisher vermieden wurde aufgrund des hohen Widerstands;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Das Prozessredesign wird durchgef&#252;hrt, welches zwar immer schon anstand, aber nie konsequent umgesetzt wurde;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die Neugestaltung des strategischen Planungsprozesses wird endlich umgesetzt, nachdem die Optimierung schon viel zu lange diskutiert wurde;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; usw.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Aber nicht nur &#8222;gro&#223;e Themen&#8220; wie Restrukturierung, Reengineering oder die Ver&#228;nderung der strategischen Planung stehen im Fokus der erfolgreichen F&#252;hrungskraft, sondern auch&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; die &#220;berarbeitung des Trainingsprogramms,&lt;/li&gt;&lt;li&gt; die Modifizierung des Informationssystems,&lt;/li&gt;&lt;li&gt; der Auf- oder Abbau von Personal und&lt;/li&gt;&lt;li&gt; die Anpassung des Leistungsbeurteilungssystems.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Die Rolle des Top-Managements&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es geht darum, die begonnene Ver&#228;nderung auf einer qualitativ h&#246;heren Stufe zu stabilisieren. Dazu m&#252;ssen eine Meta-Struktur und Meta-Prozesse geschaffen werden, um die Entwicklung des Gesamtunternehmens immer wieder kritisch zu reflektieren, die Entwicklung zu befeuern und vor allem den &#8218;sense of urgency' in der Organisation zu halten. Falls der notwendige &#8218;sense of urgency' verflogen ist, ist es die Aufgabe des Top-Managements, diesen Geist wieder herzustellen &#8211; denn ohne gef&#252;hlte Notwendigkeit weiterzumachen, werden die grundlegenden Muster einer Organisation nicht ernsthaft angepackt. Dem &#8218;sense of urgency' gilt es, die Vision gegen&#252;ber zu stellen und diese Vision professionell zu kommunizieren. Die Schrittfolge ist die bekannte (Erfolgsfaktoren), der Anspruch ist allerdings ein h&#246;herer:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Der &#8218;sense of urgency' muss t&#228;glich sp&#252;rbar aufgebaut bzw. gehalten werden;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die Vision muss ausgesprochen griffig formuliert bzw. reformuliert werden;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die &#8218;guiding coalition' muss wirklich den Erfolgskriterien entsprechen (siehe Erfolgsfaktor 2);&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Es m&#252;ssen genau die Themen in der Organisation angegangen werden, welche das Unternehmen substantiell weiterbringen;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die Optimierungsstrategie und -methodologie muss weiterhin einem schl&#252;ssigen Konzept folgen, welches der angestrebten Wertestufe entspricht;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die Entwicklungs-Kommunikation muss endg&#252;ltig als fester Bestandteil im gesamten Unternehmen in den jeweiligen Berichtsstrukturen verankert werden;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Entscheidungen m&#252;ssen konsequent an der Vision orientiert getroffen und begr&#252;ndet werden;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Entwicklungs-Verantwortung muss soweit als m&#246;glich auf untere Ebenen der Hierarchie delegiert werden;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Und zus&#228;tzlich: Die Gesamtentwicklung muss auf regelm&#228;&#223;iger Basis und mit aller Ernsthaftigkeit reflektiert werden, um in einen kontinuierlichen Unternehmensentwicklungsprozess einzusteigen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Doch wie kann dieser Umfang und diese Tiefe an Ver&#228;nderung durch das Top-Management bewerkstelligt werden? Die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung kann dies nicht alleine. Der Schl&#252;ssel liegt in dem Bewusstsein, dass die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung die Ver&#228;nderung auf der systemischen Ebene steuert und das Managen der Projekte soweit als m&#246;glich in die Organisation delegiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie oben schon geschrieben, bedarf es einer Meta-Struktur und Meta-Prozessen, welche die Weiterentwicklung des Unternehmens an sich zum Ziel haben: So werden z.B. die wichtigen Interessengruppen des Unternehmens einmal im Jahr zu einem 2t&#228;gigen Workshop eingeladen, um &#252;ber die Lebensf&#228;higkeit des Unternehmens nachzudenken, das bisher Erreichte kritisch zu w&#252;rdigen und neue Entwicklungsinitiativen zu starten. Als Daumenwert kann man sagen, dass 20% der wirksamsten Manager und Mitarbeiter ausreichen &#8211; wobei Wirksamkeit bedeutet: Einfluss in und aus dem Unternehmen hinein bzw. heraus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Des Weiteren sollten auf regelm&#228;&#223;iger Basis auch Interessengruppen von au&#223;erhalb eingeladen werden wie Kunden, Lieferanten, Anteilseigner etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die auf diesen Optimierungs-Workshops gemeinsam definierten Themen, werden in einem professionellen Projektmanagement (Projektkontrakt, Projektzielerreichungsmeetings, Projektreviews) &#252;ber das Jahr hinweg zur Umsetzung gebracht. Es gibt Unternehmen, in denen jeder Bereichsleiter ein Entwicklungsthema vorantreibt und aufgefordert ist, Themen f&#252;r das n&#228;chste Jahr zu nennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie die Meta-Struktur und die Meta-Prozesse im Detail aussehen, kann unterschiedlich sein &#8211; eines ist diesen Top-Managern aber klar: Dass es einer konsequent gelebten Organisation in der Organisation bedarf, welche quasi quer zur eigentlichen liegt, die klassische immer wieder hinterfragt, von dem Geist zur kontinuierlichen Verbesserung im Sinne des Kunden lebt und einer ehrlichen Feedbackkultur verschrieben ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dem Top-Management ist weiterhin klar, dass die Bestrebungen zur Erneuerung ihres Unternehmens nicht Monate, sondern Jahre brauchen. Sie achten darauf, dass die Organisation nicht zu fr&#252;h zur Tagesordnung zur&#252;ckkehrt, ohne zu &#252;berpr&#252;fen, wie gut die intendierten Ver&#228;nderungen tats&#228;chlich im Alltagsleben verankert sind und welche Erfahrungen man aus der Vergangenheit f&#252;r die Zukunft aufbewahren m&#246;chte. Sie stellen sich u.a. folgende Leitfragen (Wimmer):&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Mit welchen Erfolgskriterien wurde der Prozess begonnen? Wo steht man heute? Welche Bilanz l&#228;sst sich ziehen? In welchen Dimensionen wurde die Leistungsf&#228;higkeit der Organisation tats&#228;chlich gest&#228;rkt? In welchen Dimensionen hat man sich neue Probleme eingehandelt? Wie wird daran weitergearbeitet?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Haben die angestrebten Ver&#228;nderungsziele in ausreichendem Ma&#223;e in der Unternehmenskultur ihren Niederschlag gefunden? Werden sie in der Zwischenzeit von den herrschenden Grund&#252;berzeugungen, Normen und Werten der Organisation mitgetragen?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Welche Erkenntnisse lassen sich aus den gemachten Erfahrungen f&#252;r den Umgang der Organisation mit Ver&#228;nderungen gewinnen? Was hat sich im Vergleich zu fr&#252;heren Projekten wiederholt? Was war diesmal anders?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Welche Folgeprobleme, die durch das Ver&#228;nderungsvorhaben ausgel&#246;st wurden, bed&#252;rfen in Zukunft einer besonderen Beachtung? Wer wird sich darum k&#252;mmern?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Wie k&#246;nnen die wichtigsten Lernerfahrungen aus dem Ver&#228;nderungsprozess dokumentiert werden?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ist die vorgesehene Ver&#228;nderung im Personalentwicklungs- und/oder Fortbildungskonzept ber&#252;cksichtigt?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Welche weiteren Verkn&#252;pfungen zu anderen Managementstrukturen, Projekten und Programmen sind vorhanden, wurden diese ggf. angepasst, zur Unterst&#252;tzung verwendet, darauf gepr&#252;ft, ob sich negative Einfl&#252;sse ergeben k&#246;nnen, und Ma&#223;nahmen zur Vermeidung ergriffen?&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Als gedankliches Ordnungsschema hat sich auch folgende Tabelle bew&#228;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_32 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH227/Fehler7_seite6-dccd1.jpg?1536680715' width='500' height='227' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Top-Management begreift sich als kritischer und konsequenter Frager und sorgt daf&#252;r,&lt;br class='autobr' /&gt;
dass die Ver&#228;nderungsenergie in einer professionellen und durchg&#228;ngigen Meta-Struktur&lt;br class='autobr' /&gt;
geordnet und in Meta-Prozessen kanalisiert wird. Dabei ist es dem Top-Management wichtig,&lt;br class='autobr' /&gt;
dass nach und nach die gesamte Organisation (in jedem Winkel und getragen durch alle&lt;br class='autobr' /&gt;
Mitarbeiter) entsprechend der Vision ausgerichtet wird. Nachhaltigkeit bedeutet hier: Das&lt;br class='autobr' /&gt;
Augenmerk solange konsequent auf der Unternehmensentwicklung zu halten, bis die&lt;br class='autobr' /&gt;
angestrebte Vision so im Unternehmen verankert ist, dass sie durchg&#228;ngig und in der Tiefe&lt;br class='autobr' /&gt;
gelebt wird &#8211; dieses Durchhalteverm&#246;gen ist vom Top-Management gefordert, will es eine&lt;br class='autobr' /&gt;
gesamthafte Ver&#228;nderung nachhaltig erzielen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachhaltigkeit bedeutet hier aber auch: Das Augenmerk solange konsequent auf die eigenen&lt;br class='autobr' /&gt;
St&#228;rken und Schw&#228;chen zu richten, bis sich pers&#246;nliche, maladaptive Muster aufl&#246;sen und&lt;br class='autobr' /&gt;
nicht weiter die Entwicklung des Gesamtunternehmens behindern. Nachhaltigkeit bedeutet in&lt;br class='autobr' /&gt;
dieser Phase, dass das Top-Management sich selbst konsequent in Frage stellt, sich&lt;br class='autobr' /&gt;
pers&#246;nlich weiterentwickelt und zwar solange, bis die angestrebten Unternehmenswerte&lt;br class='autobr' /&gt;
durch eigene Werte &#8222;beatmet&#8220; und nicht nur verbal ge&#228;u&#223;ert werden. Nachhaltigkeit&lt;br class='autobr' /&gt;
bedeutet hier, dass auch die etablierten Kr&#228;fte sich einer kritischen &#220;berpr&#252;fung unterziehen&lt;br class='autobr' /&gt;
m&#252;ssen &#8211; hinsichtlich eigenen Werten, Selbstverst&#228;ndlichkeiten, Einstellungen,&lt;br class='autobr' /&gt;
Probleml&#246;sungsstrategien usw. &#8211; Nachhaltigkeit bedeutet hier: Auch pers&#246;nlich ans&lt;br class='autobr' /&gt;
&#8222;Eingemachte&#8220; zu gehen egal auf welcher Hierarchiestufe und egal wie selbstgef&#228;llig und&lt;br class='autobr' /&gt;
&#252;berzeugt man selbst von sich ist. Denn wie viele Beispiele zeigen: Festgefahrene Strukturen&lt;br class='autobr' /&gt;
und Prozesse im au&#223;en k&#246;nnen oft nur aufgel&#246;st werden, wenn festgefahrene Strukturen&lt;br class='autobr' /&gt;
und Prozesse im eigenen Kopf gel&#246;st werden. Eine hilfreiche Strategie k&#246;nnte sein, die&lt;br class='autobr' /&gt;
Leitfragen von Wimmer in diesem Text und dem vorherigen Artikel (Fehler 6) zu nehmen&lt;br class='autobr' /&gt;
und konsequent auf sich selbst zu beziehen: So w&#252;rde z.B. der Begriff Unternehmen durch&lt;br class='autobr' /&gt;
Ich ersetzt, Prozesse durch eigene Denkprozesse, Unternehmenskultur durch eigenes&lt;br class='autobr' /&gt;
Bewusstsein und der Begriff Mitarbeiter durch Einstellungen/ Glaubenss&#228;tze.&lt;br class='autobr' /&gt;
Dies erfordert etwas Kreativit&#228;t und Mut, ehrlich bei sich selbst hinzuschauen; Kreativit&#228;t und&lt;br class='autobr' /&gt;
Mut, welche ein Top-Manager aber in dieser Phase aufbringen muss.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Die Rolle des Personal-Managements&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Einen wichtigen Beitrag zur Verankerung einer Unternehmensentwicklung leistet immer die&lt;br class='autobr' /&gt;
Personalabteilung. Es ist symbolisch entscheidend, welche Leute qualifiziert werden und mit&lt;br class='autobr' /&gt;
welchen Inhalten. Es ist ebenso symbolisch &#228;u&#223;erst wichtig, welche Leute neu eingestellt werden und welche Leute bef&#246;rdert werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, hierauf eine&lt;br class='autobr' /&gt;
besonders hohe Aufmerksamkeit zu legen. Der Personalentwicklung sollte diese strategisch&lt;br class='autobr' /&gt;
wichtige Aufgabe in die Schl&#252;sselziele geschrieben werden. Der Personalentwicklungsleiter&lt;br class='autobr' /&gt;
muss als Ziel haben, alle Personalentwicklungsma&#223;nahmen auf deren Beitrag zur&lt;br class='autobr' /&gt;
Verankerung der Unternehmensentwicklung hin zu pr&#252;fen, zu optimieren und ggf. zu&lt;br class='autobr' /&gt;
erg&#228;nzen. Die gleiche Thematik betrifft die Personalauswahl. Es muss sichergestellt werden,&lt;br class='autobr' /&gt;
dass vornehmlich F&#252;hrungskr&#228;fte und Mitarbeiter eingestellt werden, welche der&lt;br class='autobr' /&gt;
angestrebten Wertestufe entsprechen (siehe Kardinalfehler 6) bzw. dieser aufgeschlossen&lt;br class='autobr' /&gt;
sind. Fatal w&#228;re die Einstellung und/ oder Bef&#246;rderung von F&#252;hrungskr&#228;ften und&lt;br class='autobr' /&gt;
Mitarbeitern, welche offensichtlich auf der niederen Wertestufe verharren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die folgende &#220;bersicht listet Leitfragen auf, welche durch das HR-Management in diesem&lt;br class='autobr' /&gt;
Zusammenhang beantwortet werden m&#252;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_33 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH271/fehler7_s7-40a97.jpg?1536680715' width='500' height='271' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Die Rolle der Organisationsentwicklung/ - abteilung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Menschen lernen nachhaltig vor allem durch Erfahrungswissen. Wer nachhaltige&lt;br class='autobr' /&gt;
Ver&#228;nderungen in den Einstellungen und Werten der MitarbeiterInnen erreichen m&#246;chte,&lt;br class='autobr' /&gt;
muss demnach &#8222;Lernfelder&#8220; schaffen, in denen das erw&#252;nschte Verhalten erfahren werden&lt;br class='autobr' /&gt;
kann &#8211; oder wie Beer et al. schon 1990 schrieben: &#8222;In fact, individual behaviour is powerfully&lt;br class='autobr' /&gt;
shaped by the organizational roles that people play. The most effective way to change&lt;br class='autobr' /&gt;
behaviour, therefore, is to put people into a new organizational context, which imposes new&lt;br class='autobr' /&gt;
roles, responsibilities, and relationships on them. In that case, a situation is created which&lt;br class='autobr' /&gt;
forces new attitudes and behaviours on people&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Organisationsentwicklung/ -abteilung sollte dabei die Wertestufe im Blick haben, welche&lt;br class='autobr' /&gt;
es zu erreichen gilt. Wie Graves (2005) richtig unterstrich, kann keine Stufe einfach&lt;br class='autobr' /&gt;
&#252;bersprungen werden. An dieser Stelle sollen drei h&#228;ufig in der Wirtschaft vorkommende&lt;br class='autobr' /&gt;
Wertestufen beschrieben werden, n&#228;mlich Macht =&gt; Leistung =&gt; Gemeinschaft:&lt;br class='autobr' /&gt;
In einem machtorientierten Unternehmen, in dem Bereichsf&#252;rsten das letztendliche Sagen&lt;br class='autobr' /&gt;
haben, muss die Einf&#252;hrung stabiler Prozesse im Fokus stehen. Die Entscheidungsgewalt&lt;br class='autobr' /&gt;
muss sich verlagern von einigen wenigen M&#228;chtigen hin zu stabilen Prozessen. Machthaber&lt;br class='autobr' /&gt;
m&#252;ssen dazu veranlasst werden, keine Alleing&#228;nge mehr zu machen, sondern sich konsequent an eingef&#252;hrte Prozesse zu halten &#8211; oftmals kein leichtes Unterfangen, aber ein zwingend notwendiges: Wenn wenigen M&#228;chtigen immer wieder erlaubt wird, ihre eigene Welt zu generieren, wird die Organisation nie lernen, in Prozessen zu denken und zu handeln &#8211; und: vollst&#228;ndige Delegation von Aufgaben wird damit unm&#246;glich und damit wird es keine echte Selbstverantwortung geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sind Prozesse etabliert und das Unternehmen strebt die Wertestufe Leistung an, dann gilt es, die Kundenorientierung der Prozesse kritisch zu hinterfragen. Vor allem bereichs&#252;bergreifende Prozesse sowie planende und steuernde Prozesse sind einzuf&#252;hren. Das Denken und Handeln in Wertsch&#246;pfungsprozessen muss im Fokus stehen. Die Organisationsabteilung muss Prozesse und Strukturen schaffen, bei denen die Verantwortung f&#252;r den gesamten Prozess bei einer Person liegt, d.h. Prozessverantwortliche definieren. Die Abteilungsdenke muss abgel&#246;st werden durch das Denken in Wertsch&#246;pfungsprozessen &#8211; ein Denken und Handeln, dass sich konsequent daran orientiert, Werte f&#252;r den externen und auch f&#252;r den internen Kunden zu schaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der n&#228;chste Sprung ist der Sprung hin zur Wertestufe Gemeinschaft. Erfolg ist weiterhin das treibende Momentum. Allerdings kommt hier die Qualit&#228;t hinzu, dass nur durch die Einzigartigkeit und Unterschiedlichkeit der Teammitglieder Wettbewerbsvorteile erzeugt werden k&#246;nnen. Diversity-Management wird zum Thema. Kompetenzpools werden geschaffen, in denen komplement&#228;r sich erg&#228;nzende MitarbeiterInnen und Manager kundenrelevante Themen bearbeiten. Projekte werden konsequent durch multifunktionale Teams umgesetzt. Talente werden bewusst gef&#246;rdert und gesucht. Ein hoch professionelles und anwenderorientiertes Knowhow- und Ressourcenmanagement mit entsprechendem IT-Support ist von N&#246;ten. Es gilt die &#220;berzeugung, dass der Einzelne durch die Gemeinschaft gewinnt &#8211; Teamintelligenz wird gro&#223; geschrieben und eine Matrixorganisation h&#228;lt Einzug. Die Prozesse sind stark kollaborativ, damit jeder sein Bestes f&#252;r die gemeinsamen Ziele einbringen kann (B&#228;r et al., 2007).&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Systematische M&#252;llabfuhr&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Nichts f&#252;hrt zu so schnellem Wandel, gleichzeitig aber auch zu so radikalem, wie die Frage: Was sollten wir nicht mehr tun? &#8211; Konsequent damit aufh&#246;ren, die falschen Dinge zu tun, ist der beste Weg zur nachhaltigen Ver&#228;nderung einer Organisation. &#8222;In jeder Institution muss ein Prozess des Ausmerzens von Altem, &#220;berkommenem und &#220;berfl&#252;ssigem installiert werden. Diese Idee macht den entscheidenden Unterschied aus zwischen fetten und schlanken Organisationen, zwischen ineffizienten und effizienten, zwischen langsamen und schnellen und zwischen faulen und vitalen (Malik, 2006).&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Beibehalten von &#220;berfl&#252;ssigem ist oft kein b&#246;ser Wille, sondern schlichte Gewohnheit. Dinge, welche in der Vergangenheit durchaus sinnvoll waren, werden einfach weiter gemacht, weil es halt so ist, ohne konsequent dar&#252;ber nachzudenken, ob sie tats&#228;chlich noch sinnvoll sind. Gleichwohl liegt hier ein ungeheueres Potenzial der Effizienzsteigerung. Um sich die Frage stellen zu k&#246;nnen, was man weglassen kann, muss man sich erstmal klar dar&#252;ber sein, welchen Mehrwert man f&#252;r den Kunden erbringen m&#246;chte. Hier liegt die Handhabe f&#252;r den notwendigen Freiraum, welcher immer wieder angemahnt wird, damit man &#252;berhaupt Zeit hat, Ver&#228;nderungsvorhaben voranzutreiben. Jeder Manager, welcher &#252;ber Zeitmangel klagt, sollte sich diese Frage konsequent stellen und das Top-Management sollte die folgende Schl&#252;sselfrage mit aller Konsequenz immer wieder sich selbst stellen und einfordern &#8211; denn: Gewohnheiten sind dadurch gekennzeichnet, dass es oft &#228;u&#223;eren Druck braucht, um &#252;ber deren Sinnhaftigkeit nachzudenken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Schl&#252;sselfrage, die es zu stellen gilt, ist: &lt;i&gt;Was von all dem, was wir heute tun, w&#252;rden wir nicht mehr neu beginnen, wenn wir es nicht schon t&#228;ten?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Malik (2006) empfiehlt, diese Frage konsequent zu stellen und zwar u.a.&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; alle drei Jahre f&#252;r die Produkte, M&#228;rkte, Kunden und Technologien,&lt;/li&gt;&lt;li&gt; jedes Jahr f&#252;r alles andere wie z.B. s&#228;mtliche Verwaltungsabl&#228;ufe, Computersysteme und &#8211;programme, Formulare, Listen, Berichte, Prozeduren, Methoden sowie&lt;/li&gt;&lt;li&gt; vor allem in Bezug auf Sitzungen, welche man macht, obwohl sie schon lange kein Ergebnis mehr erzeugen, geschweige denn, einen Mehrwert f&#252;r den Kunden schaffen.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Die Methode ist dabei sehr einfach: Einen Tag mit der n&#228;chsten Management-Ebene bzw. mit dem eigenen Team darauf verwenden, die M&#252;llabfuhr-Frage zu stellen und die Antworten zu sammeln, um die genannten Dinge dann konsequent abzuschaffen. Die Erfahrung zeigt, dass nach anf&#228;nglicher &#220;berraschung, sehr bald eine Menge an Dingen genannt werden, welche abgeschafft geh&#246;ren &#8211; und: Dann gilt es nicht mehr zu fragen, ob man sich davon trennen will, sondern nur noch, wie schnell k&#246;nnen wir uns davon trennen?&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Unternehmensentwicklung nachhaltig verankern&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Zusammenfassend geht es darum, Erreichtes zu stabilisieren und grunds&#228;tzlichere Ver&#228;nderungen anzustreben. Dazu ist es wichtig:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; &lt;strong&gt;Mehr Ver&#228;nderung, statt weniger:&lt;/strong&gt; Die &#8218;guiding coalition' nutzt den entstandenen Glauben an nachhaltige Ver&#228;nderung dazu, weiterreichende und tiefergehende Entwicklungen einzuleiten.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;strong&gt;Mehr Unterst&#252;tzung:&lt;/strong&gt; Zus&#228;tzliche MitarbeiterInnen werden einbezogen und entwickelt, um die gesamthafte Entwicklung zu unterst&#252;tzen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;strong&gt;&#8218;Leadership' vom Top-Management:&lt;/strong&gt; Das Top-Management konzentriert sich darauf, ein klares Zielbild (Vision) zu entwickeln und zu kommunizieren, sorgt daf&#252;r, dass der &#8218;sense of urgency' in der Organisation erhalten bleibt und f&#252;hrt eine Meta-Struktur und Meta-Prozesse ein, um die Entwicklungsenergie zu steuern und zu kanalisieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;strong&gt;Projektmanagement und &#8218;leadership' von unten:&lt;/strong&gt; Untere Ebenen in der Hierarchie f&#252;hren die neuen Projekte im Sinne des &#8218;Leadership' und sorgen f&#252;r ein sauberes Projektmanagement.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;strong&gt;Personal- und Organisationsentwicklung:&lt;/strong&gt; Diese beiden Abteilungen stehen im besonderen Fokus des Top-Managements. Die Personalabteilung wird dazu verpflichtet, dass sich die Personalauswahl, -entwicklungs und beurteilungssysteme an der angestrebten Wertestufe orientieren. Die Organisationsentwicklung muss Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten schaffen, welche den Wertesprung unterst&#252;tzen, d.h. abverlangen und nicht behindern.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;strong&gt;Systematische M&#252;llabfuhr:&lt;/strong&gt; Um die Weiterentwicklung leichter und nachhaltiger zu machen, sorgt das Management in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich daf&#252;r, dass &#252;berkommene Abh&#228;ngigkeiten systematisch abgeschafft werden.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;* In Anlehnung an:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Martina B&#228;r, Rainer Krumm &amp; Hartmut Wiehle (2007). Unternehmen verstehen, gestalten, ver&#228;ndern. Das Graves-Value-System in der Praxis. Gabler.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Michael Beer, Russell A. Eisenstat, and Bert Spector (1990) &#8218;Why change programs don't produce change'. HBR.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Clare W. Graves (2005). The never ending quest. Eclet Publishing.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; John P. Kotter (1996) Leading Change. Harvard Business Press.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Fredmund Malik (2006) F&#252;hren, Leisten, Leben &#8211; Wirksames Management f&#252;r eine neue Zeit. Campus.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Edgar H. Schein (2003) Prozessberatung f&#252;r die Organisation der Zukunft. EHP.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Rolf Wimmer; &lt;a href=&#034;http://www.mz-witten.de/mzw/files/Wimmer_Wider_den&#034; class='spip_url spip_out auto' rel='nofollow external'&gt;http://www.mz-witten.de/mzw/files/Wimmer_Wider_den&lt;/a&gt; _Veraenderungsoptimismus.p&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id='nb_2A_2A'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh_2A_2A' class='spip_note' title='Anmerkungen _2A_2A' rev='appendix'&gt;**&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich bitte es so zu verstehen, dass gleicherma&#223;en das weibliche Geschlecht angesprochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Erfolgsfaktor 6: Kurzfristige Erfolge planen</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/fehler-6-kurzfristige-erfolge</link>
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		<dc:date>2011-07-23T07:32:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Rainer Windisch</dc:creator>



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&lt;p&gt;Ver&#228;nderung erfordert immer die Bereitschaft, auf bestimmte und all zu oft liebgewonnene Dinge zu verzichten &#8211; denn: Ver&#228;nderung f&#228;ngt immer mit Verlernen an &#8211; mit dem Verlernen von Gewohnheiten, Selbstverst&#228;ndlichkeiten, Sicherheiten usw. Dies ist kein motivierendes Momentum an sich. Aus diesem Grund droht die Erneuerung an Schwung einzub&#252;&#223;en, wenn es kurzfristig keine Erfolge zu feiern gibt. Dieser Gefahr gilt es geplant entgegenzuwirken. &lt;br class='autobr' /&gt;
Der Zeitraum in dem ein Erfolg im Rahmen eines (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;
Ver&#228;nderung erfordert immer die Bereitschaft, auf bestimmte und all zu oft liebgewonnene Dinge zu verzichten &#8211; denn: Ver&#228;nderung f&#228;ngt immer mit Verlernen an &#8211; mit dem Verlernen von Gewohnheiten, Selbstverst&#228;ndlichkeiten, Sicherheiten usw. Dies ist kein motivierendes Momentum an sich. Aus diesem Grund droht die Erneuerung an Schwung einzub&#252;&#223;en, wenn es kurzfristig keine Erfolge zu feiern gibt. Dieser Gefahr gilt es geplant entgegenzuwirken.
&lt;p&gt;Der Zeitraum in dem ein Erfolg im Rahmen eines Entwicklungsprojekts vorgewiesen werden sollte, h&#228;ngt vom Umfang des Projekts und der Gr&#246;&#223;e des Unternehmens ab. Eine erfolgreiche &#8218;guiding coalition` kann innerhalb von 12 bis 24 Monaten &#252;berzeugende Beweise liefern, dass die Reise zu den erwarteten Zielpunkten f&#252;hrt. Ohne alsbaldige erste Erfolge werden zu viele aufgeben oder sich aktiv auf die Seite derjenigen schlagen, die keine Ver&#228;nderung wollen. Denn: Nichts bekr&#228;ftigt Gegenargumente so sehr, wie das Fehlen von vorweisbaren Erfolgen. Es reicht nicht, auf durchgef&#252;hrte Aktivit&#228;ten zu verweisen. Eine gute Vision und ein professionelle Kommunikation zur Verbreitung derselben sind wichtig, sie stellen jedoch keinen echten Erfolg dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Laut Kotter (1996) gibt es drei Kriterien die vorweisbare Erfolge charakterisieren&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt;Der Erfolg ist sichtbar. Es wird nicht nur ein Projekt gelobt, sondern es gibt offensichtliche Belege f&#252;r ein erfolgreiches Resultat.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Der Erfolg l&#228;sst keine Diskussionen zu und ist unwiderlegbar.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Der Erfolg muss in direktem Zusammenhang zum durchgef&#252;hrten Entwicklungsprojekt stehen, um dessen Daseinsberechtigung zu untermauern.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Die Auswirkungen von kurzfristigen Erfolgen auf einen Ver&#228;nderungsprozess sind unterschiedlicher Natur. Einerseits helfen sie, die Wichtigkeit und Richtigkeit des Vorhabens zu unterstreichen. Der Erfolg festigt die Positionen jener Leute, die aktiv am Prozess beteiligt sind genauso wie jene Leute, die den Prozess von oben oder unten unterst&#252;tzen. Zudem wird den Kritikern der Wind aus dem Segel genommen und die Ver&#228;nderungsbestrebungen erhalten zus&#228;tzlichen Schwung. Nicht zu untersch&#228;tzen ist auch die M&#246;glichkeit, das bisherige Vorgehen zu analysieren und zu &#252;berpr&#252;fen, ob die entwickelten Strategien brauchbar sind oder gegebenenfalls adaptiert werden m&#252;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Erfolge aktiv planen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Schaffen kurzfristiger Erfolge unterscheidet sich vom blo&#223;en Hoffen auf kurzfristige Erfolge. Letzteres ist passiv, wogegen ersteres aktives Handeln bedeutet. Bei einem erfolgreichen Entwicklungsprozess suchen die Verantwortlichen nach Wegen zum Erreichen klarer Leistungssteigerungen, setzen in der Jahresplanung klare Ziele, erf&#252;llen ihre Zielvorgaben und belohnen die beteiligten Leute mit Belobigungen, Bef&#246;rderung und auch mit Geldpr&#228;mien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei ist einerseits die Bedeutung der Ausrichtung des Handelns auf die angestrebten&lt;br class='autobr' /&gt;
Ergebnisse &#228;u&#223;erst wichtig und andererseits die Systematik der kontinuierlichen&lt;br class='autobr' /&gt;
Verbesserung im Sinne eines PDCA (Plan, Do, Check, Act)- Zyklus hervorzuheben. Folgende&lt;br class='autobr' /&gt;
Abbildung zeigt den Zusammenhang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_27 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH262/Fehler6_PDCA_Grafik-67e86.jpg?1536680715' width='500' height='262' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
Die besondere Betonung bei diesem Vorgehen liegt auf dem damit verkn&#252;pften Lernprozess.&lt;br class='autobr' /&gt;
In der Planungsphase wird festgelegt, welche Ergebnisse erw&#252;nscht sind, die Art und Weise&lt;br class='autobr' /&gt;
des Controllings orientiert sich an diesen Entscheidungen und erhebt systematisch den&lt;br class='autobr' /&gt;
Zielerreichungsgrad. Bei Abweichungen gilt es nicht die &#8222;Gretchenfrage&#8220; zu stellen, sondern&lt;br class='autobr' /&gt;
die Frage, was optimiert werden sollte, damit sich die Zielerreichung einstellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn klar ist, wohin die Reise gehen soll, dann stellt sich die Frage nach den Kennzahlen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Sinnvolle Konzepte, um die richtigen Kennzahlen zu finden und um diese dann fruchtbar&lt;br class='autobr' /&gt;
interpretieren zu k&#246;nnen, sind in diesem Zusammenhang die Balanced Score Card von&lt;br class='autobr' /&gt;
Norton &amp; Kaplan (1997) und das Wertemodell nach Graves (OrgProf3.0).&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Die Balanced Score Card &#8211; Kennzahlen finden&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Balanced Score Card (BSC) hat sich bei der Operationalisierung von Projektwirkung&lt;br class='autobr' /&gt;
bew&#228;hrt. Die BSC basiert auf der &#220;berzeugung, dass finanzielle Kennzahlen nur der Ausdruck&lt;br class='autobr' /&gt;
vergangener Entscheidungen und Leistungen sind (Ergebnis). Finanzelle Kennzahlen sind&lt;br class='autobr' /&gt;
r&#252;ckw&#228;rts gerichtet. Sie sagen etwas &#252;ber die Vergangenheit aus, nutzen aber wendig, um&lt;br class='autobr' /&gt;
ein Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft proaktiv zu steuern. Hier schl&#228;gt die BSC&lt;br class='autobr' /&gt;
mindestens vier Perspektiven vor, wovon drei davon als Treiber f&#252;r den Erfolg bzw.&lt;br class='autobr' /&gt;
Misserfolg betrachtet werden k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die vier Perspektiven sind die finanziellen Ergebniskennzahlen und die Kunden-, Prozess- und&lt;br class='autobr' /&gt;
Lern/Entwicklungs-Treiberkennzahlen, welche aufeinander aufbauen (Siehe Anhang f&#252;r eine&lt;br class='autobr' /&gt;
genauere Beschreibung der Perspektiven/ Kennzahlen).&lt;/p&gt;
&lt;table class=&#034;spip&#034;&gt;
&lt;thead&gt;&lt;tr class='row_first'&gt;&lt;th id='ide7ad_c0'&gt; Perspektive &lt;/th&gt;&lt;th id='ide7ad_c1'&gt; Schl&#252;sselfrage (Unternehmen) &lt;/th&gt;&lt;th id='ide7ad_c2'&gt; Schl&#252;sselfragen (Entwicklungsprojekt) &lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr class='row_odd odd'&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c0'&gt;Finanzen&lt;/td&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c1'&gt;Welche Ums&#228;tze/ Ertr&#228;ge/ Cashflow etc. wollen wir erwirtschaften, damit wir morgen noch lebensf&#228;hig sind?&lt;/td&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c2'&gt;Welche finanziellen Kennzahlen, sollen aufgrund des Projektes verbessert werden?&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_even even'&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c0'&gt;Kunden&lt;/td&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c1'&gt;Welche Kundenbed&#252;rfnisse m&#252;ssen wir befriedigen, damit die Kunden bereit sind, uns in geplantem Umfang zu bezahlen?&lt;/td&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c2'&gt;Welche kundenbezogenen Kennzahlen werden durch das Projekt verbessert?&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_odd odd'&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c0'&gt;Prozesse&lt;/td&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c1'&gt;Wie m&#252;ssen wir unser Unternehmen aufstellen, damit wir diese Kundenbed&#252;rfnisse befriedigen k&#246;nnen?&lt;/td&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c2'&gt;An welchen Prozess-Kennzahlen kann man den Erfolg des Projektes ablesen?&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_even even'&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c0'&gt;Lernen/ Entwickeln&lt;/td&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c1'&gt;Welche Kompetenzen/ Innovationen sind notwendig, damit die definierten Prozesse tats&#228;chlich gelebt werden?&lt;/td&gt;
&lt;td headers='ide7ad_c2'&gt;Welche Kompetenzen werden aufgrund des Projektes im Unternehmen aufgebaut?&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt; Schl&#252;sselfragen &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Betrachtet man das Zusammenwirken der vier Perspektiven in der BSC, so sind alle Kennzahlen der Perspektiven &#187;Kunde&#171;, &#187;interne Prozesse&#171; sowie &#187;Lernen und Entwicklung&#171; Leistungstreiber der finanziellen Zielsetzungen.&lt;br class='autobr' /&gt; Ein Beispiel: Der Return on Investment (RoI) ist als finanzielle Kennzahl von der Gr&#246;&#223;e &#187;Kundentreue&#171; getrieben. Die Kundentreue wird durch den Erfolgsfaktor &#187;p&#252;nktliche Lieferung&#171; beeinflusst. W&#252;rde man an dieser Stelle nur die Kundentreue als Ergebnisgr&#246;&#223;e betrachten, ohne die Lieferp&#252;nktlichkeit zu ber&#252;cksichtigen, w&#228;re nicht zu erkennen, wie sie erreicht werden kann. Die p&#252;nktliche Lieferung ist das Ergebnis einer hohen Prozessqualit&#228;t und einer geringen Durchlaufzeit, die wiederum nur erreicht werden, wenn die notwendige Qualifikation der Mitarbeiter ein Ziel der Lern- und Entwicklungsperspektive ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_28 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH397/neu_Fehler6_Ergebnisgr_Leistungstreiber-96513.png?1536680715' width='500' height='397' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Ergebnisgr&#246;&#223;en und Leistungstreiber&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um den Entwicklungsprozess wirkungsvoll zu steuern, ist es also wichtig in unterschiedlichen Zeitschienen zu arbeiten. Schnelles Reagieren auf akute Problemstellungen ist genauso wichtig wie das Bewusstsein um den l&#228;ngerfristigen Charakter von Ver&#228;nderungsprojekten. Dies muss sich in der Auswahl der Kennzahlen widerspiegeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein wichtiges Konzept im Zusammenhang mit der Prozess-Perspektive ist das IDEA-Konzept&lt;br class='autobr' /&gt;
(Brandt, 2002). Kerngedanke des Konzepts ist die Annahme, dass sich die von Projekten und&lt;br class='autobr' /&gt;
Ma&#223;nahmen hervorgerufenen Wirkungen wellenf&#246;rmig im Unternehmen ausbreiten. Dies&lt;br class='autobr' /&gt;
geschieht mittels sogenannter Wirkungsketten, die sich i.d.R. von der untersten bis zur&lt;br class='autobr' /&gt;
h&#246;chsten Prozessebene im Unternehmen fortpflanzen. Aus dieser Sichtweise wird die&lt;br class='autobr' /&gt;
Notwendigkeit abgeleitet, bei der Evaluation von Entwicklungsprojekten v.a. die untere&lt;br class='autobr' /&gt;
Prozessebene und die Wirkung zwischen den Prozessen eines Unternehmens zu betrachten,&lt;br class='autobr' /&gt;
um fundierte Daten &#252;ber die Wirkung eines Projektes zu erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Erfolg eines Unternehmens sowie eines Projekts liegt vor allem im Management der&lt;br class='autobr' /&gt;
Treiber und deren richtiger Interpretation. Wenn dies gelingt, stellen sich die finanziellen&lt;br class='autobr' /&gt;
Ergebnisse zwingend von selbst ein.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Das Wertemodell &#8211; Kennzahlen fruchtbar interpretieren&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Um die Wertigkeit einzelner Kennzahlen f&#252;r die Weiterentwicklung zu ermessen, hat sich das&lt;br class='autobr' /&gt;
Wertemodell von Graves (OrgProf3.0; &lt;a href=&#034;http://www.die-wertemanager.de&#034; class='spip_url spip_out auto' rel='nofollow external'&gt;www.die-wertemanager.de&lt;/a&gt;) bew&#228;hrt. Es unterscheidet&lt;br class='autobr' /&gt;
zwischen verschiedenen Wertestufen, welches ein Unternehmen durchl&#228;uft. Jede h&#246;here&lt;br class='autobr' /&gt;
Stufe bildet einen h&#246;heren Komplexit&#228;tsgrad ab, bzw. beschreibt die notwendigen Werte, um&lt;br class='autobr' /&gt;
auf dieser h&#246;heren Komplexit&#228;tsstufe bestehen zu k&#246;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Definition des Projektes sollte nicht nur &#252;ber die &#8218;hardfacts' nachgedacht werden,&lt;br class='autobr' /&gt;
sondern auch dezidiert &#252;berlegt werden, welche Wertestufe notwendig ist, damit die&lt;br class='autobr' /&gt;
Neuerungen auch tats&#228;chlich gelebt werden und das Unternehmen in einem ver&#228;nderten&lt;br class='autobr' /&gt;
(komplexeren) Marktumfeld nachhaltig erfolgreich sein kann. Von diesen &#220;berlegungen&lt;br class='autobr' /&gt;
leiten sich dann Fokuskennzahlen ab, auf welche besonders geachtet werden sollte, da sie&lt;br class='autobr' /&gt;
einen Eindruck geben, ob die angestrebte Wertestufe auch tats&#228;chlich gelebt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soll der Wertesprung von der Wertestufe &#8222;Macht&#8220; zur Wertestufe &#8222;Ordnung&#8220; gelingen, sind&lt;br class='autobr' /&gt;
Kennzahlen im Auge zu behalten, welche Prozessstabilit&#228;t innerhalb einzelner Bereiche, klare&lt;br class='autobr' /&gt;
Aufgaben- und Zieldefinitionen, geregelte Informationsfl&#252;sse etc. abbilden. Soll hingegen der&lt;br class='autobr' /&gt;
Wertesprung von der Wertestufe &#8222;Ordnung&#8220; zur Wertestufe &#8222;Leistung&#8220; gelingen, sollten&lt;br class='autobr' /&gt;
wiederum Kennzahlen im Fokus sein, welche u.a.: bereichs&#252;bergreifende Zusammenarbeit,&lt;br class='autobr' /&gt;
klare Trennung zwischen normativem, strategischem und operativem Management,&lt;br class='autobr' /&gt;
Kundenorientierung und kontinuierliche Verbesserung mittel- oder unmittelbar erfassen.&lt;/p&gt;
&lt;dl class='spip_document_29 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/jpg/Fehler6_Wertestufe_Ordnung_Leistung.jpg' title='Von der Wertestufe Ordnung zur Wertestufe Leistung' type=&#034;image/jpeg&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L480xH218/Fehler6_Wertestufe_Ordnung_Leistung-80172-6a12f.jpg?1536610252' width='480' height='218' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='crayon document-titre-29 spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Von der Wertestufe Ordnung zur Wertestufe Leistung&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-29 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Vier Grundhaltungen sind beim Umgang mit Kennzahlen wichtig&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Permanente Achtsamkeit&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um alte Muster zu &#228;ndern, braucht man eine gute Selbstbeobachtungsgabe und viel Selbstreflexion, das hei&#223;t die F&#228;higkeit und den Willen, das eigene Verhalten kritisch zu beobachten und zu hinterfragen &#8211; immer und immer wieder, bis sich die alten Muster schlie&#223;lich in die angestrebte Richtung entwickeln. Kennzahlen hingegen laden zu Scheinobjektivit&#228;t ein. Kennzahlen &#8222;gaukeln vor&#8220;, dass doch alles klar ist und dass es keinen Deutungsbedarf gibt. Dieser scheinbaren Objektivit&#228;t sollte man sich gerade in Ver&#228;nderungsprojekten nicht hingeben, sondern sich immer wieder fragen, was der Wert einer Kennzahl auch &#252;ber das eigene Handeln aussagen k&#246;nnte: Projizieren Sie also nicht die Verantwortung nach au&#223;en, auch wenn Kennzahlen dazu einladen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein erster, kleiner Schritt&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon viele Projekte sind an zu ehrgeizigen Zielen und dem Wunsch, alles auf einmal und sofort zu erreichen, gescheitert. Dabei braucht es nur einen ersten kleinen Schritt. Das Geheimnis der gro&#223;en, umw&#228;lzenden Aktionen besteht darin, den kleinen Schritt herauszufinden, der zugleich auch ein strategischer Schritt ist, indem er weitere Schritte auf eine Verbesserung der Situation hin nach sich zieht. &#220;berlegt gew&#228;hlte und interpretierte Kennzahlen k&#246;nnen gerade auch Hinweise zu diesen kleinen Schritten sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo ist eine Aufschaukelung im positiven Sinne f&#252;r die Ver&#228;nderungsbem&#252;hung entstanden? Wodurch ist die Selbststeuerung m&#246;glich gewesen? Welche Rahmenbedingungen haben dazu gef&#252;hrt, dass es zu einer beobachtbaren Eigendynamik im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung gekommen ist? Wo haben sich im System neue, h&#246;her-Wertige Probleml&#246;sungsmuster gezeigt? Wie k&#246;nnen wir diese verst&#228;rken?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Gen&#252;gend Zeit&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellt: Geduld und Dranbleiben ist wichtig. Ver&#228;nderungen brauchen Zeit, bevor sie ihre Wirkungen entfalten. Mit R&#252;ckschl&#228;gen in alte Muster sollte man dabei konstruktiv und gelassen umgehen. Sie geh&#246;ren zu jedem Ver&#228;nderungsprozess dazu. Wichtig ist, dass man dies nicht als pers&#246;nliches Versagen interpretiert, sondern als Teil des Lern- und Entwicklungsprozesses wertet und nutzt. Entt&#228;uschende Werte bei Kennzahlen sollten immer die Suche nach Schl&#252;sselfragen ausl&#246;sen und nicht dazu f&#252;hren, Schuld zu suchen. Kennzahlen sind Beobachtungsmomente. Beobachtungen sollten Lernen erm&#246;glichen. Lernen geschieht nur, wenn es gelingt, angstfreie R&#228;ume zu schaffen. Diese R&#228;ume m&#252;ssen im eigenen Kopf und real geschaffen werden. In diesen angstfreien R&#228;umen wird dann ehrlich und konstruktiv nach Deutungen gesucht, wie ich, wir und das Unternehmen sich weiterentwickeln m&#252;ssen, um morgen und &#252;bermorgen noch lebensf&#228;hig zu sein. Angstfreie R&#228;ume sind gegeben wenn:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Anwesenden haben das Vertrauen ineinander, dass alle &#196;u&#223;erungen wertsch&#228;tzend behandelt werden und keinerlei pers&#246;nliche Konsequenzen bei der Aussprache von unangenehmen Wahrheiten zu bef&#252;rchten sind.&lt;br class='autobr' /&gt; Die unangenehmen Wahrheiten, k&#246;nnen jedoch Angst machen, wenn f&#252;r den einzelnen keine ad&#228;quate Strategie zur Verf&#252;gung steht, damit umzugehen. Angstfreie R&#228;ume sind also keine &#8222;Harmonier&#228;ume&#8220;, sondern R&#228;ume in denen konsequent beobachtet, r&#252;ckgespiegelt, kritisch interpretiert wird und &#8222;die Dinge beim Namen genannt werden k&#246;nnen&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Druck und Transparenz durch Kennzahlen aushalten&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Manager&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb2-_2A_2A' class='spip_note' rel='appendix' title='Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich (...)' id='nh2-_2A_2A'&gt;**&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; h&#246;rt man in diesem Zusammenhang immer wieder klagen, dass sie gezwungen w&#252;rden, kurzfristige Erfolge zu produzieren. Doch es hat sich mehrfach gezeigt: Ein solcher Druck kann ein n&#252;tzliches Element im Zuge einer Erneuerungsbestrebung sein, wenn dabei die gro&#223;e Ausrichtung nicht verloren geht. Wird den Leuten erst einmal bewusst, dass eine tiefgreifende Ver&#228;nderung l&#228;ngere Zeit in Anspruch nimmt, kann dies das Gef&#252;hl f&#252;r die Dringlichkeit des Wandels schw&#228;chen. Doch mit der Verpflichtung zu kurzfristigen Erfolgen kann dem entgegengewirkt werden. Das h&#228;lt das Bewusstsein f&#252;r Dringlichkeit aufrecht und f&#246;rdert analytisches Denken, was zu einer weiteren Kl&#228;rung oder Revision des Ziels f&#252;hren kann. Halten Sie sich bitte folgende Punkte bei Gegendruck vor Augen:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Kennzahlen, welche kurzfristige Erfolge transparent machen, rechtfertigen in erheblichem Ma&#223;e die mit der Entwicklung verbundenen anfallenden Kosten.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Das darauf basierende &#8211; manchmal auch recht unangenehme - Feedback baut trotz der Betroffenheit die Motivation auf, wenn das Feedback im Geiste der Weiterentwicklung gemacht wird.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Kennzahlen unterst&#252;tzen die Feinabstimmung von Visionen und Strategien, da sie der &#8218;guiding coalition' konkrete Daten &#252;ber die Durchsetzbarkeit ihrer Ziele vermitteln.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &#220;ber Kennzahlen belegbare, eindeutige Leistungsverbesserungen erschwert es den &#8222;Gegnern&#8220; und &#8222;Bremsern&#8220; in erheblichem Ma&#223;e, den erforderlichen Wandel zu blockieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Belegbare, kurzfristige Erfolge sichern die Unterst&#252;tzung der Entscheidungstr&#228;ger, da sie ihnen den Beweis liefern, dass die Ver&#228;nderung planm&#228;&#223;ig verl&#228;uft.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Kennzahlen sind auf dem Tisch &#8211; was nun?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Sind die Kennzahlen auf dem Tisch, f&#228;ngt die eigentliche Schwierigkeit erst an. Das Graves-Modell kann bei der Interpretation helfen. Die Ableitung von konkreten weiteren oder korrigierenden Aktionen ist aufgrund der hohen Komplexit&#228;t vieler Entwicklungsprojekte nicht einfach. Das Sicherstellen ermutigender Erfolgserlebnisse, die Balance zwischen konsequentem Dranbleiben und geduldigem Wachsenlassen, das Pendeln zwischen &#8222;die Ziele nachhaltig im Auge behalten&#8220; und &#8222;der F&#228;higkeit zur Selbstkorrektur&#8220; macht diese Phase des Entwicklungsprozesses aus. Dies ist nicht trivial und kann nicht alleine oder nebenher gemanagt werden. Vielmehr gilt es, anhand der Kennzahlen den Ver&#228;nderungsprozess an sich in angstfreien R&#228;umen mit ausgesuchten stakeholdern zu hinterfragen. Die folgende Auswahl von Leitfragen kann beim Steuern helfen (Wimmer):&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was l&#246;sen die einzelnen Ver&#228;nderungsma&#223;nahmen konkret aus? Welche &#220;berraschungen, St&#246;rungen und Irritationen treten auf? Von wem werden die diesbez&#252;glichen Beobachtungen registriert und verarbeitet? Welche Konsequenzen sind aus solchen Beobachtungen zu ziehen?&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Wo sind neue Schwerpunkte zu setzen? Welche Vorannahmen gilt es angesichts der gemachten Erfahrungen zu revidieren? Welche Richtungs&#228;nderungen erweisen sich als erforderlich?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Wie lassen sich die losgetretenen Konflikte in konstruktive Bahnen lenken? Welche Kompromisse k&#246;nnen eingegangen werden? Wo gibt es diesbez&#252;glich Grenzen, um nicht das Ver&#228;nderungsvorhaben insgesamt zu gef&#228;hrden?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Wie l&#228;sst sich das Gef&#252;hl aufrecht erhalten &#8211; oder wenn erforderlich, gar verst&#228;rken, dass es mit dem eingeleiteten Ver&#228;nderungsprozess wirklich ernst gemeint ist?Welche Signale (gerade auch von der Spitze) vermitteln diese Botschaft, welche unterlaufen sie? (es geht, solange noch nicht ausreichend Sicherheit mit den neuen Verh&#228;ltnissen gewonnen ist, ganz besonders um Glaubw&#252;rdigkeit in Wort und Tat!)&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Gibt es ausreichend Mitgestaltungsm&#246;glichkeiten f&#252;r die betroffenen Organisationsmitglieder, damit diese ihre Vorstellungen eigenverantwortlich in den Implementierungsprozess einbringen k&#246;nnen? (Jeder gr&#246;&#223;ere Ver&#228;nderungsprozess kann davon ausgehen, dass es gen&#252;gend Besch&#228;ftigte gibt, die in der Vergangenheit mit ihren Reformideen nicht durchgedrungen sind. Hier gibt es viel aufgestautes Wissen dar&#252;ber, was genutzt geh&#246;rt. Dieses Wissen wird allerdings erst mobilisierbar, wenn das Zutrauen gewachsen ist, das jetzt die Chance zu seiner Realisierung gegeben ist).&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Gibt es ausreichend Gelegenheit f&#252;r Zwischenauswertungen, um allen Beteiligten in regelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden eine reflexive Auseinandersetzung &#252;ber den Stand des Prozesses zu erm&#246;glichen? Wo stehen wir? Was haben wir erreicht? Was sind die sinnvollen n&#228;chsten Schritte? (Werden beobachtete Abweichungen vom eingeschlagenen Weg der Ver&#228;nderung nicht rechtzeitig und deutlich genug markiert, dann gilt dies als ein Signal, dass in der Zwischenzeit die urspr&#252;nglichen Intentionen nicht mehr so ganz ernst zu nehmen sind. Deshalb kommt solchen Markierungen, die stets Anlass f&#252;r eine gezielte Reflexion des Prozesses bieten sollten, f&#252;r das Lebendighalten der Ver&#228;nderungsenergie eine ganz zentrale Bedeutung zu).&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Lassen sich die vorgenommenen zeitlichen Rahmenbedingungen sicherstellen? Welche Ressourcen sind ansonsten f&#252;r die Begleitung des Implementierungsprozesses vonn&#246;ten? Sind zus&#228;tzliche Qualifizierungsma&#223;nahmen f&#252;r die Betroffenen erforderlich geworden? Wie k&#246;nnen diese gezielt in ihr neues Aufgabenprofil hineinwachsen? (In dieser Phase sind gezielte, den Ver&#228;nderungsprozess unterst&#252;tzende Personalentwicklungsma&#223;nahmen h&#246;chst sinnvoll, weil sie inhaltlich mithelfen k&#246;nnen, einen ad&#228;quaten professionellen Umgang mit der neuen Rolle zu finden).&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Welche der existierenden, geschriebenen oder ungeschriebenen Leistungsbewertungen (Form der Leistungsfeststellung, Art der Verg&#252;tung, Belohnungs- und Bestrafungsmuster, Karrierechancen etc.) m&#252;ssen mit der neuen Organisationswirklichkeit in &#220;bereinstimmung gebracht werden?&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Kein Ver&#228;nderungsprozess ist detailliert planbar. Das Ver&#228;ndern von Organisationen ist ein hypothesengeleitetes Experimentieren, welches das Ver&#228;ndern des Ver&#228;nderns von Anbeginn mit einbaut. Insofern gilt es, solche Prozesse in sich lernf&#228;hig zu halten &#8211; und zwar vor dem Hintergrund des Zwecks der Organisation und im Rahmen dialogischer Prinzipien.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Leadership und Management&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ein ausgewogenes Verh&#228;ltnis an Leadership- und Management-Energie ist wichtig f&#252;r den Erfolg &#8211; mal ist die eine mehr gefragt, mal die andere. In dieser Phase ist die Essenz von Management mehr gefragt &#8211; zu planen, zu organisieren, zu controllen und zu korrigieren.&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;span class='spip_document_30 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH173/Fehler6_Wirkung_Leadership-4d039.jpg?1536680715' width='500' height='173' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
Ein erfolgreiches Entwicklungsprogramm beginnt nach ein bis zwei Jahren zu wirken:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Der R&#252;ckgang der Nettoerl&#246;se h&#246;rt auf;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ein Anstieg des Marktanteils gelingt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die Qualit&#228;t verbessert sich in mehrfacher Hinsicht;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Eine h&#246;here Quote zufriedener Kunden ist messbar;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Es gibt einige erfolgreiche Neueinf&#252;hrungen;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Eine merklich gewachsene Produktivit&#228;t stellt sich ein;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Kompetenzgaps sind geschlossen;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &#8230;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Was immer es sein mag, die Verbesserung wird unzweideutig sichtbar. Und sie ist keine Frage der Bewertung, die von den Ver&#228;nderungsgegnern relativiert werden k&#246;nnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein konkretes Beispiel: Rund 20 Monate nach dem Start seines Programms zur betrieblichen Erneuerung gelang es der &#8218;guiding coalition' ein sehr beachtetes und erfolgreiches neues Erzeugnis im Markt zu platzieren. Nachdem das Programm angelaufen war, hatte man sich sechs Monate sp&#228;ter f&#252;r die Entwicklung dieses Produkts entschieden, weil es eine Reihe von Kriterien erf&#252;llte: Es lie&#223; sich verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig schnell entwickeln und einf&#252;hren; die Aufgabe konnte von einer kleinen Gruppe von Leuten erledigt werden, die sich f&#252;r die neue Vision ausgesprochen hatten; es bestanden gute Marktchancen; und das neue Entwicklungsteam konnte praktisch ohne Schwierigkeiten au&#223;erhalb der bestehenden Abteilungsstruktur arbeiten. Weniges blieb dem Zufall &#252;berlassen und der Erfolg kam der Glaubw&#252;rdigkeit des Erneuerungsprozesses zugute.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusammenfassend sollten zwei h&#228;ufige Fehlerquellen auf jeden Fall vermieden werden:&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Konzentration auf das Wesentliche&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Konkretes Planen und Erreichen der ersten Zwischenziele&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;* In Anlehnung an:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Thomas Brandt (2002) Projektcontrolling. Hanser.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; R. S., Kaplan &amp; D. P., Norton (1997): Balanced Scorecard, Strategien erfolgreich umsetzen, aus dem Amerikanischen von P. Horvath; Sch&#228;ffer-Poeschel Verlag; Stuttgart&lt;/li&gt;&lt;li&gt; John P. Kotter (1996) Leading Change. Harvard Business Press.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die Wertemanager: &lt;a href=&#034;http://www.die-wertemanager.de&#034; class='spip_url spip_out auto' rel='nofollow external'&gt;www.die-wertemanager.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Rolf Wimmer; &lt;a href=&#034;http://www.mz-witten.de/mzw/files/Wimmer_Wider_den&#034; class='spip_url spip_out auto' rel='nofollow external'&gt;http://www.mz-witten.de/mzw/files/Wimmer_Wider_den&lt;/a&gt; _Veraenderungsoptimismus.pdf&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Anhang mit detaillierter Erkl&#228;rung der vier Perspektiven der Balanced Score Card siehe pdf im Downloadbereich&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id='nb2-_2A_2A'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh2-_2A_2A' class='spip_note' title='Anmerkungen 2-_2A_2A' rev='appendix'&gt;**&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich bitte es so zu verstehen, dass gleicherma&#223;en das weibliche Geschlecht angesprochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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<item xml:lang="de">
		<title>Erfolgsfaktor 5: H&#252;rden wegr&#228;umen</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/fehler-5-entgegenstehende-hurden</link>
		<guid isPermaLink="true">http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/fehler-5-entgegenstehende-hurden</guid>
		<dc:date>2011-07-22T07:31:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Rainer Windisch</dc:creator>



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&lt;p&gt;Erfolgreiche Transformationsprozesse erfassen eine gro&#223;e Zahl von Menschen. Die Besch&#228;ftigten werden dazu ermuntert, neue Vorgehensweisen auszuprobieren, neue Ideen zu entwickeln und neue F&#252;hrungsqualit&#228;ten zu zeigen. Die einzige Beschr&#228;nkung liegt darin, dass ihr Handeln den Vorgaben der angestrebten Weiterentwicklung (dem angestrebten Wertesprung) entsprechen muss. Je mehr Leute einbezogen sind, desto besser das Ergebnis. Bis zu einem gewissen Grad kann exzellente Kommunikation und die (...)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;
Erfolgreiche Transformationsprozesse erfassen eine gro&#223;e Zahl von Menschen. Die Besch&#228;ftigten werden dazu ermuntert, neue Vorgehensweisen auszuprobieren, neue Ideen zu entwickeln und neue F&#252;hrungsqualit&#228;ten zu zeigen. Die einzige Beschr&#228;nkung liegt darin, dass ihr Handeln den Vorgaben der angestrebten Weiterentwicklung (dem angestrebten Wertesprung) entsprechen muss. Je mehr Leute einbezogen sind, desto besser das Ergebnis. Bis zu einem gewissen Grad kann exzellente Kommunikation und die F&#252;hrungskoalition (guiding coalition) die Mitarbeiter&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb2-_2A_2A' class='spip_note' rel='appendix' title='Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich (...)' id='nh2-_2A_2A'&gt;**&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; dadurch zu neuem Handeln bewegen, indem sie die neue Richtung erfolgreich vor Augen h&#228;lt und selbst Modell f&#252;r den angestrebten Wertewandel ist.
&lt;p&gt;Doch selbst exzellente Kommunikation und eine hochmotivierte &#8222;guiding coalition&#8220; allein reichen niemals aus. Zum Erneuern geh&#246;rt auch das Beseitigen von Hindernissen. Allzu oft versteht und akzeptiert jemand zwar das angestrebte Zukunftsbild und will dazu beitragen, dass die Zukunft verwirklicht wird. Doch dann erscheint ein &#8222;Elefant&#8220; und verstellt ihm den Weg. In manchen F&#228;llen steckt der &#8222;Elefant&#8220; im Kopf. Dann besteht die Aufgabe darin, geeignete Pers&#246;nlichkeitsentwicklungsma&#223;nahmen aktiv zu suchen und wahrzunehmen, welche es einem erm&#246;glichen, sich im Rahmen des Gewollten pers&#246;nlich weiterzuentwickeln. In sehr vielen F&#228;llen sind die Elefanten allerdings sehr dinglich. Kein Mitarbeiter wird engagiert sein, seine eingeschliffenen Einstellungen, seine jahrlang erfolgreich befolgten Arbeitsprozesse ernsthaft zu hinterfragen, wenn er sich machtlos f&#252;hlt, weil ihm ein &#8222;Elefant&#8220; dickh&#228;utig den Weg verstellt. Das Ziel in dieser Phase muss es sein, &#8222;Elefanten&#8220; aus dem Weg zu r&#228;umen. Welches sind die gr&#246;&#223;ten &#8222;Elefanten&#8220;, die immer wieder auftauchen und vom Top-Management aus dem Weg ger&#228;umt werden m&#252;ssen?&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt;Organisationsstrukturen und Silodenken, welche der bereichs&#252;bergreifenden Zusammenarbeit im Weg stehen;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Fehlen von Kompetenzen und F&#228;higkeiten, welche notwendig sind, um mit den Anforderungen der angestrebten Zukunft umgehen zu k&#246;nnen;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Personal- und Informationssysteme, welche das gew&#252;nschte Verhalten eher blockieren, als dass diese Systeme, zu dem gew&#252;nschten Verhalten ermutigen;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Vorgesetzte, welche nicht f&#228;hig und gewillt sind, in die &#8222;neue Welt&#8220; mitzugehen.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Organisationsstrukturen als Hemmnis:&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Manchmal ist die Organisationsstruktur das Hemmnis: Eng gefasste Aufgabenbeschreibungen k&#246;nnen Bestrebungen, die Produktivit&#228;t zu steigern, ernsthaft gef&#228;hrden oder das Nachdenken &#252;ber Kunden sehr erschweren. Wenn die Zukunft bedeutet, mehr Verantwortung den Mitarbeitern zu &#252;bertragen und die Hierarchien zu verflachen, gleichzeitig aber Silodenken vorherrscht und die Wertsch&#246;pfung nicht kundenorientiert und bereichs&#252;bergreifend organisiert ist, dann werden Aktivit&#228;ten von Mitarbeitern zwangsl&#228;ufig im Sand verlaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Wert f&#252;r den Kunden erschafft der Mitarbeiter. Der Mitarbeiter muss damit viel beitragen k&#246;nnen, den Wertsch&#246;pfungsprozess &#252;ber die Bereichsgrenzen hinweg kundenorientiert zu gestalten. Wenn das mittlere Management aber nur wenig beigeistert ist, Macht abzugeben, werden die Mitarbeiter kritisiert und durch st&#228;ndiges R&#252;ckfragen verunsichert und schlie&#223;lich frustriert. Berechtigte Anmerkungen zu Hindernissen in der Struktur werden von ihren Vorgesetzten mit tausenden von Gr&#252;nden weggeb&#252;gelt, bzw. wegerkl&#228;rt mit Todschlagargumenten wie &#8222;zu hoher Zeitaufwand f&#252;r strukturelle Ver&#228;nderungen&#8220;, &#8222;wir haben das schon immer so gemacht&#8220; etc. Es werden Erkl&#228;rungen geliefert, warum der Status quo erhalten bleiben muss, statt bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen und nach noch besseren L&#246;sungen f&#252;r den Kunden zu suchen.&lt;/p&gt;
&lt;table class=&#034;spip&#034;&gt;
&lt;thead&gt;&lt;tr class='row_first'&gt;&lt;th id='id2670_c0'&gt; Zukunftsbild &lt;/th&gt;&lt;th id='id2670_c1'&gt; Strukturelle Hindernisse &lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr class='row_odd odd'&gt;
&lt;td headers='id2670_c0'&gt;Fokussierung auf den Kunden&lt;/td&gt;
&lt;td headers='id2670_c1'&gt;Die Organisation fragmentiert Ressourcen und Verantwortung f&#252;r die Produkte und die Dienstleistungen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_even even'&gt;
&lt;td headers='id2670_c0'&gt;Gibt mehr Verantwortung auf die Mitarbeiter&lt;/td&gt;
&lt;td headers='id2670_c1'&gt;Es gibt viele Hierarchiestufen von Vorgesetzten, welche die Mitarbeiter hinterfragen und kritisieren&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_odd odd'&gt;
&lt;td headers='id2670_c0'&gt;Steigerung der Produktivit&#228;t&lt;/td&gt;
&lt;td headers='id2670_c1'&gt;Ein gro&#223;er Stab in der Zentrale produziert Kosten und initiiert best&#228;ndig teuere Programme und Prozeduren&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_even even'&gt;
&lt;td headers='id2670_c0'&gt;Schnellere Werterstellungsprozesse&lt;/td&gt;
&lt;td headers='id2670_c1'&gt;Unabh&#228;ngige Silos kommunizieren nicht und verlangsamen dadurch den gesamten Prozess&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Wie Struktur das Zukunftsbild unterminieren kann (Kotter, 1996)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Strukturelle Ver&#228;nderungen sind in dieser Phase die Grundvoraussetzung f&#252;r die weitere Entwicklung. Diese m&#252;ssen konsequent erm&#246;glicht und vorangetrieben werden, soll die &#252;ber die vorherigen Phasen erfolgreich geschaffene Entwicklungsmotivation bei den Mitarbeitern weiter forciert werden. Doch oft gelingen selbst offensichtlich notwendige Prozess- und Strukturoptimierungen erschreckend langsam. Man verbringt unendlich viel Zeit in endlosen Diskussionsrunden mit fragw&#252;rdigen Kompromissen als Ergebnis und zweifelhaftem Kundennutzen. Warum passiert dies immer wieder? Es gibt mehrere Gr&#252;nde und manchmal ist es ein Gemenge aus mehreren Gr&#252;nden zusammen:&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Man hat sich so sehr an eine bestimmt Art der Organisation in einem Gesch&#228;ftsfeld gew&#246;hnt, dass man regelrecht blind f&#252;r Alternativen ist;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Manchmal haben bestimmte Personen so viel in eine bestehende Struktur investiert im Sinne von Loyalit&#228;t und funktionaler Expertise, dass diese Personen Angst vor den Konsequenzen im Hinblick auf die eigene Macht und/ oder Karrierem&#246;glichkeiten haben;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Manchmal ist dem Top-Management die Notwendigkeit einer Umstrukturierung sehr bewusst, aber sie scheuen die Auseinandersetzung mit dem mittleren Management oder verdienten Mitarbeitern;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Kardinalfehler sind gemacht worden: Wenn das mittlere Management nicht die Dringlichkeit der Ver&#228;nderung sp&#252;rt, nicht die Entschlossenheit des Top-Management wahrnimmt, keine klare Vision angeboten bekommt und keine immer breitere Beteiligung in der Mitarbeiterschaft sieht, wird das mittlere Management es leicht haben, notwendige strukturelle Ver&#228;nderungen zu verunm&#246;glichen.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Das Topmanagement sollte hier konsequent ergebnisorientierte Dialog-Formate einsetzen und vor allem eines nicht erlauben: Endlosdiskussionen. Bei Entscheidungsunverm&#246;gen wird externes Knowhow hinzugezogen in fachlicher oder moderativer Art. Es kann in dieser Phase&lt;br class='autobr' /&gt;
auch angezeigt sein, bei besonders &#8222;heiligen Elefanten&#8220; auf eine Wirschaftsmediation zur&#252;ck zu greifen. Signal in das Unternehmen sollte sein: Wir gestalten das Unternehmen konsequent weiter und lassen uns von &#8222;Elefanten&#8220; nicht den Weg versperren.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Fehlendes Erfahrungswissen als Hemmnis&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wenn ein Ziel der Vision eine erh&#246;hte Kundenzufriedenheit ist, so muss auch der Umgang mit dem Kunden gelehrt werden. Bei technischen Belangen wird selten gez&#246;gert, den&lt;br class='autobr' /&gt;
Mitarbeitern eine entsprechende Weiterbildung zu erm&#246;glichen. Das Bewusstsein, dass das Erlernen von &#8222;soft skills&#8220; genauso wichtig ist, muss in manchen Unternehmen erst geschaffen werden. Dabei ist wichtig, dass die Weiterbildungsangebote auf der richtigen Lernebene ansetzen. Durch Technik- oder Methodentrainings wird auf der Ebene der Werte&lt;br class='autobr' /&gt;
wenig erreicht. Sollen Einstellungen und langj&#228;hrige &#220;berzeugungen hinterfragt werden, kann der Mitarbeiter dazu nur eingeladen werden (H&#252;ther, 2010). Es m&#252;ssen die richtigen Schl&#252;sselfragen gestellt werden, welche Denk- und Dialogprozesse erm&#246;glichen, die das Tor&lt;br class='autobr' /&gt;
zu einer neuen Art zu denken und zu handeln aufsto&#223;en.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies verlangt einen hochprofessionell gestalteten Weiterbildungsprozess, der dem Mitarbeiter nicht vorschreibt sich zu &#228;ndern, sondern durch ehrlichen Dialog Metadenken anregt, d.h. die Art und Weise wie gedacht wird und wie man auf R&#252;ckschl&#252;sse kommt. Auf der Ebene der Werte m&#252;ssen Fragen nach dem eigenen Selbstverst&#228;ndnis und nach dem eigenen Beitrag zum Ganzen gestellt werden. Solche Fragen k&#246;nnen nur ehrlich beantwortet werden, wenn der Mitarbeiter in einem sicheren Raum ist und sich in diesem Raum als Pers&#246;nlichkeit zeigen kann und darf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class='spip_document_51 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L500xH289/Fehler5_Lernebenen_versch_Methoden-2-3f132.jpg?1536680715' width='500' height='289' alt=&#034;&#034; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;i&gt;Lernebenen verschiedener Methoden&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Zusammenhang ist noch zu erw&#228;hnen, dass es immer wieder verwunderlich ist,&lt;br class='autobr' /&gt;
dass Top-Manager meinen, dass eine mehrt&#228;gige Weiterbildung bew&#228;hrte Einstellungen und&lt;br class='autobr' /&gt;
Gewohnheiten weiterentwickeln kann. Hierbei wird komplett ignoriert, dass die bew&#228;hrten&lt;br class='autobr' /&gt;
Einstellungen und Gewohnheiten sich &#252;ber Jahre und Jahrzehnte hinweg ja tats&#228;chlich&lt;br class='autobr' /&gt;
bew&#228;hrt haben und &#252;ber viel Erfahrungslernen tief im Gehirn verankert wurden. Gerade langgediente F&#252;hrungskr&#228;fte sind ja u.a. deswegen auf der Karrierestufe weiter gekommen, weil sie es verstanden und sp&#228;ter komplett &#8222;inhaliert&#8220; haben, sich auf die aktuelle Wertestufe einzustellen - die bew&#228;hrte Wertestufe wurde in deren Gehirn tats&#228;chlich materialisiert. Weiterentwicklung auf der Ebene der Werte ben&#246;tigt keine isolierten Trainings, sondern verlangt nach Erfahrungslernen durch einen abgestimmten Weiterentwicklungsprozess, durch eindeutige Signale der Erw&#252;nschtheit und durch einen konsequenten Dialogprozess.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Personal- und Informationssysteme als Hindernis&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es kann auch an der Leistungsbewertung liegen, was die Mitarbeiter veranlasst, unerw&#252;nschtes aber bekanntes Verhalten zu zeigen. Hier ist Leistungsbewertung nicht nur monet&#228;r gedacht. Vielmehr sind dies jegliche Symbole in einer Organisation, welche ein bestimmtes Verhalten belohnen bzw. sanktionieren. Zu diesen Symbolen z&#228;hlen u.a. Teilnahmem&#246;glichkeit an Meetings, Fortbildungen oder Gespr&#228;chskreisen sowie die pers&#246;nliche Wertsch&#228;tzung oder &#246;ffentliche Anerkennungen durch den Vorgesetzten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer Organisation in der schon etliche Versuche unternommen wurden, die Ver&#228;nderung auf &#8222;die Strasse&#8220; zu bringen, stellte sich in einem Coaching mit dem Gesch&#228;ftsf&#252;hrer folgendes heraus:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Die Formulare zur Leistungsbeurteilung hatten keinerlei Bezug zu dem Zukunftsbild des Unternehmens;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Bonuszahlungen waren viel mehr daran orientiert, keine Fehler zu belohnen, anstatt neues Verhalten zu unterst&#252;tzen;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Bef&#246;rderungsentscheidungen basierten auf einem sehr subjektiven, intransparenten Prozess und hatten weder mit den neuen Werten zu tun noch waren die Bef&#246;rderungsentscheidungen von der Wandelsbereitschaft abh&#228;ngig;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Personalauswahl- und Einstellungsverfahren waren Jahrzehnte alt und brachten eher Menschen mit den bestehenden Werten in die Organisation, statt Menschen, welche die neuen Werte verk&#246;rperten;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Das Management-Informationssystem war nicht &#252;berarbeitet worden, noch immer viel zu sehr auf finanzielle Kennzahlen fokussiert und viel zu wenig auf Kennzahlen zur Weiterentwicklung des Unternehmens;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Der Strategieprozess war immer noch sehr auf kurzfristige Finanzinformationen abgestellt als auf systematische Markt- und Wettbewerberanalysen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die Personalabteilung hat hier die Funktion, die Manager zu ermutigen und zu unterst&#252;tzen, die Prozesse in ihrem Verantwortungsbereich der neuen Welt anzupassen. Die Personalabteilung darf nicht die hoch b&#252;rokratische Abteilung sein, welche wahre F&#252;hrung im Sinne von Leadership (siehe Erfolgsfaktor 1) entmutigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Personalabteilung muss damit oft auf zwei Ebenen agieren: 1. Die eigenen Personal-Prozesse weiterentwickeln und schnellstm&#246;glich in Anwendung bringen 2. den Unternehmer durch geeignete Personalauswahl und &#8211;entwicklungsprozesse bei der Weiterentwicklung des Unternehmens unterst&#252;tzen. Dies ist eine riesige Herausforderung und zwar gerade auch, weil die strategische Wichtigkeit der Personalabteilung &#252;ber Jahrzehnte hinweg unterbewertet wurde und demendementsprechend oft &#8222;ordnungsverliebte&#8220; Manager anzutreffen sind, anstatt erfahrene Leader.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;&#8222;Elefanten-Chefs&#8220; als Hindernis:&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Klassische Verweigerer und Saboteure im Management k&#246;nnen ein erhebliches Problem darstellen. Sie profitieren vermutlich am wenigsten von der Ver&#228;nderung oder meinen dies zumindest. Sie k&#246;nnen sich nicht mit dem Zukunftsbild identifizieren. Sie besitzen allerdings auch gen&#252;gend Macht, um den Prozess ernsthaft zu verz&#246;gern oder zu blockieren. Hier einen Erfahrungsbericht in Anlehnung an J.P. Kotter (1996) der so oder so &#228;hnlich auf viele Unternehmen &#252;bertragen werden kann:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;Ein Unternehmen begann seinen Transformationsprozess mit viel Tamtam und machte bis zum Ende der vierten Phase tats&#228;chlich gute Fortschritte. Dann geriet der Prozess ins Stocken, denn die Gesch&#228;ftsleitung nahm hin, dass ein wichtiger Bereichsleiter die meisten der neuen Initiativen unterlief. F&#246;rmlich stimmte er der Erneuerung zwar zu, doch weder &#228;nderte er sein Verhalten noch ermunterte er seine Manager zu Ver&#228;nderungen.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Er belohnte unkonventionelle Ideen nicht, wie sie die neuen Werte verlangten, und lie&#223; in seinem Bereich Systeme in Kraft, die ohne Zweifel mit den neuen Idealvorstellungen unvereinbar waren. Gewiss hatte der Betreffende daf&#252;r mehrere Motive. Zum einen meinte er, das Unternehmen habe keine grundlegenden Ver&#228;nderungen n&#246;tig. Zum anderen f&#252;hlte er sich von all dem Umbruch pers&#246;nlich bedroht. Obendrein bef&#252;rchtete er, nicht beides zugleich erreichen zu k&#246;nnen, den Wandel und das erwartete Betriebsergebnis. Obwohl die &#252;brigen Topmanager das Streben nach Erneuerung unterst&#252;tzten, taten sie buchst&#228;blich nichts, um diesen einen Blockierer aufzuhalten. Auch daf&#252;r gab es verschiedene Gr&#252;nde. Im Unternehmen hatte man keine Erfahrung darin, wie man mit einem solchen Problem fertig wird. Einige Manager schreckten vor der Macht des Bereichsleiters zur&#252;ck. Der CEO war besorgt, wom&#246;glich einen sehr t&#252;chtigen Manager zu verlieren. Am Ende war das Ergebnis katastrophal. Die F&#252;hrungskr&#228;fte der unteren Ebenen kamen zu dem Urteil, die Spitze habe ihnen wohl hinsichtlich des Engagements f&#252;r die Erneuerung get&#228;uscht; Spott machte sich breit, und das ganze Programm fiel in sich zusammen.&#8220;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besteht das Hindernis in einer Person, so ist es wichtig, dass sie fair und in &#220;bereinstimmung mit den neuen Werten behandelt wird. Am besten ist es, das direkte Gespr&#228;ch zu suchen und die jeweilige Person vom Vorhaben zu &#252;berzeugen. Hierbei sind klare Ansagen und manchmal auch &#8222;enges Controlling&#8220; des Managers notwendig. Dies kann viel Zeit und Nerven kosten. Jedoch wird es noch viel mehr Zeit, Nerven und Geld kosten, wenn solch ein Manager in Ruhe gelassen wird. Gelingt die &#220;berzeugung des Managers nicht, muss eine Entscheidung getroffen werden zwischen dem Verbleib der Person in der Organisation und dem Fortschritt der angestrebten Ver&#228;nderung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gehandelt muss auf jeden Fall werden, um die gewillten und ver&#228;nderungsbereiten Mitarbeiter zum Handeln zu erm&#228;chtigen und die Glaubw&#252;rdigkeit des Strebens nach Erneuerung insgesamt zu behaupten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Keine Organisation verf&#252;gt w&#228;hrend der ersten H&#228;lfte eines Transformationsprozesses automatisch &#252;ber gen&#252;gend Schwung, Kraft und Zeit, um alle Hindernisse aus dem Weg zu r&#228;umen. Aber die gr&#246;&#223;ten &#8222;Elefanten&#8220; m&#252;ssen angepackt und entfernt werden. Dies erwartet jeder engagierte Mitarbeiter von seiner Gesch&#228;ftsf&#252;hrung &#8211; und dies zu Recht!!!&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Nicht alle Hindernisse in allen Abteilungen m&#252;ssen sofort beseitigt werden!&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die St&#228;rke eines Unternehmens h&#228;ngt von der St&#228;rke jeder einzelnen Einheit ab und der Effektivit&#228;t ihrer gegenseitigen Integration. Es gilt nicht, gleich alle Bereiche in den Fokus zu nehmen. Es gilt, die wichtigsten Bereiche, in den Fokus zu nehmen: Wichtig im Sinne der Wertsch&#246;pfung und/ oder im Sinne der Strahlkraft in das Unternehmen. Etliche Erfahrungen mit erfolgreichen Ver&#228;nderungsprozessen haben gezeigt, dass ein dreistufiges Vorgehen am erfolgversprechendsten ist.&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Zuerst muss die Leistung einzelner Unternehmenseinheiten gesteigert werden, was durch zukunftsgerechtes Ausrichten der Strukturen und das Mobilisieren der Mitarbeiter in der jeweiligen Unternehmenseinheit gelingt. Die Unternehmenseinheiten werden verantwortlich f&#252;r ihre Ergebnisse gemacht. Qualit&#228;t/ Leistung definiert sich hier vom Kunden her. Bei Abteilungen mit direktem Kundenkontakt ist die Leistung durch externe Kunden zu bewerten. Bei Abteilungen mit internem Kundenkontakt ist die Leistung durch interne Kunden zu bewerten. In beiden F&#228;llen muss zuerst ein klares Bild &#252;ber die Kundenanforderung erhoben werden. Das Selbstverst&#228;ndnis einer Abteilung muss dementsprechend auch vom jeweiligen Kundenbed&#252;rfnis abgeleitet werden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; In der n&#228;chsten Phase k&#246;nnen - ausgehend von der St&#228;rke der Einheiten - die Integrationskr&#228;fte zwischen den Einheiten aufgebaut werden. Das geschieht durch bereichs&#252;bergreifende Ziele und das Schaffen von Vertrauen, wobei vor allem Grenzen zwischen den Einheiten niedergerissen werden m&#252;ssen. Die Integration geschieht entlang der Wertsch&#246;pfungskette.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die letzte Stufe ist dann das Zusammenspiel der ersten beiden, indem eine lernende, d.h. lebensf&#228;hige Organisation geschaffen wird. Auf dieser Stufe werden Lernr&#228;ume geschaffen, in denen &#252;ber die Werterstellung als Ganzes nachgedacht wird. Die Kundenbed&#252;rfnisse definieren weiter die Richtung, der Wettbewerb dient als Ma&#223;stab.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Ebenso wie die, im n&#228;chsten Artikel vorgestellten, kurzfristigen Erfolge, ist das Einrei&#223;en von Hindernissen ein essentieller Erfolgsfaktor f&#252;r das Gelingen des Entwicklungsvorhabens. Die ersten vier Phasen dienten dazu, einen zielgerichteten Ver&#228;nderungswillen in das Unternehmen zu tragen, das professionelle Durchschreiten der n&#228;chsten Phasen sind Bedingungen daf&#252;r, dass dieser Wille Fr&#252;chte tr&#228;gt und die Optimierung nachhaltig im Unternehmen verankert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;* In Anlehnung an:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; John P. Kotter (1996) Leading Change. Harvard Business Press.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Gerald H&#252;ther (2010) Ohne Gef&#252;hl geht gar nichts! - Worauf es beim Lernen ankommt - Gerald H&#252;ther &#8211; DVD.
&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id='nb2-_2A_2A'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh2-_2A_2A' class='spip_note' title='Anmerkungen 2-_2A_2A' rev='appendix'&gt;**&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich bitte es so zu verstehen, dass gleicherma&#223;en das weibliche Geschlecht angesprochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Erfolgsfaktor 4: Konkrete Vermittlung des Zukunftsbildes</title>
		<link>http://forum.rainer-windisch.de/artikel/article/fehler-4-unzulangliche-vermittlung</link>
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		<dc:date>2011-07-21T15:16:00Z</dc:date>
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		<dc:creator>Rainer Windisch</dc:creator>



		<description>&lt;p&gt;Ihnen ist das Ph&#228;nomen vielleicht bekannt: Der Ver&#228;nderungsprozess ger&#228;t ins Stocken! Nicht am Anfang, sondern dann, wenn die Unternehmensf&#252;hrung sich bereits auf der sicheren Seite w&#228;hnt und alles gut angelaufen ist. Die Entwicklungsnotwendigkeit ist erkannt und akzeptiert, das Zukunftsbild steht und die F&#252;hrungsriege ist im viel zitierten Boot. Nun gilt es, die Basis f&#252;r das Projekt zu gewinnen! An dieser Stelle w&#228;re es fatal davon auszugehen, dass das Projekt zum Selbstl&#228;ufer geworden ist. J. P. (...)&lt;/p&gt;

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&lt;a href="http://forum.rainer-windisch.de/artikel/" rel="directory"&gt;Artikel&lt;/a&gt;


		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div id=&#034;slider1&#034;&gt;
&lt;p&gt;Ihnen ist das Ph&#228;nomen vielleicht bekannt: Der Ver&#228;nderungsprozess ger&#228;t ins Stocken! Nicht am Anfang, sondern dann, wenn die Unternehmensf&#252;hrung sich bereits auf der sicheren Seite w&#228;hnt und alles gut angelaufen ist. Die Entwicklungsnotwendigkeit ist erkannt und akzeptiert, das Zukunftsbild steht und die F&#252;hrungsriege ist im viel zitierten Boot. Nun gilt es, die Basis f&#252;r das Projekt zu gewinnen! An dieser Stelle w&#228;re es fatal davon auszugehen, dass das Projekt zum Selbstl&#228;ufer geworden ist. J. P. Kotter (1996) ermittelte in diesem Zusammenhang, dass sich zu diesem Zeitpunkt in Ver&#228;nderungsprozessen meist deutlich weniger als ein Prozent der Kommunikation auf die Ver&#228;nderung richtet. Zudem lassen sich drei sehr verbreitete Vorgehensmuster immer wieder beobachten:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Im ersten Falle entwickelt eine Gruppe ein recht gutes Zukunftsbild und versucht dieses Bild bekannt zu machen, indem die Gruppe eine Versammlung einberuft oder ein Rundschreiben herausgibt. Obwohl das nur 0,0001 Prozent des j&#228;hrlichen Aufwands f&#252;r betriebsinterne Kommunikation beansprucht, ist die Gruppe verwundert, dass nur so wenige Leute das neue Vorgehen zu begreifen scheinen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Beim zweiten Muster verwendet der Vorstand betr&#228;chtliche Zeit darauf, Ansprachen vor Mitarbeitergruppen zu halten, und dennoch verstehen die meisten noch lange nicht, worum es eigentlich geht - Kein Wunder: Denn auf diesen Weg, das Zukunftsbild zu vermitteln, entfallen lediglich 0,0005 Prozent des gesamten j&#228;hrlichen Kommunikationsaufwands.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Nach dem dritten Muster wird weit mehr Aufwand f&#252;r Rundschreiben und Vortr&#228;ge getrieben, doch einige im Blickfeld stehende Topmanager&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt; [&lt;a href='#nb3-_2A_2A' class='spip_note' rel='appendix' title='Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich (...)' id='nh3-_2A_2A'&gt;**&lt;/a&gt;]&lt;/span&gt; verhalten sich augenscheinlich nicht entsprechend dem verk&#252;ndeten Zukunftsbild. Unterm Strich macht sich in der Belegschaft dann Spott breit, da von der F&#252;hrung zwar Ver&#228;nderung proklamiert wird, die F&#252;hrung selbst aber, ihrer F&#252;hrungsaufgabe offensichtlich nicht gerecht wird. Stattdessen entwickelt die F&#252;hrung das Erkl&#228;rungsmuster, dass die Mitarbeiter einfach nicht verstehen wollen oder k&#246;nnen, wohin die Reise gehen soll (Anstatt sich selbst in Frage zu stellen, werden die Mitarbeiter abgewertet).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Mitmacher, Zauderer und Neinsager&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Welche Projektgruppe oder Unternehmensf&#252;hrung w&#252;nschte sich nicht, dass der Gro&#223;teil der Mitarbeiter aus begeisterten Mitmachern besteht? Doch h&#228;ufig ist die Ver&#228;nderungsbereitschaft der Mitarbeiter einigerma&#223;en abgenutzt bzw. nur in geringem Ma&#223;e vorhanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;Man muss sich n&#228;mlich daru&#776;ber im Klaren sein, dass es kein schwierigeres Wagnis, keinen zweifelhafteren Erfolg und keinen gef&#228;hrlicheren Versuch gibt, als eine neue Ordnung einzufu&#776;hren. Denn jeder Neuerer hat alle die zu Feinden, die von der alten Ordnung Vorteile hatten, und er hat in jenen nur laue Verteidiger, die sich von der neuen Ordnung Vorteile erhoffen. Diese Lauheit kommt zum Teil von der Furcht vor den Gegnern, teils von dem Misstrauen der Menschen, die wirkliches Zutrauen zu den neuen Verh&#228;ltnissen erst dann haben, wenn sie von deren Dauerhaftigkeit u&#776;berzeugt worden sind. Daher kommt es, dass die Feinde der neuen Ordnung diese bei jeder Gelegenheit mit aller Leidenschaftlichkeit angreifen und die anderen sie nur schwach verteidigen (Niccol&#242; Machiavelli)&#8220;.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Sichtweise der Mitarbeiter kann in der Form einer Normalverteilung abgebildet werden: Begeisterte Mitmacher sowie hartn&#228;ckige Neinsager in den extremen Positionen und viele Zauderer im gro&#223;en &#8222;Bauch&#8220; der Verteilung. Diese Unentschlossenen werden sowohl von Neinsagern als auch von Mitmachern gleicherma&#223;en umgarnt und unterliegen Beeinflussungsversuchen. Insofern m&#252;ssen die kommunikativen Aktivit&#228;ten im Rahmen eines Entwicklungs-Prozesses vor allem auf die &#8222;Z&#246;gernden und Zaudernden&#8220; abzielen, damit f&#252;r eine klare Mehrheit gesorgt ist! Bei diesem &#220;berzeugungsprozess m&#252;ssen die Projektverantwortlichen das Heft in der Hand halten und die Kommunikation aktiv gestalten, anstatt die Argumente der Gegner und Neinsager nur reaktiv zu entkr&#228;ften. Die F&#252;hrungsriege ist hier in Sachen Commitment, &#220;berzeugungsarbeit und vor allem Dialogbereitschaft sehr gefragt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das bekannte Kommunikations-Axiom von Watzlawick et al. (2007) &#8211; Sie k&#246;nnen nicht nicht kommunizieren! - bekommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung. Wer notorische Neinsager an wichtigen Schaltstellen im Unternehmen in Ruhe l&#228;sst, kommuniziert auf der symbolischen Ebene, dass es mit dem Entwicklungswillen nicht so ernst gemeint ist &#8211; wenn es n&#228;mlich schwierig wird, gelten die alten Machtverh&#228;ltnisse. Solche Symbole werden von den Mitarbeiten sehr genau registriert und die Botschaft auf eigenes Verhalten angewandt, wenn die Mitarbeiter sich zwischen bekanntem, ge&#252;btem und neuem, unge&#252;btem Verhalten entscheiden m&#252;ssen. Ein 60 Jahre alter Bereichsleiter, der 40 Jahre lang herzlich wenig &#252;ber Kunden nachgedacht hat, wird sich schwerlich &#252;ber Nacht zu einem kundenorientierten Verhalten bequemen. Und doch ist dies m&#246;glich &#8211; allerdings nur mit einiger Anstrengung und Konsequenz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein klares Verst&#228;ndnis der Dringlichkeit und die Entschlossenheit der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung helfen dabei, genauso wie die Tatsache, dass die Fokusperson aktiv in den Entwicklungsprozess eingebunden wird. Hinzu kommen Informationsbrosch&#252;ren und -veranstaltungen, die ihn st&#228;ndig an das nun gew&#252;nschte Verhalten erinnern sowie das Feedback von seinen Kollegen und Mitarbeitern, die es ihm bewusst machen, wenn er in alte Verhaltensweisen zur&#252;ckf&#228;llt. Solange die Werte (-Strukturen) noch nicht im Kopf geschaltet sind, m&#252;ssen externe Strukturen geschaffen werden, um die Entwicklung der erw&#252;nschten Werte (-Strukturen) zu forcieren.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Geschickt kommunizierende Manager flechten ihre Botschaften in ihre allt&#228;gliche Arbeit ein.&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wo die Weiterentwicklungsbestrebungen zum Erfolg f&#252;hren, nutzen die Manager s&#228;mtliche verf&#252;gbaren Kommunikationskan&#228;le, um die neue Unternehmenskultur zu verbreiten:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Sie sprechen bei der Routinediskussion eines gesch&#228;ftlichen Problems davon, welche der vorgeschlagenen L&#246;sungen zu der angestrebten Unternehmenskultur passen oder auch nicht passen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Bei einer regelm&#228;&#223;igen Leistungsbewertung gehen sie gegen&#252;ber dem Mitarbeiter darauf ein, wie gut dessen Verhalten der Realisierung der neuen Unternehmenskultur nutzt oder ob es schadet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Anl&#228;sslich des Vierteljahresberichts eines Gesch&#228;ftsbereichs reden sie nicht nur &#252;ber die Zahlen, sondern auch dar&#252;ber, wie die Manager der Abteilungen zur Weiterentwicklung beitragen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; In einer Sitzung mit Mitarbeitern versuchen sie, diesen die Ziele der Erneuerung im Wechselspiel von Fragen und Antworten n&#228;herzubringen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Sie verwandeln langweilige und ungelesene Betriebszeitschriften in Bl&#228;tter mit packenden Beitr&#228;gen &#252;ber das Zukunftsbild.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Ritualisierte und erm&#252;dende Quartalsbesprechungen werden in Foren verwandelt, wo die Manager &#252;ber die Weiterentwicklung diskutieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Sie ersetzen einen gro&#223;en Teil der &#252;blichen hauseigenen Managementschulung durch Kurse, die sich auf gesch&#228;ftliche Probleme, geforderte Kompetenzen und die neue Unternehmenskultur beziehen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Der Leitgedanke ist einfach: Alle verf&#252;gbaren Wege nutzen, besonders jene, die bisher f&#252;r unwesentliche Informationen missbraucht werden und nur zur Selbstdarstellung einzelner Mitglieder dienen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Redundanz ist notwendig&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Ziel des Wandels muss so oft wie m&#246;glich in Wort und Tat kommuniziert werden, auch wenn dies aus Sicht des Managements eint&#246;nig erscheint. Gute Topmanager, so Peter Drucker (2002), &#8222;werden nie &#252;berdr&#252;ssig, ihre Geschichte zu erz&#228;hlen.&#8220; Wirksame Kommunikation nimmt zahllose Stunden, Auge in Auge, in Anspruch, geht r&#252;ckw&#228;rts und vorw&#228;rts. Es sind Menschen, die in einem kontinuierlichen und interaktiven Prozess, die Dinge erkennen m&#252;ssen. Sie werden nur dann von Neuerungen &#252;berzeugt, wenn sie die Weiterentwicklung akzeptieren. Doch damit die Mitarbeiter die Weiterentwicklung akzeptieren, ist es notwendig, dass die Menschen die Weiterentwicklung verstanden haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Verst&#228;ndnis braucht Zeit. Die Entwicklung des Zukunftsbildes verlangt dem Topmanagement und der &#8218;guiding coalition' schon zu Beginn des Entwicklungsprozesses eine Menge Arbeit ab. Immer wieder wird in diesen Zirkeln die Sinnhaftigkeit der Entwicklung diskutiert, in vielen Runden ein gemeinsames Verst&#228;ndnis einer erstrebenswerten Zukunft entwickelt. Der Mitarbeiter hingegen nimmt an diesem Prozess am Anfang nicht Teil. Der Mitarbeiter wird mit dem mehr oder weniger fertigen Ergebnis konfrontiert und zwar erst dann, wenn es dem Topmanagement (endlich) klar ist. Dadurch fehlt dem Mitarbeiter schlicht die Zeit, eine eigene tiefe Einsicht zu entwickeln. Zumal die Gr&#252;nde f&#252;r die Neuausrichtung des Unternehmens oft nicht in der Denk- und Handlungssph&#228;re des Mitarbeiters liegen: Die Mitarbeiter denken und handeln operativ, die notwendige Neuausrichtung ist aber oft strategisch &#8211; eine &#8222;Flugh&#246;he&#8220; in der der Mitarbeiter nicht gewohnt ist zu denken. Des Weiteren spielen eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle, die Personen z&#246;gern lassen, sich mit dem Neuen zu identifizieren:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Was bedeutet das f&#252;r mich?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; F&#252;r meine Abteilung?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; F&#252;r die Organisation als Ganzes?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; F&#252;r meine Familie?&lt;/li&gt;&lt;li&gt; etc.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Diese Fragen sind berechtigt. Die Verbreitung des Zukunftsbildes scheitert selten an den intellektuellen F&#228;higkeiten der Mitarbeiter (auch wenn dies oft als Grund angef&#252;hrt wird), sondern an der Vernachl&#228;ssigung der emotionalen Seite - dies gilt es erst einmal anzuerkennen. Wirksame Kommunikation stellt - auf der Basis dieser Einsicht - gezielt und systematisch Redundanz her, um den Mitarbeitern den notwendigen Verarbeitungsprozess zu erm&#246;glichen (s.u.). Dabei muss sich die Kommunikation zudem in Form und Inhalt an den unterschiedlichen Phasen des Ver&#228;nderungsprozesses orientieren:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Zu Beginn geht es darum, die Dringlichkeit des Wandels darzustellen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Sp&#228;ter gilt es, Akzeptanz und &#220;berzeugung f&#252;r die gefundene L&#246;sung zu schaffen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die Vermittlung von Durchbruchsignalen, Fortschritten und Erfolgen sichert schlie&#223;lich die dauerhafte Motivation (Diese Kommunikation von Erfolgen wird oft str&#228;flich vernachl&#228;ssigt).&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Dabei ist es hilfreich, folgende Grundregeln zu beachten, die Kommunikation f&#252;r die Mitarbeiter/-innen begreifbar machen. Begreifbare Infos sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; einfach&lt;/li&gt;&lt;li&gt; zielgruppengerecht&lt;/li&gt;&lt;li&gt; rational und emotional&lt;/li&gt;&lt;li&gt; multisensorisch&lt;/li&gt;&lt;li&gt; involvierend&lt;/li&gt;&lt;li&gt; positiv&lt;/li&gt;&lt;li&gt; wiederholend&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Individuelle Verarbeitung von Ver&#228;nderung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Jeder unterliegt in hohem Ma&#223;e den folgenden psychologischen Phasen eines Ver&#228;nderungsprozesses, deren Nutzen und Wert zu jedem Zeitpunkt anzuerkennen ist, wenn die Leute erfolgreich f&#252;r das Projekt begeistert werden sollen:&lt;/p&gt;
&lt;ol class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Verunsicherung / Verarbeitung&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Erwartung / Hoffnung / Skepsis&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Commitment&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Werden diese Phasen in ihrer zeitlichen Abfolge nicht ber&#252;cksichtigt, sind verst&#228;rkte Widerst&#228;nde sowie mehr Frust und Verunsicherung vorprogrammiert. In jeder Phase dominieren andere Kommunikationsprinzipien und damit auch Kommunikationsinstrumente. In der folgenden Tabelle sind beispielhaft sowohl Prinzipien als auch Instrumente zusammengefasst:&lt;/p&gt;
&lt;table class=&#034;spip&#034;&gt;
&lt;thead&gt;&lt;tr class='row_first'&gt;&lt;th id='idf0b6_c0'&gt; Phasen &lt;/th&gt;&lt;th id='idf0b6_c1'&gt; Dominierende Kommunikations-prinzipien &lt;/th&gt;&lt;th id='idf0b6_c2'&gt; Bevorzugte Kommunikations-instrumente &lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/thead&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr class='row_odd odd'&gt;
&lt;th headers='idf0b6_c0' id='idf0b6_l0'&gt;Verunsicherung&lt;/th&gt;
&lt;td headers='idf0b6_c1 idf0b6_l0'&gt;Einwegkommunikation, Struktur f&#252;r weiteren Einf&#252;hrungsprozess geben, &#8222;Telling&#8220;&lt;/td&gt;
&lt;td headers='idf0b6_c2 idf0b6_l0'&gt;Info-Kampagnen &#252;ber Pocket-F&#252;hrer, Mitarbeiterzeitungen, Intranet&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_even even'&gt;
&lt;th headers='idf0b6_c0' id='idf0b6_l1'&gt;Verarbeitung&lt;/th&gt;
&lt;td headers='idf0b6_c1 idf0b6_l1'&gt;Rahmen f&#252;r emotionale Einw&#228;nde schaffen und aufgreifen, Feedbackelemente&lt;/td&gt;
&lt;td headers='idf0b6_c2 idf0b6_l1'&gt;Direkte Kommunikation, in den internen Medien, Emotionales aufgreifen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_odd odd'&gt;
&lt;th headers='idf0b6_c0' id='idf0b6_l2'&gt;Erwartung, Hoffnung, Skepsis&lt;/th&gt;
&lt;td headers='idf0b6_c1 idf0b6_l2'&gt;Im direkten Kontakt bleiben, Nutzenargumentation einsetzen, &#8222;Selling&#8220;&lt;/td&gt;
&lt;td headers='idf0b6_c2 idf0b6_l2'&gt;Direkte personalisierte Kommunikation, in den Medien argumentieren, Ergebnisse vermarkten&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr class='row_even even'&gt;
&lt;th headers='idf0b6_c0' id='idf0b6_l3'&gt;Akzeptanz, Commitment&lt;/th&gt;
&lt;td headers='idf0b6_c1 idf0b6_l3'&gt;Perspektiven kl&#228;ren, klare Vereinbarungen treffen&lt;/td&gt;
&lt;td headers='idf0b6_c2 idf0b6_l3'&gt;Externale Verst&#228;rkung durch Massenkommunikation&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;In einer Phase allgemeiner Verunsicherung (meist die Fr&#252;hphase der Implementierung einer Ver&#228;nderung) sollte auf Top-Down Informationssteuerung zur&#252;ckgegriffen werden. Ziel: Ger&#252;chte vermeiden, richtige Infos verbreiten! Wichtige Prinzipien bei der Top-Down Informationssteuerung sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; &#8222;Kaskaden&#8220;- Kommunikation in mehreren Wellen&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Vorabinformation von F&#252;hrungskr&#228;ften und Multiplikatoren (z.B. Workshops)&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Einrichtung von Info-Pools im Intranet&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Aktuelle, richtige und einheitliche Informationsbasis&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Service: Leitf&#228;den, Pressetexte, Bestellservice&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Deutlich wird im Rahmen einer wirksamen Kommunikation die zentrale Rolle der F&#252;hrungskr&#228;fte. Ob bei Top-Down Informationssteuerung oder Bottom-up Information und dialogischer Kommunikation, die F&#252;hrungskr&#228;fte entscheiden durch ihre Informations- und Dialogbereitschaft &#252;ber den Projekterfolg. In der Regel ist der Ruf der Mitarbeiter nach mehr Info meist ein Ruf nach Einbeziehung und Dialog. Tats&#228;chlich leiden wir meist nicht an einem Informationsdefizit. Im Gegenteil, viele Mitarbeiter reden von einer Informations&#252;berflutung. Oft fehlend und viel entscheidender sind der Austausch untereinander und die Auseinandersetzung miteinander. Einen fruchtbaren Rahmen f&#252;r einen ehrlichen Austausch und wertsch&#228;tzende Auseinandersetzung hat die F&#252;hrungskraft zu gestalten. Sie m&#252;ssen daher in der Lage sein oder in die Lage versetzt werden, diese Gestaltungsfunktion gegen&#252;ber der z&#246;gerlichen Mitarbeiterschaft wahrzunehmen. Die Personalentwicklung muss hier durch ad&#228;quate F&#252;hrungskr&#228;fteentwicklung die notwendigen Voraussetzungen schaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon mehrmals erw&#228;hnt vollzieht sich Kommunikation in Worten und Taten - und die letzteren &#252;berzeugen immer st&#228;rker. Deshalb wird das Erneuerungsbestreben auch durch nichts mehr untergraben als ein Verhalten von wichtigen Personen, das sich mit dem Zukunftsbild nicht vertr&#228;gt. Folgerichtig l&#228;sst sich auch immer wieder beobachten, dass Manager, die bedeutende Ver&#228;nderungen tats&#228;chlich erreicht haben, versuchten, ein lebendes Symbol der neuen Unternehmenskultur abzugeben &#8211; auch wenn dies oft nicht leicht ist und gerade erfahrene Manager zwingt, bew&#228;hrtes Erfahrungswissen zu verlernen bzw. eigene Erfolgsmuster kritisch zu hinterfragen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 class=&#034;spip&#034;&gt;Wichtige Regeln zum Schluss&lt;/h3&gt;&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; Klare Formulierungen und eine einfache, direkte Sprache tragen zu einem erh&#246;hten Verst&#228;ndnis bei. Managementfloskeln m&#252;ssen vermieden werden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die Verwendung von Metaphern und Bildern l&#246;st Assoziationen aus und stimuliert ein klares und positives Bild der Organisation in der Zukunft.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Verschiedene Arten der Kommunikation sind notwendig, um m&#246;glichst viele Fragen beantworten zu k&#246;nnen. Die Kl&#228;rung der Fragen vor einem gro&#223;en Publikum verst&#228;rkt die N&#228;he zwischen Management und Mitarbeitern. Informelle Gespr&#228;chsrunden, Poster, Memos, etc. helfen dabei, die angestrebte Organisation in den K&#246;pfen zu verankern. Wenn m&#246;glich sollte die Interaktivit&#228;t immer forciert werden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Kommunikation braucht Zeit. In jedem Fall muss vermieden werden, dass es sich bei der Kommunikation der Ver&#228;nderung um eine &#8222;Eintagsfliege&#8220; handelt. Vielmehr gilt es, die zentralen Botschaften regelm&#228;&#223;ig zu wiederholen und gleichzeitig den aktuellen Stand der Ver&#228;nderung kontinuierlich &#252;ber den Prozess hinweg zu kommunizieren. Wenn bei unterschiedlichsten Aktivit&#228;ten immer wieder auf die erw&#252;nschte Unternehmenskultur verwiesen wird, steigt die Zustimmung und die &#220;berzeugung innerhalb der Belegschaft.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Der direkte Kontakt zwischen Mitarbeitern und Management hilft beiden Seiten ein Gef&#252;hl daf&#252;r zu entwickeln, wie es um den Fortschritt des Prozesses steht und wo noch Erkl&#228;rungsbedarf besteht.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Wird die angestrebte Unternehmenskultur von der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung und wichtigen Meinungsbildnern nicht vorgelebt, sind alle anderen Aktivit&#228;ten umsonst. Wie Gandhi schon richtig sagte: &#8222;Sie selbst m&#252;ssen die Ver&#228;nderung sein, die Sie in der Welt sehen wollen.&#8220;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Den Menschen im Ver&#228;nderungsprozess muss deutlich vermittelt werden, dass dieser nicht linear ist, dass er nicht nur mit Vorteilen verbunden ist, sondern, dass m&#246;glicherweise viele negative Aspekte auftreten werden. Wichtig ist also auch, diese &#8222;schlechten Nachrichten&#8220; mitzuteilen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Die F&#252;hrungsstrukturen, das Zusammenspiel der F&#252;hrungskr&#228;fte auf und zwischen den einzelnen Hierarchieebenen, das Qualifikationsniveau derselben, all diese Aspekte sind wichtige symbolische Informationen, welche nachhaltiger wirksam sind bei den Mitarbeitern als blo&#223;e Lippenbekenntnisse. Genau dieser Punkt l&#228;sst die Ver&#228;nderungsf&#228;higkeit des Managements, seine Bereitschaft, zun&#228;chst bei sich selbst anzufangen, zum entscheidenden Engpass f&#252;r wirksame &lt;br class='autobr' /&gt;
Kommunikationsbem&#252;hungen werden. Nachhaltige Weiterentwicklungen einer Organisation sind ohne nennenswerte Ver&#228;nderungen in dem F&#252;hrungsverst&#228;ndnis nicht zu erreichen. Dies betrifft nicht nur die Zahl der F&#252;hrungsebenen, der Positionen und formalen Kompetenzen; dies tangiert auch ganz nachhaltig das konkrete Rollenverst&#228;ndnis derselben und das damit in Zusammenhang stehende allt&#228;gliche F&#252;hrungshandeln. - Denn dies sind die Signale, welche die Mitarbeiter erwarten, soll bei ihnen die &#220;berzeugung entstehen, dass die Weiterentwicklung nachhaltig ist, und nicht nur ver&#228;ndert wird, weil es halt &#8222;en vogue&#8220; ist.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;dl class='spip_document_25 spip_documents spip_documents_center'&gt;
&lt;dt&gt;&lt;a href='http://forum.rainer-windisch.de/IMG/jpg/Fehler4_Kommunikationsebenen.jpg' title='Kommunikationsformen - Reichweite und Wirkungsformen' type=&#034;image/jpeg&#034;&gt;&lt;img src='http://forum.rainer-windisch.de/local/cache-vignettes/L480xH330/Fehler4_Kommunikationsebenen-eddf1-c5007.jpg?1536589316' width='480' height='330' alt='' /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dt class='crayon document-titre-25 spip_doc_titre' style='width:350px;'&gt;&lt;strong&gt;Kommunikationsformen - Reichweite und Wirkungsformen&lt;/strong&gt;&lt;/dt&gt;
&lt;dd class='crayon document-descriptif-25 spip_doc_descriptif' style='width:350px;'&gt;zum Vergr&#246;&#223;ern auf das Bild klicken
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;
&lt;p&gt;* In Anlehnung an:&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034;&gt;&lt;li&gt; John P. Kotter (1996) Leading Change. Harvard Business Press.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Peter, F. Drucker (2002) Was ist Management?: Das Beste aus 50 Jahren. Econ.&lt;/li&gt;&lt;li&gt; Paul Watzlawick, Janet H. Beavin &amp; Don D. Jackson (2007) Menschliche Kommunikation: Formen, St&#246;rungen, Paradoxien. Huber&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		&lt;hr /&gt;
		&lt;div class='rss_notes'&gt;&lt;div id='nb3-_2A_2A'&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&#034;spip_note_ref&#034;&gt;[&lt;a href='#nh3-_2A_2A' class='spip_note' title='Anmerkungen 3-_2A_2A' rev='appendix'&gt;**&lt;/a&gt;] &lt;/span&gt;Aufgrund der Lesbarkeit wurde durchg&#228;ngig die m&#228;nnliche Form gew&#228;hlt. Ich bitte es so zu verstehen, dass gleicherma&#223;en das weibliche Geschlecht angesprochen wird.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
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